Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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g< I Der »Ort«-Qrganisation ■des durch die russische Gesetzenrsf unter den Juden zu lindern. Sie mit Erlaubnis der Sowjet-Regii auf genossenschaftlicher Grundls g •fabrik, eine Weberei und eine Sf i lang -/es, einen kleinen Teil ’kfcelung entstandenen Elends errichtete im Norden Rußlands mg einige jüdische Fabriken;e, und zwar eine Uhren» iegelfabrik. d;s In Berlin feierte am 6. Jam Sozialistenführer, der Kritiker und Begründer des Revisionismu:, seinen 80. Geburtstag. Durch und mit seinem um die Jahrhunde werk »Die Voraussetzungen und das . in allen Kultursprachen der in Berlin geborene Sohn' eir berühmt, ln seiner nach dem biographie legte Bernstein, der al politischen Gründen könfessiont I ein warm-empfundenes Bekenntni ar der Senior der deuts-hen marxistischen Sozialismus Eduard Bernstein, ne politische Wirksamkeit tweede erschienenen Haupt- Aufgaben des -Sozialismus«, erschien, wurde Bernstein, :s Lokomotivführers, Weltkriege erschienenen Selbstjunger Mensch aus parteilos geworden war, wieder zum Judentum ab. Am 6 Januar 1930 vollendete der bekannte Bibelforscher und Hebraist Dr. Simon Bernfeld aus Stanislau in Galizien stammend, studierte hauptsächlich an der Berliner Universität und sein 70. Lebensjahr. Bentfeld, «n ^der Berliner Hochschule für diei Wissenschaft des Judentums. Dann wirkte er eine .Reihe kon Jahren als Rabbiner.«Seit 1894 lebt er wieder ganz seinen wissenschaftlichen Arl eiten in Berlin. Er hat die Wissenschaft vom Judentum um eine große Reihe von Werken zum Teil auch allgemeinverständl c eher Art bereichert. Die Sowjetunion setzte, eine nach der Handwerker, die früher waren, von der Zuweisung mit seien. Durch dieses Gesetz sind Z werker in ihrer Existenz bedroht kam es zu Verzweiflungsausbrüch ü klassierter jüdischer Kleinbürger. Verordnung in Wirksamkeit, einmal Händler gewesen L efpnsmitteln .auszuschließen ‘ jhthauser.de jüdischer Handln Leningiad und Moskau n und Hungerrevolten de- Das~ amerikanische Einwa öffentlichte Mitte Januar seinen zwfi statistischen Bericht. Demnach Zählperiode <1. Juli- 1928 bis Personen in den Vereinigten Sta t Darunter betinden sich ca 13 000 Übe r In Paris fand eine wichtige Ionisation Association) statt. Siedlungen in Argentinien, Brasilfc sowie weitere Siedlungsmoglichkei und Beratungen abgehalten. — t qderimgskommissariat vermal im Jahreserscheinenden lind .während der . letzten Juni 1929>; ca 480 000 teil aufgenommen worden, udjen 3 EL tzupg der Ica <Jewish Colahdwirtsdiaftliche jüdische n,1 Kanada und Palästina wturden Berichte erstattet t :n geheißen. Unter den etwa sich vier Juden: Louis Das britische Parlament hat die Ehrungen der englischen Regierung zum Jahreswechsel gu fünfzig Ausgezeichneten befindet •Bernhard Baron,'der bekannte Phil, inthrop“, wurde Baronet und in den erblichen Adelsstand erl oben, die Privatsekretärin MacDonalds, Miss Rosa~Rosenb< rgr die Tochter eines ostjüdischen armen Einwanderers, er dielt den höchsten englischen Orden, den Orden des British Empire, ferner erhielten hohe Auszeichnungen L. L. Cohen, Pi äsident der Ica, und Honourable Michael Myers, Oberriditer von Neuseeland. Aus Konkurrenzneid und Araber, dem autblühenden jüdii Ressentiment versuchten die dien .Jaffa-Orangen-Exporf Steine in ,den Weg zu legen/ sie gründetem eine arabische Schiffsmaklerorganisation, die dauernd dpn jüdischen Export ersch|wert. So mußten während der ersten] beiden Januarwochen allein 60 OOO Kisten Jaffa-Orangen uiter Aufbringung eriietjlicher Mehr-Kosten auf dem Landweg nach Aegypten transportiert werden, um von dort aus in nie europäischen Impcjrt-Dampfer zu gelangen. Die vereinigten jüdischen Orangen-Plantagenbesitzer versuchten vergeblich, sich mit den fanattsierjen Arabern gütlich zu ■ einigen. Die jüdischen Apfelsinen-Bauern hoffen, dereinst einmal eine eigene ExportflottiHe für ihre Apfelsinen bauen lassen zu können. I i Seesen am Harz fand eine Führertaguhg des Deutschen Reichsausschusses jüdischer Jugendverbände stitt. Verschiedene soziologische und psychologische Referate über Organisation und Erziehung der jüdischen Jugend wurden gehalten. ln Livorno wurde ein jüdisches Musleum, das erste jüdische Museum Italiens, am 5 Januar erJäfTnet und eingeweiht. Es enthält Objekte und Dokumente über die Geschichte der Juden in Spanien* Portugal jnd Italien und ist sehr reich an hochinteressanten Kunst- und Kultur« gegenständen. Viele Gemeinden Italiens überwiesen deni Museum ihre seit Jahrhunderten aufbewahrten Kostbarkeiten und Sehenswürdigkeiten Die Errichtung in Livorno hat seinen Grund darin, daß sich dort das ais dem Mittelalter |stammende Rabbinatsgerichtsgebäude belindet, da«’ sich für=da^ Museum gut eignet. Viele wissenschaftlichen Vereine und Behörden Italiens sandten zur Eiöffnung Glückwunschtelegramme oder Vertreter. Das Ereignis bewies wieder einmal, daß in Italien keinerlei Antisemitismus existiert. j 1 ' I . I Der bekannte jüdische Volkswirtschaft^ und Publizist DavisITr i e t s c h wurde 60 Jahre alt. In Dresden geboren: studierte'er in Berlin, lebte jahrzehntelang 'at f Reisen und in Amerijca und hat Standardwerke über jüdische Arbeits-| Siedlungs- und Hilfsmöglichkeiten geschrieben. ■ i . * Am 5 Januar 1930 trat in Berlin die Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände des Deutschen Reiches unter dem yorsitz deS Kammergerichtsrats Leo Wolff zu einer Tagung zusammen. Rechtsfragen, organisatorische Angelegenheiten,: Fragen der Räbbinerausbildung und des Religionsunterrichts wurden hauptsächlich erörtert. Von Vertretern der kleinen Landesverbände wurde die in ihnen herrschende Notlage geschildert. Der ungarische jüdische Großindustrielle ungarischen Grubenaktiengesellschaft Eugen Bitten vieler katholischer Bergbauarbeiter dieset Kirche erbauen lassen. Der Kardinal Fütjsi weihte diese Kirche im Januar ein, berichtete über i nd fügte hinzu, daß Vida ein glaubenstr zeugtejr Jude sei. Der Papst ließ Vida durch sekretär Gasparri ein Dankschreiben und übermitteln. Die technische Hochschule zu Berlin hat dem Direktor des Aerodynamischen Instituts der Technischen Aachen, dem berühmten Flugzeugerbauer utid Vida Leiter der hat auf eine katholische tprimas Seredi nach Rom dareuer und über- Kardinalstaatsseinen Segen Hochschule zu Professor .Dr Theodor von Karman, einem aus Ungarn stammenden, überzbugungstreuen^ Juden, »in Anerkerinung seiner hervorragenden Verdienste um die Förderung der technischen Mechanik und um die wissenschaftliche Erforschung des Luft-