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Der Orden Bne Briss · 1929-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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An die Berliner Logen richtet er den Appell, ihre Brüder Künstler zu unterstützen — mehr um der Logen als um der Künstler willen. Er verweist auf die' Mendelssohnbüste von- Plessncr. . j Für die Durchsetzung des Beschlusses der Förderung desjüdischenBuches ist .es wichtig, eine Lösung zu finden. Es ist mitgeteilt worden, daß der Beschluß des Gene« ralkomitees vom Südwestdeutscfaen Logenverband einstimmig angenommen worden ist. In den Frankfurter Logen, insbesondere in der Hermann Cohen-Log« ist das nicht erreicht worden. Der Großlage ist ausführlich berichtet worden Durch die Einschränkung auf ein Buch wird die Situation noch erschwert. Er bittet, eine Anzahl von Büchern zu (nennen, an deren Spitze die Buber-Rosenzweigsche Bibel stehen kann. Br. Dörnberger-Dortmund: Der Wunsch derSpinoza- Logegeht dahin, der Großloge an ihrem Jubiläum ein Geschenk zu machen. In der Märkischen .Loge hat der Vorschlag Beifall gefunden. Es ist ein entsprechender Beschluß bereits gefaßt worden. Die Anregung der Spinoza-Logeist dankenswert, denn wenn die Not wirklich' so groß ist, dann muß bei Zeiten mit der Sammlung des Fonds begonnen werden. Der Fonds soB auch nicht nur für Kätastrophen außerhalb des Ordens bestimmt sein, er kann auch im eigenen Kreise Verwendung fiiden. Er hält für. notwendig, daß sämtliche Logenverbände sich mit .der Angelegenheit bei ihren nächsten Tagungen befassen. — Er fragt, wie weil die Frage des . Disziplinarverfahrens gediehen ist.' 5 Br. Frät kci-München: Bezüglich der Aufnahme Sn Kandidatei steht fest, daß für sie die parteipolitische i nstellung des Bewerbers ohne Bedeutung ist« Die Logen sollten sich m t der Frage des wahren Patriotismus mehr abseinandersetzen. Es würde dann die Ausartung bei parteipolitischen Auseinandersetzungen vermieden werden. Die alte Devise findet nicht mehr den erwünschten Nachhall. Für eifn Vertiefung des, Log.«nlebens ist größere Wahrhaftigkeit notwendig, die Brüder müssen aus der Phrase her losgeführt werden. Redner glaubt nicht, daß durch die Schaf ung eigener Logenheime die Logenarbeit verstärkt werden [kann. Die für den Erwerb eines eigenen Heimes eingezogenen Beträge könnten bess.ere Verwendung in der gegenwärtigen Zeit finden. Br. Kauffmann-Frankfurt a. M.: Die Aufrechterhaltung des § 1 der Allgemeinen Gesetze ist notwendig, um dem Präsidenten ’ die Möglichkeit des . Eingreifens zu geben, wenn in der Loge, dem einzigen überparteilichen Forum, die Ausführungen über den Rahmen hinausgehen. In der Wertung von Ziffern und'Zahlen muß eine Umstellung erfolgen. Eine Hilfeleistung . aus dem K a t a - Strophen Bonds von 3(00.— Mk. ist durchaus nicht als kleiner Betrag zu bezeichnen. Er verweist aut dieSammlungsergebnisse der Frankfurt-Loge aus Anlaß des Ordei.stages vor zwei Jahren und in diesem Jahr. . Wenn mit Bezug auf das jüdische Buch ausgeführt worden ist, daß den\ Bruder die Muße fehlt, es zu lesen, so möchte er erwidern, daß das nicht stimmt. Es fehlt das. Interesse. Dieses «her muß geweckt werden. Von diesem Gedanken ist auch Br. Großpräsident ausgegangen, als er ausführte, der Respekt vor dem jüdischen Geist muß geweckt werden, der Ben Briss muß diesen Respekt beweisen, indem er einmal ein Buch . kauft, das er nicht liest. Von dem in d$p letzten Sitzung gefaßten Beschluß, den Logen eine Auswahl unter einer Reihe von Büchern freizöstellen, sollte nicht abgegangen werden, wenn nicht die Handhabe geboten werden soll, den Beschluß nicht auszuführen. Freiliih darf nicht verkannt werden, daß der iVerlag Schneider, der die Buber- Rosenzweigsche Bibel herauSgibt, die Arbeit nicht fortsetzen, kann, wenn er nicht einen größeren Absatz dieser Teile -garantiert bekommt. .Er bittet, den Beschluß der letzten Sitzung beizubehalten. { ' Die Aufforderung an; die Logen, Bücher für kleine Gemeinden zur Verfügung zb stellen, würde über die Aufgabe der Loge hinausgehen. Wie schwer der Absatz von jüdischen Büchern ist, beweist der < geringe Absatz der jüdischen Jugendbücherbei verhältnismäßig geringer Preisgestaltung. Br A u e r b a eh - K|ö 1 n : Die Forderung des Maas er ist eigentlich erfüllt. Uni aber die Verantwortlichkeit der Brüder; die gebe/i können, zu stärken, ist es gut an alte Forderungen anzuknüpfen, auch die Anlehnung an den Wohlfahrtsgedanken ist zweckmäßig. Lim eine Verbilligung für das jüdische Buch zu erieichen, müssen mindestens 10000 j Exemplare gedruckt werden. Es ist zwar nicht richtig, v^>n dem Beschluß abzugehen, da es sich aber um die Bibel handelt, und eine Verbilligung nur dann züi erreichen ist, wenn eine möglichst gfoße Anzahl von Exemplaren abgenommen wird, glaubt er, daß die Logen, wenn ihnen das richtig dargetan wird, das Buch kaufen werden ' Es handelt sich doch um ein großes jüdisches Geisieswerk. j Eine wesentliche Verstärkung des Logenlebens ist notwendig. - Der Rückgang jist unbestreitbar. Der Logengedanke hat an Zugkraft eingebüßt. Es ist dies umso bedauerlicher, weil trotz vorzüglicher Leitung kein Fortschritt zu verzeichnen ist. Von (der Teilung der großen Lögen verspricht er sich nicht allzu jviel. Wenn in einer großen Loge die geeigneten Führerpersönlichkeiten nicht gewonnen werden können, wie will man sie in einer kleinen Loge haben? \>l Devise. Gegenüber den und Br. Posner betont e{, Zweck der Loge ist, ein notwendig auch die Sorge vielmehr die einzige Stelp breitet werden kann, phi Stellung es färbt, einfuführen, ist es notw Vordergrund zu stellen Handeln an die erste Stel Br. Redlidi-Nei die Zusammenziehung d außerordentlich verwässert gewonnen werden kann. Tagesordnung abgesetzt ganisation der Großloge beizuführen, ist gut. Ein nähme an der Sitzung zu — 2J4 — Neben dem Mangel an Führern und an einem geeigneten P rbeitspregramm liegt der Grund dafür, daß geistige Leute nicht mehr in die Loge hineingeführt werden können, in der Ausführungen ' von Br. Lewkowitz daß es nicht der Sinn und der Unterstützungsverein zu sein, so für den Bruder ist. Die Loge ist e. in der jüdisches Wissen verte daß eine bestimmte Parteieine Unf die Jugend stärker in die Loge hinendig, die innere Mission in den und Gradlinigkeit im Denken und e zu setzen. s s e : In den Logen ist es lebhaft begrüßt worden, daß ein l,ogenthema in den Mittelpunkt der Beratungen des Generalkomitees gestellt worden ist. Durch tr Diskussion ist die Aucsprache worden, so daß der Extrakt schwer Lieber sollte ein Punkt von der werden, als durch die Zusammenfassung von. drei Viertel der Tagesordnung die Diskussion zu verflachen. — Der Vorschlag für eine Umgestaltung der .Gr¬ und die Ausgestaltung der Logenverbände, u.m eine stärkere Verbundenheit mit der Loge herweiterer Weg wäre der, auch den Stellvertretenden, Mitgliedern des Generalkomitees die Teilermöglichen, indem ihnen die Reisekosten und Diäten erstat et werden. Bei der gegenwärtigen Uebung fehlt den stellver retenden Generalkomiteemitgliedern die Fühlung mit der Gro lloge, so daß sie sie auch den von ihnen betreuten Logen nicits vermitteln können.' Der Aufruf der Spinoza-Loge ist von der Humboldt- Loge in Neisse sofort auf genommen worden. Aber nicht als

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