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Der Orden Bne Briss · 1930-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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der Arbeit nicht nachlas Wachsen des HilfsvereiJt Im April fand eine gi statt, bei der u. a. Rei v. Kardorff, Gen.-KonsJal ordneter Dr. Breitscheid rc ße ich im und erfreulicherweise ist ein stetes is und seiner Mittel -festzustellen. Kundgebung für den Hilfsverein inister a. D. Dr. Reinhold, Frau I Eugen Landau, Reichstagsabge- I edeutsame Ansprachen hielten. Der jetzt im 7-5. L :bensjahr stehende frühere Premierminister'des Staates Viktoria, Sir Alfred Isaacs, ein.guter Jude, der seinerzeit von der Königin Viktoria von England den erblichen Adel verlie ien bekam, wurde zum Präsidenten des Obersten Gerichts des australischen St^atenbündes gewählt. V « s h s In Rußland kam es du Eine ganze Anzahl Rabbiji< geweigert hatten, ihre Synagoge^ zu geben, teils zur Depohation" nad weren ReligionsVerfolgungen, er, die sich auf Gewissensbedenken ustimmung ziir Secpiestierung der ijrden teils zu hohen Kerkerstrafen, Sibirien verurteilt. V . Der Vorsitzende des Dr. Grünberg-Berlin, füh lungen mit Albert Thomas Arbeitsamts in Genf, der Verbandes bei den ihm der verschiedenen Länder Die britische Regieren [ den amtlichen Bericht dei parlamentarischen Unters der Palästinaunruhen. Unschuld der jüdischen bischen Imperialismus gew geordnete Snell übte sch englischen Behörden. Kol ’eltverbandes für Sa bbath sch i>t z, te eingehende persönliche Verhandele m Direktor des internationalen versprach, sich für die Ziele des nahestehenden Regierungs Vertretern einzusetzen. unterbreitete den beiden Kammern von Sir Walter Shaw geführten u chungskommission für die Ursachen Dieser Bericht anerkennt dft völlige lonisten, die nur Opfer eines arajrden sind. Der sozialistische Abrfe. Kritik an dem Verhalten der Direktor Albert Silberberg, seit 33 Jahren Leiter der israelitischen Gartenbauschul: in Ahlem', jrat aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand. Die Schule hat in ihrem SO Mppgen umfassenden B triebe bisher fast 1200 selbständig tätige jüdische Gärtner ausgebildetsie spielt in der Bewegung, zur Scholle 'zurüdeführen. möchte, Leitung den Anstalt übernimmt bisher im Schuldienst der Stadt welche die deutschen Juder eine wichtige Rolle. Die Herr Leo Rosenblatt, der Berlin tätig war. Chancellor das neue Heim gegliederten jüdischen N a t In Jerusalem wurde di rch dem Oberkommissar Sir John i per der hebräischen Universität anionalbibliothek eingeweiht. Diese Bibliothek, die groß e und kulturell wichtigste ganz Westasiens, ist für alle Teile der Bevölkerung bestimmt. Der Bestand beträgt heute schorj über eine Viertelmillion Bücher/ 405 englische und 420 deutsche Zeitschriften geben ständig ein. Das Jahresbudget beträgt pro Jahr etwas über 8C00 Pfund <ca. 100 000 Mark). Ein- Direktor und 38 Beamte verwalten das Institut. Die tschechoslowakische Regierung hat erklärt, daß sie auf ihre Kosten auch eine slawistische Abteilung an der Bibliothek el irichten wird. Frl Die jüdische Gelehrtin italienischen Kultusministeri versität Rom ernannt. Dan einer Frau das Amt eines Hcpi . Dr. Lea Marizzi wurde vom i im zum Professor an der Uniit ist zum ersten Mal in Italien chschullehrers übertragen worden. Die französische Regierung veranstaltete eine öffentliche Feier zum 100. Geburtstag des 1903 gestorbenen großen jüdischen Malers Camille Pissaro. Der preußische Landesverband jüdischer Gemeinden richtete in Groß-Strelitz in Obersehlesien ein Bezirksrabbinat ein, das er mit Herrn Rabbiner Dr. Feinberg, bisher in Heilbronn tätig, besetzte. Professor Dr. Heinrich,Ruchberg, Ordinarius für Statistik und Verwaltungsrecht an der Prager Universität upd zweiter Direktor des statistischen Landesämts der Tschechoslowakei feierte seinen 70. Geburtstag. Professor Rüchberg betätigte sieh auch in den Prager jüdischen Organisationen. I , * . ' | Das 1919 ausgearbejtete und durch die Kammern genehmigte Gesetz über die jüdischen Gemeinden Italiens wurde am 1. April im italienischen Gesetzblatt veröffentlicht und trat damit in Kraft,- damit sind die Juden Italiens nach jeder Richtung hin gleichberechtigt. In London starb 82 jährig Reverend Morris Joseph, dtr Präsident der englisch-jüdischen Reformgemeinden, der erste Prediger der West Londön-Synagogue. Morris Joseph war Gründer und Leiter der englischen Friedensgesellschaft/ als solcher genoß er, der schon während des Weltkrieges mit Lebensgefahr für Frieden propagiert hatte, internationales Ansjehen. I ■ * | Bei der Gründung der »Bank für internationale Zahlungen in Basel durch die Völkerbundmächte wurde <B»J Dr. Karl Melchior, Mitglied des Hamburger Bankhauses Max M. Warburg, neben Dr. Luther zum Vertreter Deutschlandjs und Vizepräsidenten des Verwaltungsrates dieser Bank gewählj. 1 In Italien wurde dejr aus 37 Personen bestehende Nationalrat für die nächsten 3 Jahre neu gewählt/ der Nationalrat ist nach der italienischen Verfassung der ersten Kammef angegliedert, seine Mitglieder haben bei -allen Regierungsmaßnahmen beratende Stimme. Nur die fähigsten Köpfe werden in diese. Korporation gewählt. Diesmal wura den 6 Juden Mitglieder des Nationalrates, vier jüdische Universitätsprofessoren und z|»ei jüdische Juristen. Der tschechische Großindustrielle Ignatz P e t s eh e k, ein Jude, der Aktienpakete deutscher Braunkohlengruben gekauft' hatte, wurde von der deutschen Rechtspresseibeschuldigt, dies in politischem Aufträge and antideutschem Sinne getan zu haben. Dabei wurde ein belastender, angeblicher Brief Petscheks an den tschechischen Außenminister 0r. Benesch veröffentlicht. Demgegenüber erklärten die tschechische Regierung, Dr^_ Beneseh und Petschek, daß ein derartigjer Brief niemalgeschrieben worden sei. Diese Fälschung sjellt eine ebensi gefährliche wie bösartige Verleumdung dar. j In der deutschen Steuergesetzgebung i$t der Reehtssatr aufgestellt, daß die Dienst-Wohnungen der Geistlichen vdi. der Hauszinssteuer befreit seien. Als nun eine jüdische Gemeinde yon diesem Privilegium -auch Gebrauch machen lwollt< und deswegen richterliche Entscheidung beantragte, entschied schließlich das Preußische Oberverwaltungsrericht, daß e n Rabbiner-keinGeistlicherim Sinneides Gesetzes se 94 --

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