Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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primitiv national betonte ur gegensätzlichen, jede Der Verfasser untersudt dam weiter die wesentlichen Schwierigkeiten einer solchen Verst indigurg, die im Gegensatz zwischen Orieat und Ok tident «gründet seien. Er stellt dem Araber, dem Fellachen, den europäisch empfindenden und erzogenen Chaluz gegenüber, desser Einstellung ij>n von vornh rrein : Verständigung ablehnenden Stellun jnahme hinneigen lasse. Ein weiteres tragisches K onflikts noment erblickt der Verfasser in der »nur jüdisch« n Arl eit« und dem »Selbsfverwaltungsproblem*, das eher bei verständnisvollem Entgegenkommen am ehesten geeignet sei, Wege zum- Ausgleich zu bieten. Der zionistischen Bewegtng stellt* der Verfasser in dem letzten Teil seiner Ausführi ngen lie nationalarabische Bewegung, ihre ■ Entwicklung, ihre Propaganda und die Auswirkung auf die mohammedanische Ausland gegenüber. Er schließt mit der Hoffnung, d aß es der Jewish Agency gelingen möge, eine Verstiindigui g zwischen Juden und Arabern herbeizuführen, auf daß «in Weg gefunden werde,' der dem Heiligen Lande bald und Welt und das arabische Frieden wiedergibt. Paul Fiebig: »Der Talmud«, seine Entstehung, sein Wesen, sein Inhalt unter besonderer Berücksichtigung seiner Bedeutung für die ^eutes amentliehe Wissenschaft. Leipzig 1929, Eduard Pfeiffer,| 140 5. auf die Dauer Ruhe und 'Ludw g Rosenberg (A.E. L>! Per.Verfasser gehört zu efeaje ligen nichtjüdischen Theologen, welche die mannigfachen Ver rnglimpfungen des Judentums und seiner Lehre aufs entsdi edenste bekämpfen. Das haben seine früheren Schriften zur Genüge bewiesen, so besonders: »Das Judentum von Jesus bis zur Gegenwart*, ■ Juden und Nichtjuden«, »Jesu Bergpredigt, rabbinische Texte zu ihrem Verständnis*. Zu diesen Schriften gesellt sich jetzt »Der Talmud« Fiebig will durch dieses Buch zunächst weiteren Kreisen das Wesen dfcs T ilmud verständlich machen und so eine gerechte Beurteilung dieses »Hauptwerkes der Juden« herbeiführen. Diesen Zw :dc glaubt er am besten dadurch erreichen zu können, daß er nach einer kurzen Darstellung der Entstehung des Tälmu 1 und seines Wesens eine Reihe von Texten wörtlich Vorfahrt, an deren Hand der Leser eine selbständige Einsicht gewinnen soll. Die geschickt ausgewählten Texte, die einen Einblick ii die Mannigfaltigkeit des talmudischen Stoffes gewähren, wer den mit so anerkennenswerter Klarheit interpretiert, daß ihr Verständnis. auch dem Xichtfachmann. nahe gebracht wird. Der Leser soll nach der Absicht des Verfassers einsehen lernen, daß es im Talmud immer darauf ankommt, aus welcher Zeit, von welchem Rabbi und in welchem Zusammenhang irgend etwas gesagt oder überliefert wird,- er soll erkennen, laß es nicht angängig ist, Einzelheiten aus dem Zusammenhang zu reißen und auf Grund solcher Zitate ^ein Zerrbilc vom Judentum zu-entwerfen, er soll sich darüber klar «erden, daß es sich in den talmudischen Diskussionen um praktische Rechtsfindung, nicht um sittliche Wertungen handelt. Besonders ausführlich bespricht der Verfasser einige tädmc dische Erörterungen, die das Verhältnis zwischen Juden un« Nichtjuden zum Gegenstand [haben. Gerade auf diesen’ heiß umstrittenen Boden will er durch vorurteilsfreie eingehe ade Untersuchung Klärung bringen und so zgr Verständigur g und zum Frieden beitragen! Wie stark der apologetisch e Gesichtspunkt für Fiebig in den Vordergrund tritt, ist darai is. zu ersehen,, daß er auch Angriffe abwehrt, die gar nicht de n'Talmud gelten, so z. B. die auf Grund des Kol nidre gegen das Judentum erhobenen _ Beschuldigungen. In (zweiter Linie sucht der Verlasser die Bedeutung des Talmud jfür die neutestamentliche Wissenschaft zu erweisen. Schon dje wenigen dargebotenen Texte lassen den Leser ahnen, Vie hoch die Kenntnis der nbbinischen Literatur für das Verständnis des Neuen Testa Inhalt' zu bewerten ist. Wird nun die Widrigkeit der Heranziehung d :s Talmud für die Er- . kenntnis und Beleuchtung des ne.utc stamentlichen Stils hingewiesery so wird andererseits stär cer und eingehender die Unentbehrlichkeit des talmudischen Stoffes für die Beantwortuhg sachlich» Fragen betont. So können meint, irn Vordergründe des Interesses liehe Probleme wie: der Prozeß Jesu, mahl ohne Befragung des Talmud nich weise ge öst Verden. Fietigs Schrift, deren Wert durch verhältnismäßig um fangreiche Literaturangaben noch erhöit wird, verdient es, in . jüdischen wie nichtjüdischen Kreisen finden. Sie kann den jüdischen LeseriJ mannitfiiche Anregung bringen und den Talmud erwecken,- sie kann die n anlassen das meist auf'Nichtkenntnis den vie geschmähten - Talmud zu re\ idieren. Zu erwägen wäre es, ob es nicht Aufgabe jüdischer Verbände, so auch ^er Logn sein sollte, diese wertvoll: Aufklärungsschrift in weile n chtjüdische Krejse gelangen Sache der Wahrheit und des Friedens ’• k Dr. H e r m a n nents nach Form und einerseits nur kurz auf z. B., wie der Verfasser stehende neutestamentdie Messe, das Abendbehandelt, beziehungsweite Verbreitung zu besonders den Laien, bei ihnen Interesse tür chtjüdischen Leser verberuhende Urteil über u lassen und so der zu dienen. i C oh n <A.G L.).' Po I i y Rudolf Schay: »Juden in daß es führlich stalten. k«. Welt-Verlag, Berlin. In düi ur d al>e U:l Vcn einem bekannten Anwalt, der knappe, das Wesentliche hervorhebc zureiche s pflegte, wird erzählt, daß weise cem Gerichtsvorsitzenden in umfangt eichen Schriftsatz übergab präge, weshalb diesmal » die Eing sei, er« iderte, er habe keine Zeit Rechtslage kurz darzustellen. Diese leichter ist, einen umfangreichen zu behandeln, als -ihn in ged Rudolf Schay hat die schwier wesentlichsten Punkte behandelnden von Juden in der deutschen Politik zu Weise gelöst. Besonders gelungen Werkest in der er auf 19 Seiten die lands von* 1815 bis zur Gegenwart, Republi t, die Kämpfe des Bürgertums das Eingreifen des neuentstehender in diese Kämpfe sowie die sozialen Juden in dieser Zeit und die Einwirk auf ihre politische Stellungnahme Schild: Dieser Einleitung folgen kurz bedeutendsten deutschen Politiker Am ausführlichsten behandelt Schay als einejn der ganz seltenen Menschen, errungeh haben, den noch heute Tauiei Jcämpfei und .den Millionen als Küi besseren Zeitalters lieben und verehren liehe System der marxistischen Lehre sich Sd ay im Rahmen seiner Darstellun Leichtei’ als den Theoretiker Marx w*i Ven gef a jül der deutschen Ganzleinen 7 RM. bei Gericht nur kurze, nde |Sdiriftsätze einer einmal ausnahmsr Verhandlung einen auf die erstaunte so lang geraten gehabt, die Sach- und Anekdote zeigt uns, Stoff breit und ausängter Form zu ge-, i^e Aufgabe, einen die berblick des Wirkens;eben, in vorzüglicher die. Einleitung des Entwicklung Deutschem Feudalstaat iur mit dem Junkertum, lndustrieproletariats lältnisse der deutschen g dieser Verhältnisse rt. ßte Lebensbilder der isdier Abstammung, nit Recht Karl Marx die Unsterblichkeit nde hassen und beider eines künftigen* Das Wissenschaftwiederzugeben, muß g natürlich versagen, r es für ihn, den ge» die 40 -i