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Der Orden Bne Briss · 1930-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1930-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Ein Mahn wort. In der Mainummer der A teilungen ai;s dem Verein Antisemitism is« ist unter herzigenswene Mahnung /on lichkeiten deä öffentlicher Oberbürgermeistern, Dichtern, usw. an die .Oeffentlichkeit er Verständnis wird der Versui Ursachen des Judenhasses einzucli der Unbegreiflichkeit des s<hw obig! L»; h ii« Deutschland (betroffen hat, zu indem man iinen »Schuldigei bempht, einet : »Be^eiungsl am] In dem Mannwort finden sicfi werten Wort 4 f (ri bwehrblätter »Mit« zur Abwehr des;em Titel eine befahrenden Persön- :bens, Professoren, Anwälten, Aerzten langen. .Mit tiefem. gemacht, in die ringen. Er wird aus en Geschickes, das erklären versucht, sucht und sich f< zu organisieren, die beherzigens- »Wer Anspruch auf Bildung erhebt, muß s ch freihalten von Unwahrhaftigkeit, Selbstgefälligkeit, von Ueberschätzung der eigenen Art und Unverständnis gegenüber den anderen.« »Wir. fahlen uns — gerade als Deutsche Jd Christen — im Gewissen verpflichtet, unsere itbürger zu ernster Besinnlichkeit gegenüber m zügellosen Judenhaß zu ermahnen und sie eindringlich hinzuweisen auf die Plicht zu Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, zu religiöser und sozialer Ethik, mit der die Betätigung des Judeni hdsses unvereinbar ist.« 1 * | * Man darf sich des Menschlichen freuen, das in drückender Zeit aus solchem Malmwort spricht. Sandro der Narr . Lieber die Aufführung der Oper i Sandro der Narr* von Heinrich Bienstode am Württernb :rgi ichen Landestheater in Stuttgart schreibt‘der Sohn eines Logenbruders, der Musik- ' kritiker Gellhorn, jtinige Ausführungen, die wir im wesentlichen wiedergeben: Die Oper »Sandro der Narr« •Stuttgart zur Aufführung gelangt, sie neu aufgeführi Bei Ihrem Ei scheinen wurde die Oper als da» Werk eine$ zu Großem beitifcnen Musikers begrüßt, von dem man Schöpfungen gröfter Ausmaßes erwarten durfte. Leider hat der Krieg auch Bienslock als-Opfer gefordert. is: bereits i.fJ. 19J6 in n diesen Tagen wurde Man darf der Leitung des La td sondere m Dank verpflichtet sein, ii wieder ins Bühnenlicht tüdet. Seit sei ist die Entwicklung der Musik von Hindemith um etliches weitergegan 51 wendig, Bienstocks 'Oper darauf zu mals vor der großen Evolution det weisenden Keimen lin sich trug. Cjie 1 stheaters zu ganz besie nun das Werk er Schaffung allerdings Rieh. Strauß bis Paul 1. Es ist also notrachten. was sie dabjlarmonie an vorwärts Partitur zeigt ein in a I b rt: Wir hatten .vott einiger Zeit einige über den so früh verstorbenen Kompci stode gebracht. biographische Notizen nisten Heinrich Bienden Li^besszenen leuchtend und klangsinnlidi instrumentiertes Orchester, das man getrost neben die Farben des Sdirekerschen Apparates stellen kann. Bienstcck, obzwar sichtlich von Strauß und Puccini beeinflußt, zeigt ein Klangbild, das seiger Zeit um vieles vorauseilt und schon den Charakter les modernen Orchesters in sich trägt* Man ist überrascht von der Ueppigkeit der Tonführungl von der treffsicheren! Zeichnung der Episodenfiguren, unter denen besonders di^ Nebenfiguren des Gerichtsaktes aaffallen, und von der virtuos komponierten und mit fortreißet iden Wahnsinnsszene im 2. Akt. Das sichre Bühnentempei ament Bienstocks kann auch idem dramatisch schwachen 3. Ak wesentliche Eindrücke abringen. Der grelle Kontrast zwischen dem kindlichnaiven Maiwunderlied der Kinder und den packenden Sforzato der furchtbaren Künstlertragödie zeig die ganze Theaterbegabung des Komponisten, der selbst der größten* Hemmungen Herr wird. Das Temperamert, mit dem das ganze Werk erfüllt ist.-, die fast unbedenkliche Art, mit der Bienstock' seine Mittel anwendet/ die ohne Scheu vor dem Effekt' aufgebaute Komposition und die fortschrittliche Art des MusEierens bestätigen schon auf den! ersten Blick die ungewöhnliche Begabung eines dem deutschen Operntheater zu früh entrissenen Talentes. j Die jut besetzte Aufführung erzielte eitlen überaus herzlichen’ Bei Fall. Briefe an den O.B.B. Erziehungsberatun i Von Ewald B o S m , dem Mitverf. 1: Werkes: »Sexual-Erziehung, der Weg je neuen Moral«, von Magnus Hirschfel c erhalten wir folgende Zeilen: sstelle. user eines, bedeutenden ureh Natürlichkeit zur und Ewald Bohm, Ai In Anbetracht der wachsenden Einsicht der neueren Sexualwissenschaft und Tiefenpsychologie in die Zusammenhänge zwischen Erziehung und Lebenskatastrophen (vorzugsweise im Berufs- und Ehelebeo) und inj Anbetracht der Tatsachen, daß diese Einsicht noch lange nicht in dem wünschenswerten Maße Gemeingut der Elternschaft geworden ist. - 110 -

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