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Der Orden Bne Briss · 1930-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 3 - März
Date
1930-03-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Das Zitat »Ins Leben« isl den Schlußworten von Rosenzweigs Lebensbuch » Der Stern der Erlösung« entnommen. Der auf di eses,Zitat folgende Vers aber hat acht Tage spätei eine Berichtigung erfahren. Am 29. September 1925 schrieb mir Rosenzweig <ich hatte ihm inzwischen das Du*angetragen und daran die Bemerkung geknüpft, es fallen, sich daran gegenüber zu werde ihm hoffentlich nicht sdiwe:- dem um nahezu 9 Jahre Aelteien gewöhnen): »Lieber Freund, es ist mir gar nicht schwer,- cazu habe ich das Du im Stillen schon viel zu ol t gesagt. Den Abstand zwischen un; macht gar nicht so der Altersunterschied obwohl ihn eine rund zehnjährige Spanne männlicher Welterfahrung noch vergrößert — denn Du wiarst mit zwanzig schon öffentlich, während ich mit dreißig noch zu Rumpelstilzchens Spruch tanzte — sondern ein Gefühl in mir, dem ich bisher durch die gewohnte Briefüberschrift1) Ausdruck geben durfte/ fast bedaure ich, daß das jetzt stillos wäre/ aber es bleibt ja als mein verschwiegener llnterton, wie bisher das verschwiegene Du. Wie ich diese Nacht meine Verse von neulich nochmal bedachte, merkte ich, daß ich gegen di^ Vorsehung etwas zu undankba ■ gewesen war. Es muß nicht kaum , zwei Jahre heißen, sondern ♦ ■> Kosenzweig hafte seine Briefe an n^ich bis dahin immer mir ^Verehrter Freund« begonnen. } Franz Rosenzweig und die Akademie. Von Br. I. E1 b og e n - Berlin. Am fernen mazedonischen Kriegsschauplatz beschäftigten das Denken des Sanitä :ers Franz Rosenzweig zwei Fragen jüdischen Sdiicksals und jüdischer Zukunft: die Frage einer Intensivierung des jüdisch-religiösen Lebens in Deutschland und die der Sicherung des Nachwuchses für jüdisch wissenschaftliche Forschung. Für beide sah er eine gemeinsame Lösung in der Schaffung einer demie für Wissenschaft des Judentims«. kaum drei. Ich habe ji die letzten Worte des »Sterns« schon am 16. 2 19 geschrieben — freilich dann das Jahr 19 dpdi noch recht eigentlich fvdrjubelt, verfahren, ver chwärmt. .Erst als ich ldafin Edith-) fand, war die Frankfurter Stellet reif und bekam mein Schwert einen Griff.') Daher alsjo der Irrtum in der Zahl, —'der eben, kein bloßer Irrtum war.« nä h Wir pflegten seither jeden Buches Gedichte auszu: fünften der Fünf Bücher zu die folgenden Verse, in mannigfaltigen Erfahrungen »Welt« spi.egeln: der: der Vollendung eines tauschen. | Ais ich mit dem Ende ^rar, bekam ich n Hunior sich unsere mit der jaufnehmenaeri Ein dre iviertel Jahr schon seit zuerst wir Schmechten die Wan den Siebzig Bis zu Rase ’i Neuere dazu, jud', Christ, zuru/ts uns aus zwei Jahrtai s, Du ehr die IJhr tichtadh, sei Athen Schmach. uftd R dBh, n ganzer*, Sach, — enden . chasah 1 * Zwar auch mächtig aufgeregt bat sich das Pach, und neuaulgemalt mit modisd rotem L)ach aus/uhr gegen uns manch au/ letahelr wrach, zu jauchzt ihm der Gänse .Gach, der Tlösche Qj/ach, wir entnahmen aus dem Lärn. nur dies: chasah / Noch, gezieätt uns nicht der Ji fünfzehn Kehren noch steigt noch harrt mancher harbe Pose h jo hi hilaumsfrach, . hoch Wegs Zichzach, unsres Psah, manche harfe Nuß au^ unser kritisch „hnach-L", -. wiij^einandcyrufen uns, w’nis chasah! -') Seine Frau. ®) Er meint das von .»Freie jüdische 'Lehrhaus«. Man lestidas Motto des des 45. Psalms. ihm. I qegründete und geleitete Sjtern« im Zusammenhang Aka- Das religiöse Leben sollte eine tiefere Gru ldlage erhalten in einem erneuerten Religionsunterricht, durch Wie derherstellung des unserm Bewußtsein immer mehr entschwindenden »jüdischen Lebens« Führung dieser Aufgabe war einer fenden Kategorie des jüdischen lehrers« zugedacht, der zugleich Träger der wissenschaftlichen Forschung werden, seine Zentralstelle finden, von in ihr schaftlichen Aufgaben erhalten sollte. und Leben sollten einen Bund eingeh :n, sich gegenseitig/verjüngen und befruchten. »Dir'Geist des Judentums verlangt nach eiget en Heim- und Pflegestäken. Das jüdische Bildu igsproblem auf allen ist die jüdische Le- Daher wäre es Pflicht Die Durchzu schaf- Religionsober- Stufen und in allen Formen bensfrage des Augenblicks«! der deutschen Judenheit, eine F iesenanstrengung zu machen, entsprechend dem Wchrbeitrag von i913, einen »Lehrbeitrag« von zehn zubringen, die Akademie zu Mittelpunkt des jüdischen Bildungswesens zu stellen. .Herrn i — sie zerdiesen Worten des seinen Offenen Brief Millionen Mark aufc brächten und in den »Zeit ist's zu handeln für den niditen Deine Lehre«, mit 119. Psalms schloß Rosenzweig an Hermann Cohen, in dem eseine Idee an der Hand eines wohldurchdachten Pia is,entwickelte. Unter diesem Titel sind seine von gl ihendem Idealismus der Akademie erfüllten Gedanken äudi Ende 1917 in die öffentlich neu seine wissenkeit gekommen und von ihr Wissenschaft *> Sie sind zuletzt in Rosenz« S. 7 ff. abgedruckt/ vgl audi daselbst liskutiert worden.*) eigs »Zweistromland«, S. 271, ■ 49

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