Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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i eine ausgedekn :e Kprre spondetiz aufrecht und fördert auch die jüdische Entwicklung der Marranen, auf die er dunh einen Gemeinde die!A ufmerksankeir der jüdischen-Welt gelenkt hat. j ' Darf man sc Amzafal als den geistigen Mittelpunkt der Lissabwer Gemeinde ansehen, so kann man W. Terlo ils das so :iale Zentrum bezeichnen. Der Lebenslauf c ieses Mannes, ist bezeichnend für die Lebhaftigkeit seines Geistes. Mit 13 Jahren ti eibt es ihn a|us dem rus iisdien Städtchen Rowno ntch Palästina.; und 6 Jaire widmet er sich am Karmel der Weiibaukultir. In dem Verlangen.» seine Kenntnisse zu erweiiern, besucht er dann die agronomische Schule in Fankreidi und wird nach beendetem Studiut i Staatsb eamter im portugiesischen Handelsminisre;|iuin. Die folgenden Jahre sehen ihn an der ßjpitze zahlreicher Unternehmungen, sein Fradudanjph x fährt unter der blau-weißen, zionistischen Flagge nach (den Kolonien, Mit der Zionssehnsucht in Herzen hat er in 26 Jahren seiner regen Tätigkeit da« gastliche Portugal lieb« gewonnen und manchem dtirchreisenden Glaubensgenossen Erwerb imöglidil eiten oder Ueberfahrt nach den.Kolopiei verschafft. Sein Büro gleicht einer Zentralwphl ährtsste le, und seine Angestellten sind häüfig mit sozialen Aufgaben betraut. ln den letzten aus Polen ini Portugal Teil durch seine funden haben. ähren sind etwa 300 Juden eingewandert, die zum Fürsoige eine Existenz' ge- \uf seine Initiative geht der Plan zurück, Ostjud en in Angola anzusiedeln, und ich habe in seinen Ardi v den Entwurf eingesehen, der 1912 die ] lOrtugiekischeDeputierter.kammer beschäftigt hat unc alle Einzelheiten de - Besiedelung enthält Das Projekt wurde leider damals von Zionistischen Akti onskomitee abgelehnt und verlor seine Aktualität durch d?n , Krieg und die fol gende Entwicklung. Inzwischen ist das Problem der Be siedelung Afrikas in den Gesichtskreis der europäischen Wirtschaftspolitik getre ten. Ich kann nur hier auf die Arbeiten von Coudenhove Kalergi*) und Alfred Zintgraff*) Hinweisen,' sowie auf die Ergebnisse einer Anfang diesen Jahres ausgeführten Studienreise der polnischen Kolonisationsgesell ichaft**), die sich i Informationen be Terlo , in Lissabon holte. In diesen Tagen ist der polnische Graf Zzamoyski als erster »polnis her Pionier« nach Angola abgereist, um jm Aufträge der Kolonisationsgesellschaft »Pol-Angol a« Teriains zu kaufen. Es wird von der Be eitwiiligkeit der polnischen Re? gierung abhängen, ob diese Emigration auch in nennenswerter Zahl jüdische Elemente umfassen wird. _ Der polniscie Botschafter in Madrid, der zur Zeit in Lissabon cie Verhandlungen für.f einen portugiesisch-polnischen Handelsvertrag führt, hat in einem Interview mit dem Redakteur des »Seculo« folgende bemerk enswerte Ausführungen gemacht: »Es leben in Portugal etwa 1000 Ifolen. jüdischer Abstammung, ausgezeichnete Männer der Wirtschaft, die - sd icksalsmäßig den . Handelsverkehr zwischen Portugal unld Polen in die Wege leiten werden. C as Vorhandensein dieses geschickten Und ehrlid en Handelsvolkes ist eine Garantie dafür, daß die portug esischen Produkte leicht Eingang in Polen rinden werden«» Hier ist dem polnischen Juden eire Gelegenheit geboten, schöpfe« n es gelingt, den Kontakt mit al lebenden Juden herzüstellen Organisktionsformen zu finden.; Zufall ermöglichte es mir, in \ Carlos de BarrOs B'astos i den ich in seinem Wohnort! risch zu wirken, wei den bereits in Portuj und die geeigneten Ein glücklicher Lissabon mit Artu zusammenzutrejfen, *) I’aneuropa 5. Jatjrj *') Morze, März-M gang. Hi ft 2 u. 10. lieft 1929. Gesamtansicht von Toledo