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Der Orden Bne Briss · 1929-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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weder etwaige jüdisch« Legionen noch englisch^ Bajonette geeignete Mi ttel, die jüdische Aufbau« Arbeit zu sichern. Unc selbst wenn sie es wären, hätte diese Arbeit ihr« n Sinn verloren, bliebe sie für die Dauer auf soldie Mittel angewiesen. Propaganda. Seitdem nad> den erst rn Jahren des Bestehens unseres Ordens der Zustrom von J litgliedern in den einzelnen Logen einsetzte und besonder; die Nachkriegsjahrc eine überreichliche Zunahme brachten ' haben vir unsern Stolz darin gesehen, nur innere Pfopag nda zu treiben, d. h. die abseits stehenden Brüder zu aktivieren. Es sinn im Laufe der Zeit genug Wege dafür angege« ben worden: briefliche Ma inungen in den verschiedensten Tonarten, Besuche durch eisen oder mehreie Brüder, Aussprache in dm Sitzungen üt er die Einwendungen gegen das Logenleben |und über die M ttel zu ihrer Abstellung, Heimabende, Ernennung von Treubrüdern usw. Es ist klar, daß alle diese Versuche nur einen beschränkten Erfolg haben können. Wer sich infolge Mang :l an Bekannten nicht wohl fühlt, kann durch jdie Bemühungen der Mitglieder des Propaganda- Ausschüsse^ an den Sitzun| sabenden einem größeren Kreise ven Brüdeijn zugeführt we den. Wer vielleicht nur einer Ermunterung bedarf, um kl :ine Unbequemlichkeiten, die der Logenbesuch oft mit sich bi ingt, in Kauf zu nehmen, wird sich einem liebenswürdigen Zuspruch nicht verschließen. Wer durch intensive Inanspruchn; hme durch den Beruf nur wenig Zeit für allgemeine Interessen aufzubringen vermag, wird durch Äußerungen brüderlich rn Gefühls doch dann und wann veranlaßt werden können, einen Abend im Bruderkreise zu verbringen. Wem das Pro;ramm der Sitzungsabende oder die Formen des Logenleben t nicht Zusagen, dem kann die Möglidikeiti gegeben werden, in freimütiger Aussprache für seine Ideen ' einzutreten. Dt sinteressierte wird man besuchen und sie oft dem Logenlebec zurückgewinnen können, indem 'man ihnen in der Loge einen Wirkungskreis, eröffnet, oder indem man sie än Heimaben len teilnehmen läßt, die Wesentliches für die Vertiefung ces brüderlichen Gefühls und des geistigen Lebens zu leisten ve 'mögen. Achb die Einrichtung der Treubrüder, die den Neuaufge lommenen beigegeben werden, uod die sich um ihr Bekanntwcrd rn mit den anderen Brüdern, aber auch um ihr Vertrautsein m t allen mil der Loge zusammenhängenden Dingen zu bemü ten Haben, hat sich gut bewährt. Aber es bleibt doch ir imer noch ein Rest von Brüdern Übrig, die allen Versuchen,;ie dem Logenleben zu gewinnen, Trotz bieten. Dazu gehören einmal diejenigen, die für den Logengedankerf nichts übrig haben, für die eine Gemeinschaft nur unter | dem Gesichtswi ikel. der Geselligkeit in Frage kommt, unjd zum andern diejenigen, die in der Loge im besten Fälle eine Art Forti ildyngsschule sehen, der sie sich entwachsen fühlen. Natürli h wäre es richtiger, wenn diese Brüder den Loge wieder d.n Rücken kehren würden; aber "da es zum guten Ton gehör , einer angesehenen Vereinigung, wie sie der Orden darstellt, anzugehören, so lassen sie sich die Mitgliedschaft etwa/kost rn, ohne an die Erfüllung übernommener Pflichten zu der ken. Die Loge hätte wohl die Möglichkeit, diese Brüder luszuschließen, aber sie glaubt, ihre Beiträjge nicht entbehre n zu können oder auf soziale Stellungen [Rücksicht nehmet zu sollen* und läßt auf diese Weise die [Teilung in aktive und inaktive prüder zu.' Man wird also von1 c ornherein nur mit einem beschränkten Erfolge der inneren Propaganda rechnen können. Nun ■st Verhältni ise in den letz tt aber die ’rölligje Änderung der wirtsdiaftlidi en Jahren a sch auf die Entwickle ig der Logen nicht ohne Einfljiß geb ieben. Hatten wir Ibis vor kurzem einen sehn eilen I Anstief der' Mitgliederzahl zu verzeichnen, die sogar rinzelpe Logen 2ur Festsetzung ei es numerus clausus veraclaßte; .so werden in der letzten z eit allenthalben nur wenige neud Mitglieder aufgenommen. 1 as" liegt gewiß nicht daran, dhß der Logengedanke. wen;rr Werbekraft besitzt als ’rüher. Aud heute gibt es trotz Ier schwierigen wirtschaftlid en Verhältnis se. genug Juden, die ür höhere Dingf etwas ülirig haken,;a denen.es ein Lebe sbedürfnis ist, als Aus gleich gegen Inanspruchnahme dt rdi einen fast alle Kräfte erfordernden äeruf, im Verein oit Gleichgesinnten idealen Zielen nachzi streben. Aberdien ht geringen pekuniären Ai fordefungen, di£ der Orden an sc ne Mitglieder stellt, mache i es . rinem gi offen Teile sonst dui flau* geeigneter Angeh. iriger aller I lerjufe unmöglich, ei ier Loge beizutreten. Qei Mittelstand, aus dem sich zum ist' die Mitgliedek der Löf en rekrutierten, und der sich im IIgemeinen in einer gu en Wirtschaft ichen Lage befand, ist auf's, schärfste bedroht, besetzen Logen kaum noch die Sdon hat. d|e Mitgliederzahl Ier Logen de* deutschen D strikt i abgenc mtnen Wenn wir. ins nicht an andere-Kreise drei den, .indeneh wir neue Brüter werben iönnen, wird die Zeit nicht mehr fern sein, da (die , Ämter können. Schon heute best :hen hierfür besonc ers in den kleineren Logei die ^größten den jungen Akademikern, die stets interessierter Brüder abgebesi, gelingt schwindend geringen Te I, sich schnell zu schaffen. Wir mü isen jdaher au Angestellten zurückgre fen, die aber ihre* an und für sich mit gec ignrten Persönlichkei en Schwierigkeiten. Ur ter einen Stamm betone ers es, nur einem vereine gesicherte Posit on die große Menge itr nur eine kleine Sun nie schon, beschrän kten Budgets für all II meine Zwecke erübrigen können. Herabsetzung des .Eint ittsgc Ides und lichkeit geben, dem Orden be zutreten. Angestellten sollten vir fiir unsere die Propaganda, die wir bisher volle jereise übten, wieder mch außen traget. Wohlgemerkt, die Forderungen, die wir in dtp Chara ter des Kandidaten] an seine Eignung in geisiger und sitt sollen io keiner Weist herabgesetzt wir nicht streog genug sein/(aber ich Recht, einem Kreise t on Menschen Gemeinschaft zu verwi hrepj die sonst durchaus geeignet sind mit uns zu arbeiten, die sich auch in ^iner bis zu einem je wissen Grade gesicher en wirtschaftlichen Position bgfinc en, denen ihr Einkommen nur picht gestiftet, größere peku n|cn müssen wik di rch der Beiträge die M >g- .Unter diesen klein« ren Ideen werben und so IStolz nur im Brut eridier Beziehung stel en,-' (werden. Hier kö« icn glaube, wir haben .ein den Zutritt zu unii rer Opfer zu bringen. C b w r nun en der Beiträge kommen, ob gleichmäßig herabsetze it, eder ob w|r irgend ein Mittel anwenden, das spipll keine *0 große Rolle hieße den Logengedan cen — 20 — lltcfa zu einer Staffeln wir dieselben für alle Mitgl an. I< res abpr es i bm vollkomn en verkennen und Abbruch tun, wenn es uns! nicht gel ngt, hier den geefgi ic^en Weg zu finden, der uns diesen Kreis (erschließt. Dabei bin ich rai' vollkommen bewußt, daß mit einem solchen Yorgeben aud untere'Leistungen auf sozialem Gebiete vermindert werten [müssen. Aber*einmal schätie ich diese überhaupt nicht allzu hoch ein] zum pndern spielen sie im Vergleich zur damjt gewonnenen! Verbreitung des Lc g< ngedank«jns nur eine i intergebrdnete Rolle. Auch den E n* wurf sehe ich voraus, daß das geistige und gcsellschai tli he Niveau, der Logen di rch j vermehrte Aufnahme in mit Je rer Position befindlicher; Angestellter gedrückt werden kf nt te. Der geistige Hochstand ejner Loge ist im .wesentliche^ ein / i Ire ng «der

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