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Der Orden Bne Briss · 1930-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1930-02-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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! nialen Agitator, ünjd Organisator Lassalle uns näher zu bringen, den Vorkämpfer der soz alen Demokratie, der in der von ihm i(is Leben getufencn Arbeiterbewegung die Stellung e nes Diktators einnahm. Weniger bekannt ist der breiieren Oeffe ntlidhkeit die Rolle des »Kommunistenrabbi« Moses Heß, eines Vorläufers von Theodor Herzl. Von der Nachwelt fast vjcrtessen ist auchj wie Schay bemerkt, die Gestalt Johann Jzeobys, des Vorkämpfers republikanischer Staatsgesinnung,!d*r Friedrich W|lhelm IV. zurief: »Das eben ist das Unglück der Könige, daß sie die Wahrheit nicht hören wollen.« Fili| Gabriel Riessei verband sich beim Kampf gegen das despotüMbe Feudalrrginent das besondere Inter« esse des unterdrückten Juden mit lern allgemeinen Interesse des unterdrücktet) Bürgers. . Er ist im besten Sinne ein typischer Vertretet per damaligen < eutschen Judenheit, die — wie noch heute —j |n überwältiget der Mehrzahl der bürgerlichen W irtsthaftssdjicht angehörte Er kann als Vorläufer des Centralvereins deutscher Staat: bürgcr jüdischen Glaubens »kommender Dinge«, dessen g inzes Leben mit seiner Einsamkeit und seinem Zwiespalt nicht minder tragisch war als sein Ende. In seinem Schlußwort wir! t Schay die bange Frage auf, ob der Judenhaß je aüfhören werde, ohne daß der Jude nicht nur sein Judentum, sondern auci sein Judesein, seine Geistigkeit, sein Bester opfere, ohne gebe, die Welt zu verändern seit Jahrtausenden in sich trage tragischen Konflikts mit der Menschen — nicht nur den Jude: i — gegenüber aufwerfen, »die töricht genug ihr vc lies Herz nicht wahrten?« Hat man nicht allgemein die Männer, die der O: ffentlichkeit ihT in die Zukunft und Schaui i gelten, der sich Rjessers gegen die ’ richtete Sätze zu leigen gemacht weisendes Gefühl kreuzigt und verbrannt«? der deutschen Pol tik ist ’ F daß er seinen Willen preisnach einem Idealbild, daß er Muß man diese Frage des Gesamtheit aber nicht allen. n offenbarten, .»von' je ge- Sdizys Schrift über die Juden in beichtend und anregend zugleich. - itz Goldschmidt (Spinoza-I-oge) Forderung der Taufe gehst: »Wir wollen dem deutschen Vaterlafde angehören, Iwir werden ihm allerorten angehören. Es Haan und darf tund mag' von uns alles fordern, was es ^on seinen Bürgern zu fordern berechtigt ist. willig werden jwfr ihm alles odfern — nur Glauben und Treue, Wahrheit dnp Ehre nicht/ penn Deutschlands Helden und Deutschlands Weise haben uns nicht gelehrt,j daß man durch solche Opfer ain Deutscher wird « Daß nicht nur Ider wissenschaftliche Begründer des Sozialismus sondern lapch der Schöpfer der Lehre vom »christlichen Staate« jüdischer Abstammung gewesen -ist, wissen leider nur sehr wepige. Schay schildert uns auch die Ent- Belehrung ui d Mahnung'. Aus nachgelassenen Schriften von Rabbiner Di). XII + ljpß S. Verl br, RM 4,20, geb Salomon lireuer. Erster Teil, Genesis, ag" 1. Kaufmann, Frankfurt a. M. ' Preis RM 5,70. . des I. B. M. sind im modernen Sinne und enthalten eine , der die Ideologie für den käste schuf und mit dem Wicklung von Friedrim Julius Stah, machtpolitischen Kampf der Jünkei I »Fanatismus des Apostaten, der si h zu Unerbittlichem Kampf den Gegner sucht, tnldem er seine! eigene Vergangenheit bekämpfen kann«, der Wegbereiter der preußischen Konservativen Partei wurBe. Durch die Federl Schays wirc uns ferner die, politische Laufbahn Eduard Liaskers, des M tbegründers der Nationalliberalen Partei, mit ihren Erfolge t für Deutschlands Einheit und Größe und njit ihrem trag sehen Abschluß: lebendig, ebenso die sympathische Gestalt seines - Freundes Ludwig ' Bamberger. Bis in die Gegfenwart führen uns die Schilderungen des greisen Sozialisten Ekiuard Bern teio, des Begründers des »Revisionismus«, und des viel' zi i früh dahingegangenen, in;den ersten Tagen dos Weltkrieges gefallenen sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten 5r. Ludwig Frank. Schay wird auch I der vielv« rleumdeten Denke-rin und Kämpferin Rosa Luxemburg gere ht, die zwar eine radikale Sozialistin, jedoch niemals — wie das Bürgertum von ihr glaubte und noch glaubt — eine Anhängerin der blutigen Methoden des Bolschewismus gewpSen ist. Kurt Eisner war ein erbitterter Gegner nes Kriegek und der Bewilligung von Kriegskrediten, stand hber vor di m Kriege auf dem zechten Flügel der Sozialdemokratie. Den > Aufbau des Reiches nach dem Zusammenbruch I diente se bstlos Hugo Preuß, der Schöpfer der deutschen iReichsverfi ssung. Auch der Einfluß : der Journalisten Theodor Wolff und Georg Bernhard auf das deutsche öffentliche! Leben d trf nicht zu gering eingeschätzt werden. Den Abschluß Jer Charakterbilder bringt die Schilderung des Wirfeckaftsphil isophen Walther Rathenau, des Reichsaußenministerm der die /on Stresemann erfolgreich fortgesetzte Erfüllüngspolitik eing Beitet hat, des' Propheten Einfällen und fein den Schriften von Wochenabschnitt Ziehung der bekam: von seinen Söhnen Sch’ma-Bekeni.tnis, empfunden, — gen kennen, das müsse!: Zu dem Sch’ma gehört auch f. Die vorliegend :n Betrachtungen'zü den Wochenabschnittm weder Predigten noch Schriftausfegungen sie erinnern vielmehr an das alte Magidus Fülle von Bibel- und Midraschstellen,' die eine eigenartige Deutung ui d Beleuchtung eriahrgg. Auch fehlt es in den einzelnen Be rachtungen nicht an geistreichen pointierten Mahnungen, wie wh^pi* aus S. R. Hir;eh kennen. So z. B. im letzten Wajechi, c/o der Redner bei der Heranren Mich ischstelfe izum Abschiede Jakobs auf das »ch’ipa zu so führt er aus, igt noch n wir aheh durch den Gotteswillen jedem Atemzug ur seres Loens, mit jedem Splitter unserer Habe! ... Mit unserem ga izen Vermögen. Eine Liebe, cs sein mi)ß, die schwersten Opfer und SchaUm. an dieser Predigtart mit kunstvoll pil« wenn Traum die nicht gewillt ist. zu bringen, ist eitel Der Leser, det pulistischrm Aufbau an Wissen und gestärkt in aus der Hand leger. »Das Wesen des A Graf Coudenhovetisemilismus nach cem Kalergi, Paneuropa«|Verlag R. N. Coudenliove-Ksli das We nit jede1 »Regung sprechen kommt. Das wenn es noch so. tief lange nicht. Wozu wir uns bedie Tat verwirklichen, havto, die Hingabe an unseres Herzens, mit Geschm idc findet, wird sicherlich bereichert seiner Frömmigkeit das Büchlein F. nkisemitisaius« von Heinrich Kalergi, eingelehet durch »An- Wfltkrieg« vjon R. N. Coudenhove- 1929. Irrgi, seines Vaters, das i n Jahre Verlag neu herausgegeben die sich auf die Situation leitet. Wie man aud^ i vorgetragenen Anschauung: n die klaren Formulierungen die strahlende Lauterkeit Vaters für die Vergangenhi it bietet eine Fülle belehrende t sich mit ihm zu -beschäftige t. — 41 — dei Sohn, hat das Buch 1900 ersd.itnen ist, i.m Paneuropa- und mit längeren Betrachtungen, der Gegenwand beziehen,' eingencr zu d^ri von. Vater und Sohn sich stellen mag, —. man wird des Schines für die Gegenwart, und den Gerechtigkeitssinn des bewundern müssen: Das Werk Tatsachenmaterials. Es verlohnt, A Gdt

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