Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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B.Jacob : Auge um Aju g e. Philo Verlag, Berlin'. Der ernste und vielbeleseie Bibelforscher Br. Jacob in Dortmund hat in der vorliege iden Schrift einen der größten und inhaltsschwersten Säue des ältjüdischen Rechts, der den Geist der alttestamentarischen gi setzlichen Bestimmungen dartegt, zum Gegenstand einer Vi irischen, vorurteilsfreien und ausführlichen Darstellung gemac it. Das Gesetz vom »Auge um-Auge* (Exodus 21,23 ff) lat durch den Mangel eines richtigen Verständnisses und duith eine Verkettung von alten und neuen Anschauungen in m Indien Kreisen, insbesondere in den dem Geist der alten 1 Übel nicht wohlgesinnten zu der falschen Auflassung gefühn, als ob die jüdische Moral Rache und Vergeltung predige und nur auf der »andeien Seite« Liebe und Milde vorherr di<. Wohl könnte man in der gel lieterischen Kürze, mit welcher der größte Teil aller Gesetzesbe timmungen und Forderungen kundgegeben wird, eine Mög ichkeit von Härte erblicken, die vielleicht ganz besonders lei den Vorschriften über Be» .strafung und-W’iedervergeltung ihren Ausdruck findet, ater dieser Einwand allein würde s< hoa genügen, um .die Not» wendigkeit der mündlichen Trsdition zu erklären. Nach einer ausführlichen Darstellung Jes. jüdischen »MiSchpat«-Be- , gr.ffes in- Seinen sachlichen und persönlichen Zusammenhängen und durch eingehende Darlegung einiger darauf bezug» nehmenden Vorschriften beweist derj Verfasser die Unmöglichkeit, idie Anordnung des »Auge url Auge (und damit auch der anderen wie »Zahn um Zahn«) wortgetreu aufzufassen. Um die Art der Bestrafungen bei körperlichen Beschädigungen ddm biblischen Geiste entsprechend zu erklären und verstehen zu lassen, geht Jacob auf die Strafen der Tora selbst ein. getragen von der Achtung yor i lern Gebilde des menschlichen Leibes soll jede Bestrafung voll togen werden. Das Judentum kennt die Tcdesstrafe, die rach almodischer Auffassung durch ihre in der Wirklichkeit und det Praxis von fast gar nicht zu erfüllenden Bedingungen abhäng g war, so daß man von einem Vollzüge derselben und von einer Vollstreckung in den seltensten Fällen redeakorrnte.- a>er Folter und Verstümmelung sind der jüdischen Auffassung to 1 wesensfremd und mit dem herrschenden Prinzip wahrer F umanität so wenig vereinbar, daß die Schrift schon aus diesen Grunde niemals Verletzung und Schädigung mit gleichem tu vergelten fordern konnte. Jacob stellt göttliches Recht der menschlichen Justiz gegenüber und beweist an der Hand viele’ biblischen Stellen und deren midraschischen und talmudischc n Auslegung die Auffassung des Vergeltungsgedankens iq der jüdischen Lehre. Auch die Frage der Gegen» und No wehr vom jüdischen Gesichts» punkt aus wird kurz gestreift c nd dargelegt, daß sie in dem Bereich der Notwendigkeit lieg :n kann, aber sich auch hier sehr-vielfach von der Anschauur g nichtjüdischer Kreise unter» scheidet. Das Kapitel,’ in welchem Jacob die belohnende Wieder Vergeltung der strafend :n gegenüberstellt, wird besonderes Interesse befdem L4s> r erwecken. (Die wiederholte Fixierung des göttlicherr-vierbuhstabigen Namens wäre vielleicht besser unterblieben.) Nicht minder verdienen jene Kapitel besondere Beachtung, ii denen der Verfasser auf die Ursachen zurückgehr, welche di: falsche Aus'egung und Darheu to VI und 143 Seiten. Stellung veranlaßt haben und wieso cs die s noch in vielen Kreisen mit mentiert. — Die Gründlichkeit, die v liehe i Arbeiten Jacobs gewohnt sind, seinem neuesten Werke gezeigt unc einet höchst wertvollen Beitrag zu biblische Rechtsgesetz und zur Erkennten lehre gelten. Niemand wird dieses der dand legen. möglich ist, daß man en Falschheiten argu» r an den Wissenschaft» hat sich auch in diesem läßt diese Schrift als der Einführung in das is der jüdischen Sitten» Buch unbefriedigt aus S. B. 'Jüdische Familienforschung. gani V, Nr. 4. Mitteilungen der ( Fair ilienforschung. Inhalt: Vergangenes lebt — Kup ka, Breslau: Die 12 von Frier r priv legierten Judenfamilien in Breslau litze ’, Berlin: Unser Archiv (Fortsgt (ies llschaft — Otto Neumann, Berlin gjesd lichtliche Quellen, Jüdische Kaufman iTSfl bis 1804. — Max Markreich, Konsistorium in Bremen — Besprethiii folg Rac Mili Jear Toi i Eit bliothekarin Elisabeth ich dem Großen 1744 Dr. Arthur Czel» zung) — Aus unserer Wilmersdorf: Familiennsbriefe aus den Jahren Bremen: Ein Jüdischesngen — Suchblm. Klassiker der Weltliteratur ii Kul urkreise von Samuel M e i s e 1 Neuzeit, Wien. In den Blättern »Klassiker der :nde Dichter und Schriftsteller eir Homer, Anakreon, Vergil, Dante ne, Rousseau, Flaubert, Victor F on, Byron, Klopstodc, Lessing Paul, Heine, Gutzkow, Mickie«j toi u. a. Das ganze Werk wird 15 Heft : eitung und Inhaltsverzeichnis wetii. scheinen. Dje Hefte, von denen jedes mehre r Abhandlungen enthalten wird, sind a ~ür das r d suchen wir folgende Nummern unser :i ) Jahrgang 1919 1920 1921 1922 1923 1924 1927 1Q2S •Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr Nr. 7 uni 9 2 4 u 3 und 3 4. 3 4 12 Nr Nr. 1 Die lieben Brüder werden gebete i, Exemplare uns. zuzusenden Dezember 1929. Jahr» esellschaft für jüdische jüdisch-hebräischen , Heft 2, Verlag: Die . Weltliteratur« werde:. :'.-gehend behandelt: Metastasio, Cervantes ugo, Zola, Shakespeare. Herder, Goethe, Schiller, icz, Slowacki, Puschkin, umfassen. Titelblatt, len als letztes Heft er» e in sich abgeschlossene itch einzeln käuflich. archiv x Großlogenzeitung: Festnummer Nr. 12 Nr. 4 5 9 10 und Fest»Nr. i A . ihnen entbehrliche Großloge VIII. Für ZUCKERKRANKE die Spezialn&hrmittel GOLDSCHEIDER-K Berjin-Charlottenburg 4,! Telefon v C 4. VVilh« ron ARLSBAD S&üllerstra$e 60 Wilhelm Prospekt frei Postversand In? 539 ganz Deutschland. - 42 I