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Der Orden Bne Briss · 1930-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 4 - April
Date
1930-04-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Kurze Ueber sicht. Von dem .Königsberg discber Probleme durdi den meinderabbiner Dr. Lew Kantloge, sprach vor einip Bruder Rabbiner Dr. N Geschichte der Juden de; Bruder Syndikus Sabal als -Bühnenfigur* zwei R Br. Dr. Giün, Danzig h; Moses Mendelssohn gesp rer Sender wurde' eine Reihe jä- Rundfunk behandelt. Bruder Gei n, der derzeitige Präsident der;er Zeit über den »Talmud« und ufe Id. Elbing über »Aus der -Mittelalters*: Demnächst wird z k y über das Thema »Der Jude undfunkvorträge halten. — Audi it kürzlich an gleicher Stelle über ir liehen. Gesellschaft zijrFc^rderilng derVX i rs e'n-^ Schaft des Juden tujnis. Im Anschluß an die Haupt* Versammlung hielt Br Professor Dr. I Heinemann aus Breslau einen Vortrag über: »Die geschichtlichen •Wurzeln des neuzeitlichen Humanifätsgedankens«. Der Vortragende ging davon aus, daß die Ülee der Humanität, deren Geltung sich für das IS. Jahrhundert von selbst verstand, inzwischen starke Anfechtungen erfahren hat. insbesondere befürchte von ihr eine Gefährdung der Willensstärke und der Rflithtenkreis Der Redner zeigte", wie s Kräften des- Verfalls und der allerdings aber zu verwandtem ja auch .heute zu Tage treten. iieit aber nicht den der man Hingabe an den näheren daß der HunvagiftätsgedanUe im Altertum keinesweg -eine Gegner glauben, au: Zersetzung erwachsen ist Konflikten gefühlt hat. di|e Plato und Aristoteles vertreten den Gedanken der Menseh- Menschlidikcit, die Cynikcr vertreten den Kosntopolitismi s, geben aber dieeigentümlichen Werte der menschlichen Kultur prfis. Die Stoa verbinde! Menschäichkeitsgedanken, legt aber quie- N'aturlauf nahe. In Israel an den einen Gott die Idee da dieser eine Gott zugleich und der Liebe erkannt wurde, trug der Menschheitsgedai ke' zugleich humane .Züge. Die Ueberwindung der Schwierigkeit glückte hier leichter, da LInterordnung unter den Willen Gottes gefordert wurde, der gerechte Tat von uns verlangt, der Humanität im Judentum zugleich stärkste Willensmens hen gewesen. Die Ueberwindung des" Gegensatzes von Parükularismus und Universalismus qaß man an die- Sendung lsraelp seinen Eigenwerten treu bltiben, verkünden. Nicht Philanthropie, der Jüdische Humanitätsgedanke. Menschheits« und -tistische Ergebung in det erwuchs aus dem Glauben der einen Menschheit, ur d als Gott der Gereehtigkei nicht Ergebung, sondern Daher sind die Vertreter gelang auf dem Wege, glaubte,- der Jude soll dahe um sie 3er Menschheit zu sondern Mitgefühl fordert le: Rabbiner Dr. Meier Jahr in Südafrika aufgeha lebenden Juden studiert hat führungen über seine Erlebn so groß wie ganz Mittelun Einwohner, davon 1 t 72 000 Juden, die in den sind. Diese kleine A-nzah doit führendem Persönlichke Lebens übereinstimmend z schwer erarbeiteten Aufsti^i bedauerlicher und für das die Wirkungen des neuen zukünftige Einwanderung unterbindet. ildesheimer, der sich dreiviertel Ijen und die Verhältnisse der dort berichtete in interessanten Ausipse in diesen Dominions. Das Land, »teuropa, hat etwa 1-20 Millionen Vlillionen Weiße, unter diesen zten 30—40 Jahren eingewandert von Juden hat, wie sämtliche ten des geistigen und politischen u geben, einen Hauptanteil" an dem g des Landes gehabt. Um so', Wohl der Union schädlich werden Quotengesetzes sein,, welches die Juden in Südafrika fast ganz d tr ln Palästina wurde von den Arabern mit 500000 Pfund Kapital eine Gesellschaft gegründet, deren Aufgabe und Ziel es sein soll, allen jüdischen Unternehmungen Konkurrenz zu bereifen und deren Boykott zu finanzieren." , . « m In Magdeburg fand eine Reichskonferenz sämtlicher in Deutschland existierender ostjüdischen Organisationen statt, die über die Erziehung, kulturelle Hebung und produktive Beschäftigung ihrer Mitglieder beriet. Maxim Gorki, der berühmte russische Dichter, der in seinem eigenen, Häuschen in Sorrent lebt, aibeitet seit Jahren an einer »Geschichte des Antisemitismus in Rnßland«. Das Werk,, das er demnächst vollendet, wird zu gleicher Zeit in verschiedenen Sprachen erscheinen. » . Der »Internationale Verband der Physiker* "(Sitz in Pari«) brachte in Strelno <Posen) eine Gedenktafel an dem Hause an, in dem vor 77 Jahren der weltberühmte, in Amerika wirkende Physiker und Nobelpreisträger Abraham Michelsou geboren wurde. * I Der führende Hölzindustrielle Danzigs, Julius Jewe» io w sky, Mitglieldes Danziger Senats unddes Danziger Volkstages, Vorsitzender mehrerer jüdischer Organisationen, wureje zum Generalkonsul der Türkei für den Volksstaat Danzig ernannt. ' > . i J Im Band XIII der »Sammlung der diplomatischen Akten des deutschen auswärtigen Amts« werden die Berichte des preußischen Militärattachces"in Paris aus den neunziger Jahren über die D r e y f u s - Affäre veröffentlicht Der Magdeburger Ingenieur Rudolf Schul, ein überzeugter Jude, erfand eine Sicherung für Flugzeuge, welche die Aeroplanq.vor plötzlichem Absturz bei Masdiinendfefekt sichert. Verschiedene Fachzeitungen schrieben, daß diese Erfindung von weittragender Bedeutung sei * * I ‘ An dem 1919 von der Adaßifjisroel-üemeinde zu Berlin gegründeten jüdischen Realgymnasi um fand zum ersten Mal unter dem Vorsitz eines .Oberschulrats vom preußischen Provinzialschulkollegium die Abiluri en ten-Prüfung statt. Sämtliche Schüler bestanden Der preußische Regierungsvertreter hielt eine bedeutungsvolle Ansprache, in der er die jüdischen Abiturienten ermahnte, in Zuktlnft ihrem deutschen Vaterlande vor allem durch stetes E i der pegensätze zu nützen. jDas preußische Institut für ^isländisches öffentliches Recht ntreten für Ueberbrüdcung und Völkerrecht an der Berlinei' ländischen Abgeordneten Professor Vorlesungen in- Berlin über »Die Lage der nationalen Minderheiten im Baltikum* eingeladen.' I Universität hat den lett- Dr. N. Laser$on zu Gast» Der berühmte Shakespeare-Forscher Sir Israel Go11 a nc z, seit 1902 Ordinarius für englische Literatur an der Londoner > Universität, hat aus Altersrüdcsichten sein Amt nicdergelegt. Von der englLchpn Regierung wufde Prof. Gollancz anläßlich seines 60. Geburtstages in den Adelsstand erhoben." Der Gelehrte ist auch Ehrenvorsitzender der Londoner jüdischen Gemeinde.! > » * ‘ * 78

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