Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Einheit an der überlieferten Form fest, . sittlicher Natur ihnen 4ine andere Haiti solange nicht Hemmnisse ihnen in den überwinden ihnen als [sittliche und relij i Diesen Gedanken drückte der Referent Ö. 18 aus mit den Worten: >in Dingen, persönliche Religiosität hinausgehenden haben, die ihrer Natur ‘nach Angelegt ,ind, sollte man als eine bestimmte nicht eher zu Bestimniungen und Beseht bis jede Aussicht auf eine Gesamtre; schwunden ist. Auch die klaren' von großer Sach Ausführungen der Diskussionsredner Samuel-Essen, Freudenthal-Nürnberg, Sä stein-Breslau, Wolff-presden, Baecku. a. m.) brachten zu diesem Fragenkoi) punkte und wertvolle Anregungen. Diese Broschüre werden auch die die einen andern religiösen Standpunkt \ lesen und dem tiefen Ernste, der aus uns spricht, den Respekt nicht versagen Es wäre zu wünschen, wenn die täten in den verschiedenen Ländern, wde vakei, im Heiligen Lande und ev. auch den Rabbinern Deutschlands zu#eJnem verbänden, um für diese brennenden F Haiacha geeignete Maßnahmen zutrefc die Befreiung tausender und abertai wirtschaftlicher und seelischer Not. die Einheit unserer Gemeinschaft und jüdischen Familienlebens in seiner Rein die solange nicht ng aufzwängen. Weg träten, iöse Pflicht ersdei noch deutlichei die einen über Ciemginschaftschari e lheit der Gesan Richtung im Jude lüssen schreiten g tlung rettungslos keruitnis zeug <Lewkowitz ityi nger-Breslau, 1 lerlin, Levi-M plex neue Gesi cdänner und Fr; ertreten, mit N diesem Heftcheji können, l almudischen Au < in Polen, Geehc ■: in Amerika sich großen Synhedr^ agen im Geist eil. Denn es seniler Frauen Es ' gilt aber die Erhaltung heit und Heilig ki E. Katz, M. Dr., Studienrat. D i e E keiten der Schüler höherer (Quelle '<Ü Meyer, Leipzig 1930). Das Erstaunlichste an diesem soebep lein ist seine Mannigfaltigkeit. Es ist Berufen, geordnet nach der erforderlichen besprochen, daß man sich kaum vorstelb nur einer ausgelassen. Der Beruf des Juristen findet seinen Platz, aber auch beamten; cjfes Dolmetschers, des Brauerei Eichbeamten, um nur einige weniger gel Fülle zu nennen. Wenn auch häufig der Beruf des Vaters oder der erfolgrei Ausschlag bei der Berufswahl geben, 'so Ucbcrsidht, wie sie hier gegeben wird, Sohn vor der Berufswahl steht, drin; Wertvolle Ratschläge ersparen dem Ben n lassung ihm noch unbekannter Möglidik :i ihn auf die rechtzeitige Erfüllung gewi i (Ergänzungsprüfungen in Latein usw auch die Anlagen mit Material über da: das Hochschulwesen, Auskunftserteilung Zum bevorstehenden Ostertermin wird mancher Sohn mit Vorteil nach diesem gleich, ob der Berufsuchende diei Schule oder dem Zeugnis der Reife für Obfci oder Obersekunda vejrläßt. ..Chone, Dr. Rabbiner; »Nach Bulka-Nürnberg 1930, 120 Seiten, GrQ nde oder zu ine. auf die kt.er theit tum als geejnden rl in, 'gelatn z, htse r u f s m ö g I i Lehranstal erschienenen Rjüch- < ine solche Fülle Vorbildung, carin n kann, es sei Mediziners und de r des Gewerkschi iftslingenieurs und uen, i|tzcn zu orislomit ön« der gilt aus such des eit. : he n. lüch des des a nid es«, Verlag Pr^is M. 4,—. des Maimonides, ein hefspanischen Judentum ausliiufige aus der reichen persönliche Vor) ebe, i|her Verwandter den ist doch eine solche •einem jeden, dessen;end zu empfehlen, tzer die Außerachtiten und verweisen ser Vorbedingungen“!' Interessant sind höhere Schulwesen, und Berufsgruppen mancher Vater und Buche greifen, ganz i nit dem Reifezeugnis rprima, Unterprima Dr. F. Wiener. Kulturzeitläufe pflegen mit C eistigkeit Verbunden zu sein. Primitive, im Naturzustand lebe ide Menschen beanspruchen, auf körperliche Mittel pochend, Slelluhg und Macht', Kulturmenschen suchen in geistiger D skussion Anerkennung und Recht. Kulturgebiet war dasrSianien des 13. Jahrhunderts unter christlicher Herrschaft, wie es auch frorher unur dem Halbmond eine bewundernswert: Kulturhöhe erreicht hatte. In ‘diese Zeit hineingestellt war ci ct im Jahfe 1194 in Ceröna geborene Jude Rabbi Mose bei Nachmah, in gräcisierter Form »Nachmanidcs«, im jpdischi n Schrifttum nach' den Anfangsbuchstaben seiner Namenstei e »RaMBjaN« genannt. Er .war der gelehrte, Wortführer a if jüdischer Seite' irj jener Glaubensdisputation, die im Juli 1263 in Barcelona vo^ einem glanzvollen Kreis von weltlichen? and geistlichen Fürsten, vor Gelehrten und einer schaulustig :n Volksmasse, in Gegenwart des Königs Jakob von Arag inien und seines Hofstaates geführtwurde. Fünf Tage tote dieser geistige' Kampf zwischen Christen und Juden über die drei Fragen ob der Messias schon gekommen sei, eF der Messias ein Mensdi« Geborener oder ^in Gott sei, ob,' ler jüdische ode/ der christliche Glaube der rechte sei. Nachmanidcs bestand in diesem Zvkeikampf so tapfer und so e folgreich,' daß er, bei dem Disput schon fast 70jährig, einige Jahie später nach Palästina auswandern mußte, um sich vor Bedrückung und^ Verfolgung zu schützen. Zum Wortführer und zum Mittler war Nachmanides aber auch ii einem i n n e r.jüdisdien geistigen Kampf berufen: da war i m die religionsgesetzlichen und philosophischen Ausführungeb liger Kampf im französischen und gebrochen. Vor Aeditung der Ge gner und vor Verbrennung der inkriminierten Werke schreck e man nicht zurück, der geistige Kampf iwar leidensdiaftlii h geworden, das Problem der Autorität und der freien Forsc mng ängstigte die verantwortungsbewußten Führer der Jud tnheit. Der gelehrte, erfahrene, repräsentative und org inisatorLche Nachmanides suchte Ausgleich und Lösung der Schwierigkeiten. -Wig er sprach und wie er schrieb, wie er fachte und wie er'träumte — denn Nachmanides war der tyj lische Woft- und Zahlernmystiker — all, dies zeigt Chone ii seinem genannten Werke, inf dieser ersten umfassenden Monc graphie d^s Nachmanides. Land und Leute, Lehen und Ges hichte ded spanischen 13. Jahrhunderts werden als Hintergrund gezeichnet'und'Nachmanides mit seinem Kreis tritt plasi isch daraus hervor.. Seine geistige Eigenart, seine Leistung, :eine Tätigkeit als Kommentator der heiligen Schgift werd< n durch Dokumente ut:d Zitate treffend Umrissen. Chone vrrzichtet mit Absicht dar-' auf, wissenschaftliches Beiwerk anzi führen. Vas er von cjgr Tendenz des Nachmanides sagt: »Aber aus fiesem Wunschenach Popularität hater nicht etwi .der Menge unerlaubte Zugeständnisse gemacht«, hat er in seinem; eigenen Werkbefolgt, seine Absicht, aus detp Rahmen dar Zeit* den jüdischen Menschen des '13. Jahrh tnderts nervortEeten . zulassen, ist ihm in dieser nach ja irelangem | Studium abgeschlossenen Arbeit In Erfüllung gegangen. ■ | * S. L. e v i, Mainz. i ■ ' I Monatsschrift für Geschieht^ und Wissenschaft des Judentums. Das Februarheft der MGWJ eröffnet ein ebenso . lehrreicher wie gemeinverständlicher 7 aifsatz voh A. Lcwkowitz über neuere Schriften ztir jüdischen Philosophie der Neuzeit. Die Bilder Spinozas und Mendelssohns, an denen Erforschung der Verfasser selbst führenden Anteil genommen hat,, tretet) deutlich vor das Auge des Lesers . Lieber die Palästina- Sehnsucht im Mittelalter berichtet h . J». Zimmgls auf Grund 63