Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 12 - Dezember
- Date
- 1929-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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einzusetzen, die dem Genera komitee in seiner nächsten Sitzung Vorschläge über die U ngestaltung der Großloge und -di« Ausgestaltung der Logenverbände, ihre stärkere Einflußnahme auf die Logen, vor legt. Gegen die Form, die für die Durchführung der Förderung des jüdischen Buches gewählt worden Ist, hat er Bedenken. Die Großloge kann große Forderungen stellen, abjer sie müssen erfüllbar sein. Der 'Beschluß des Generalkomitlces im April, den Logen für die Hälfte der Brüder 4 <-5 Bücher zur Auswahl zu empfehlen, war tragbar. Er sollte in dieser Form aufrecht erhalten werden. Nach dem Vorschlag cjer Kommission aber soll den Logen ein Budr empfohlen werten, das sie kaufen müssen. Die einzelne Loge würde dies a|si eine Bevormundung anseben. Gegenüber der Stellungnahme unserer Gegner, die den »zersetzenden Einfluß des Judentums« besonders betonen, sollte den Brüdern des Ordens nahegebracht werden, die jüdisch-ethische Arbeit höher z|i stellen als andere außerhalb de« Ordens Stehende. Wichtig1 Jür die Yertiefung der Logenarbeit ist auch die Verwirklichung alter jüdischer Forderungen. D e Marcus-Horovitz-Loge hajtj deshalb in der letzten Großloger.tagung den Antrag gestellj, zu erklären: ' »Die Großloge erachtitj er für die Pflicht einer jeden Loge, die Brüder auf die ‘besondere Verpflichtung eines Ben Briss zur Wahrtujfjmachung der Wohltätigkeit, der Zedokoh, hinzuweisen und zur freiwilligen Durchführung des Maaser zu veranlassen « ' Veranlassung zu dem Antrag war die Erkenntnis, daß in einer Zeit wirtschaftlicher Not at> jeden Menschen besondere Anforderungen zu stellen sind, Jgapz besonders aber an den Ben Briss, daß aber zur Ausführung die Nennung eines großen Zieles und die Weisurgj dfs Weges erforderlich ist. Die Mahoung an den freiwilli|[<jn Maaser bedeutet nicht die Einsetzung einer Instanz, die irgendwelche Kontrolle ausübt, sie ruft.aber jedem ins Gedächtnis, daß er ein Zehntel seines Einkommens nicht für egoistische Zwecke verwenden darf, sondern für andere hergeben niujß. Er bittet, dem. .Anträge -zu folgen und für die' Forderung^ die an, den Ben Briss stärker gestellt werden muß alb an den Außenstehenden, an die alte Forderung des Maaser anzuknüpfen. Br. Großpräsident Jajnkt Br. Hofovitz für seine Ausführungen. Er erteilt das Wort Br. Goldbchmidt-B trlln: Vor einer ganz1 kurz gehaltenen Hervorhebung einige wichtigen Punkte zu den Ausführungen der beiden Referent eri einige Bemerkungen über Wünsche des Jüdischen Frlrdensbundes. Der Gedanke des Jüdischen Friedensbundes ist Geist von unserm Geist, ist ein jüdischer Gedanke, ein Ordensgec la$ke. Es is.t als ein Erfreuliches innerhalb der Häßlichkeiten der Zelt festzustellen, daß eine Vereinigung der Konfessionen zum Zwecke der Verwirklichung des Friedensgedankens stattgefunden hat. Die Gegebenheiten der Welt sind augenblicklich so, ds ß der Krieg — im Gegensatz ’ zu früheren historischen Zeiten —■ von allen Konfessionen als unsittlich erklärt wird. Daraus lassen sich für uns, für unsern Ordensgedanken, bered itigte Hoffnungen, Zukunftshoffnungen schöpfen.;ßr. G. ist I berzeugt, daß die Wünsche deb Jüdischen Friedensbundes Zustimmung linden, welche auf folgende Punkte gerichtet sind: Förderung der Bildung t on Ortsgruppen des Jüdischen Friedensbundes durch Entsendung von Delegierten Anschluß der Großloge ani den Friedensbund, Mitunterzcicfanung der Größloge für die Kundgebung des Friedensbundes, die1 am 8. Dezember 1929 in Berlin stattfinden soll. <Bedenkcn werden nicht erhöben.) Br. J e s e I s d Leitung, •> vergl. Beschluß des Cien.-Kom von 1912. — 231