Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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er äußere Schwierig keiten zu" überwinden Mißtrauen und Furcht v or den damals noch sehr kirchlich eingestellten, B< hörden verzögern seine Aufnahme in deji alten Bjind. 'Schließlich gelingt es ihm, eine Empfehl ing j des Vorstandes an den Großrabbi von Marokko! zu erhalten, und nachdem dort die Besdineidu lg an ihm vorgenommen isr, weigert ihm auch lie Lissaboner Gemeinde nicht mehr die Aufnahme. NaHi Beendigung des Krieges, den er als Offizie aij der französischen Front jinitmadit, sieht er sich j an einem weiteren Ziel seiner Wünsche. 5r I führt 1920 eine Lissaboner Jüdin ßeim, md hat damit den Ruhepunkt erreicht, von dem ausj er weiter wirken kann. Seine Kinder lernen eifrfeg hebräisch, das er jebensc wie seine Gattin beherrsjht. Wie ist nun pastös ^ührerder Marranen geworden? Ich glaube, der Jüngling, der an ierjSyna- Sohn eines Zimmer Petrus ein Fischer. sprachen. Ihr seht lauter einfache, arme Menschen, ab^r erinnert Euch, laß audj Christus zu Fischern und! Bauern gesprochen hat, lund daß er selbst der <gOge um Ein kirchlichen Lehr aß ba , dpm die en frer id blieben. üpd der zu dei Que len j seiner religiösen, mystischen Sehnsucht Ivordringen wollie, war sichjseiner Sendung noch niihtbew jßtj Aber der Kontakt m t den Upglücklicben, die, gebrodien d rrd hunderte der Vei folgur g, lischem Zwiespalt litten, Jijden waren noch Chrisi en,k te jin ihm den unwiderstehlichen Drang, zu helfen, die B 'druckten a|ifzurichten und sie m t dem jüdkthen Selbstbewußtse n fcu erfül en, das ihn beglückte Capitän Barros de Bastos, <K*r Marmncn-Fflhrcr. £in Basros in der Stadt hätte uni zweifellos laufsdi uß 'eiche historische Arbeiten geschenkt, Früchte sehet Studien in den Ardiiven, wie etwa über die Juden im alten Porto, er hätte javiohl auch etliche Marianen durch den Zauber älter Ueberredungsku ist zum offenen Bekenntnis ihh die in Versammlung einberufeji er jüdischen Art ve an lassen können, aber nur Berührung mit de: Masse konnte die Kräfte hm auslösen, die hn heute zum Führer einer eck en religiösen, vom j idischen Geiste der Bibel ti der Propheten get -aj enen Bewegung machen, seine Botschaft ztleist Eingang fajnd, yie er rechten Worte auh der christlichen Umwelt über fand, das vi'd vielleicht verständlich, ich einen Teil der Ansprache hierher setze, er auf meine Bitte n k< instruierte, aus der ersten seiner Wanderpreisen: »Ihr seid erstaunt, so spricht er zu de t Christen — daß ich eine habe, um zu Euch zu nanns yär; und" der heilige hr seht bei uns manches,- was Euch sonderbar erscheint, z. B daß wir bei unseren Gebeten den Kopf bedeckt; halten / es. ist eine orientalische ^Sitte. VIrie man, beim Betreten (einer heiligen Stätte nicht «ein Kleiid auszieht, so glaubt der Orientale sein Haupt nicht; entblößen zu dürfen, wenn er zu Gott spr dir, und noch heute verhüllen Eure Frauen das ^Haupt mit einem Tuche, wenn sie die Kirche betreten.« Upd dann wendet er sich zu den Seinen: > Ihr wißjj, daß Ihr Juden; seid Sc hne eine)s Volkes/ das derzeit die Erkenntnisse des einen und eit zjgen Gpttes gebracht hat, aber Ihi habt n(chf den Mut gehabt,* Euch vor djer Welt zu bekennen. Die Zeit ist gekommen, wo Ihr die verschütteten Quellen wieder dü fr fließen lassen, .ohne Gefahr für Euch und Eure Kinder. Se d stolz und wahrhaftig, denkt datan, daßj alle alten Völker, die die Juden bedrückt haben, im Laufe der Jahrtausende verschwunden $ind/ aber die Juden sind geblieben, als Gottesvolk, unc auf unserer heiligen Schrift baut sich idie heutige göttliche Welr äuf.« Und er Schilden jveiter, wie sie Zu ihm gekommen sißd, und wie sich durh Aussprache und Belehrung der Zwiespalt ihrer Seele gelöst hat. Lind da er nicht immer bei ihnen seid kann, schickt er ihnen seine Botschaft monatljdi ins Haus, die in portugiesischer Sp’adie geschriebene Lapid, die Fackd/ in 1000 Exemplareij kommt diese, fast ausschließlich yon ihm selbst verfaßte Zeitschrift indie Siedli ngen. In klei len Zirkeln wird ihr Inhalt besprochen, der von dej Geschickte und Sittenlehre des jüdischen Volkes be richtet, lund zunächst vereinzelt finden sie in ihr auch hebräische Worte und Sätze, die längstverklun jenes iü ihnen wieder ertönen lassen und sich i inen allmählich einprägen. Scheut sich .eine Famil e, deren marrapische Abkunft bekannt 'ist, zu seinen Versammlungen zu kommen, so schickt Basto« ihr zunächst seine »Fackel« ins Haus/ wird sie nidi abgelehnf, so .folgt bald ein Brief und eine persc »nliche Aussprache, und der Kontakt ist hergestellt. Man hat Bastos anfangs geraten, mit einer System: itisdien jüdischen Erziehung 20