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Der Orden Bne Briss · 1930-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 3 - März
Date
1930-03-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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gewohnte Grundwort aller Erfahrung, das Wörtchen »und«, wird dem Denken au gezwungen.« Gott und die Welt und der Mersch — das sind die drei Elemente, in die das künstlii h erdachte und daher unwirkliche »All« def Philosoph« n immer wieder aus» einanderfällt/ mit ihrer Darstellung hebt der »Stern vom Menschen, von nichts. Diese drei der Erlösung« an. Von Gott, der Welt wissen wir »an sich« »Nichtse« für das Wissen bilcen als Substanzen für sich, als »Vorwelt«, den Inhalt dessen, was die heidnische, die, denkerischel Geisteswelt' ausrrtadn, was Hellas, Indien, China erdacht haben: den in seinem metaphysischen Sein verborgenen. G5fctr, die in ihrem metalogischer Sinn versiilossene Welt, den in seinem metaethisd en Selbst stummen und einsamen Menschen. Dies Heidentum ist aber ' »kein religionsphilosophischer Kihderschreck für Er* wachsene«, es ist einfach die Wjahrheit, nur in elementarer und unoffenbarer F 5rnh: es wird dann zur Lüge, venn es mehr ah immerwährendes Geheimnis, nämlich Offenbarung sein will. Mit der Vorstellung der Gegenstände des »feinen« Denkens befaßt sich der erste Teil des Sterns der Erlösung: er erarbeitet mit ei lef Methode vor allem Sprechen, mit der des mathei natischen Zeichens,' die Tatsächlichkeiten, die uns vor der »Möglichkeit/ das All zu erkennen«, übrig bleibe i. Die Philosophen haben das All solange für denk >ar gehalten und in einer »eigentlichen Einheit« denkbar zu machen gesucht, bis namenloses »Wesen« der greifbaren Wirklichkeit ewig unvermittelbar gegenüberStand und bis der denkende Mensch selber in den da* zwischengähnenden Abgrund defe Geistes hinab* stürzte: d a s Nichts — das ist jener Abgrund. Jetzt, da die Elemente als soloe neu bestimmt sind, kann erneut weitergeschrit ep werden. Die lebendige Beziehung zwischen de > Elementen darf gesetzt werden, in der die Wirklichkeit sicht* bar wird. Dies, geschieht durch das Erzählen der »Ereignisse«, die hier nicht zu theologischen Begriffen werden, sondern als w irkliche Begeben* heiten da sind: Schöpfung, Offe ibarung und Er* lösung. Sie binden die Elemenre zur Bahn, zur zeit wirklichen Ordnung. Der Uebsrgang vom ersten zum zweiten Teil des Werkes fü irt nun vom Ge* heimnis zum Wunder. Am Bi de der Problem* geschichte zeigt Rosenzweig, wie es heute die Philosophie wieder vermag, der Theologie das Wunder, des Glaubens liebstes Kind, als Zeichen in den Schoß zu legen. Dirch das Zeichen der Offenbarung wird das Geheim nis der Schöpfung entsiegelt. Der stumme Mensd, nur Geschöpf, tritt, da Gott sich ihm liebend nä iert und ihm zur offenbarenden Antwort den Mund öffnet, aus seiner verschlissenen Welt heraus in den Tag unserer allzeit Erneuerten Welt: mit ihr wiichst er der Vollendung |der Sdjöpfung entgegen. In dem Dreitakt von Schöpfung — Offenbarung — Erlösung, die hier nicht Denkkategorien sein können, sondern einziges, einmaliges, zusammenwirkendes Ereignis mit wirklichem Anfang und wirklichem Ende, treten in dreifach wiederholtem Gleichnis der menschlichen und der göttlichen Liebe — das Hoielied steht bezeichnend im Herzstück des Buche s — der Grund der Dinjfe, die Gehurt der Seele, die Zukunft des Gottesrejches jn gestaltet-gestali ende Beziehung zueinander. Upd nun wird mit der Möglichkeit, das Reich zu prbeten, die Schwüle überschritten, die vonj der Welt zur ewiger Ueberweft der beiden Gestalten führt, an derer Lebendigkeit die Vorwelt | mit ihrer Formersrarrtheit keinen Teil mehr hat und in deren Tun dir allzeit erneuerte Wirklichkeit geheiligt wird: des Judentums und des Christentums Das Gleichnis des t Titels wird nirn erst voll sichtbar: im Feuer glüht das! ewig^ Leben, die Strahlen blitzen auf dem ewigen Wjeg, der Stern selber ist die ewige Wahrheitj. Dasjewige Leben: in ihm ist der Jude/ der ewige Wegf auf ihm finden wir den Christen. Voneinandergehlend, der eine den anderen sich »im Rücken wissend*, ihm fernab uid doch durch ihn in der Wirklichkeit gehalten und bewährt — so haben beiide ihr:n Anteil an der Wahrheit. Gott aber ist 4hier endlich darf gesagt werden: «Er ist — dip Wahrheit. Nicht die Wahrheit ist Gott, wie der Idealismus, wiediePhilosöjahiees wollte. Und er ist nidjt »Ales in allem«,'sondern über Allem, über der zpm »Wir Alle/erlöster Welt — der Herr. Dann} führt aus höchster Schau des »Welt* gleichnissek im | Gottesantlitz« das Ter hinaus: — ins Leben. — 0er Punkt ist ersairitten, an dem jegliches Buch| aufhärt, der Punkt au h, den der Denker setzt, um nur noch — aber erst dies »nur noch« ist Alles.— Mensch der Bewährung zu sein. Nachts Jüngst weckten j mich Gedanke, 1 und hießen sch dun mich Deine He ff lehrten" sic, wie Dein G^, mit mir Verflochten— Wunder, Lindsah fl ein gläubig Herz die 5 gedurft sich miß am Sinai erzc, Dich sucht’ ich in Gesichten, Dein Gfanz, in\ 11offen mir Aufscheuchte da\ mein Sinnen vor Deiner Herffichheit mich. Aus: Sechzig Hjymöen;und Gediciti Deutsch von Franz (losenzweig. Dir zu eigen Gnaden Reigen, 'hifd, die See fe, nie zu schweigen! nicht, afs hätt’ es 'igen? und vorßeizog i 'erahzusteigen. mich i>om Lager, Herr, zu neigen. te des Jehuda Halevi. / 52

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