Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 12 - Dezember
- Date
- 1929-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Die Erläuterungen zt dem Abschluß sind den Brüdern zugegangen. Zu einzelne) Posten bemerkt er: Die Kosten derOroßlo gentagung betrugen25000.— Mk. Die Aufwendung einet sc hohen Betrages erscheint bedenk» lieb, und Ci werden Erwäg iingen einsetzen müssen, inwieweit die Kosten herabgemindert werden können. Die jährlichen Rücklagen von.5000,— Ml. reichen zur Deckung der Kbsten nicht aus. Es müßte eine Möglichkeit der Teilnahme an der Großlogentagung geschaffei werden, auch wenp das Gremium der Großloge selbst verkleinert wird. Die letzte Sitzung des Generalkomitees hat einen Betrag von 3000.— Mk. erfordert. Sitzungen, die außerhalb Berlins stattfinden, ko tten wesentlich mehr. Der Unterstfitzungsf inds für deutsche Brüder] ist außerordentlich stark in Ai isprtfch' genommen worden. Dem Fonds stehen etatmäßig 25000.— Mk. zu. Ausgegeben sind im ersten halben Jahr 23(00.— Mk., zurückgezahlt wurden 5000.— Mk., so daß für das nächste halbe Jahr nur noch 7000.— Mk. zur Verfügung sind. Auch dieser Posten zeigt, wie stark die Not im Brt derjereise ist, ihre Ueberwindung wird leider in absehbarer Zeit nicht möglich sein. Der Posten Witwen- und Waisen »Unterstützung hält sich annähernd in den Grenzen des Etats. Der Katastrophenfonjds (Adolf Kraus-Fonds) beträgt zur Zeit 4600.— Mjk., ein Betrag, der außerordentlich gering ist. Die Großloge muß für Fälle dringender Not, für Katastrophen mindestens 100000.— Mk. zur Verfügung haben, aus denen de ohne vorherige Befragung des Generalkomitees spenden kann. Es ist zu erwägen, ob nicht das fünfzigjährige Jubiläum I der Großfoge den Anlaß bieten könnte, einen solchen Fonds zu schaffen. Seitens der Spinoza- Loge ist ein einstimmiger Beschluß gefaßt worden, für die nächsten vier Jahre einen Kopfbeitrag von 5.— Mk. der Großloge für einen Jubilä unsfonds zu überreichen. Die Spinoza-Loge hät die ander :n Logen zur Nacheiferung aufgefordert, einige Logen, so jdie Akiba Eger-Loge, die Märkische Loge, die Humboldt)' Loge, u. a. haben gleiche Beschlüsse gefaßt. Kann mit einem einheitlichen Vorgehen der Logen gerechnet werden, so jbesteht die Möglichkeit, daß bei dem Jubiläum der Großloge im Jahre 1932 eine Summe zur Verfügung ist, die die Grqßloge in den Stand setzt, bei Katastrophen wirksam einzugreifen und evtl, auch den Wirkungskreis des Fonds zu erweitern Und ihn für Katastrophen im eigenen Kreise nutzbar jzu machen. Auf den Aufruf der Großloge im Jahre 1926 (hin haben sich mehrere (Logen bereit erklärt, den Katastroi »henfonds wiederum mit einem jährlichen Beitrag von 1.— Md'auf den Kopf zu'stärken. dankt Br. Bach für seinen Be- Punkt 3 der Tagesordnung ier zu dem Bericht des Groß- ) t Br. Großpräsi.dent rieht. Da die Diskussion viele Berührungspunkte mit Präsidenten und des Großschatzmeisters haben dürfte, bittet er, zunächst die Referate zu diesem Punkt noch zu hören und die Diskussion dann auf die drei ersten Punkte der Tagesordnung gemeinsam erfolgten zu lassen. ,3. Intensivierung des Logeitlebens. Br. S chey er» Liegn i jtjz äußert sich über die Vertiefung des Logenicbens. Er hält den Weg des Ordens und seine Formulierung, Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht für richtig. | Bei der Betätigung unserer Idee ist zweierlei zu unterscheiden: Die Tätigkeit in den Sitzungen* und die Arbeit außerhalb derselben. Der Kernpunkt der Tätigkeit liegt in der Loge selbst. Dömentspre hend muß die Logensitzung ausgebaut und aufgebtut werde n. Es darf nicht Vorkommen, daß nur die 11 Punkte der Tagesordnung erledigt oder einmal in einer Sitzung ein Refgrat qder ein Vortrag gehalten wird. In jeder Sit::ung muß eine interessante Frage aus dein täglichen Leben angeschnitten Werden, damit die Brüder eine Anregung mit nach Ha use nehmen. Die Brüder sollen. erzogen werden, sich mit den Ejjreignjssen des täglichen Lebens zu befassen, auch Wirtscha tsj» und Erziehungsfragen sind zu behandeln, ln der heutgj überaus schweren Zeit des wirtschaftlichen Kairpfes mußj immer bedacht werden, daß die Logensitzung fü* den Ercjider Lbsgelöstsein vom Alltag uod Geselligkeit bedeutet. Diese beiden Forderungen rriüssen zum Prinzip erhöbet werden.r Nicht nur die Logensitzung, sondern auch der gesellige Teil im Anschluß an dieselbe ist ein wesentliches Moment des Logenlehens. § 1 der Allgemeinen G e^tze für dig Lögen des 8. Distrikts schließt die Beschäftigung mit politischen und religiösen Fragen in parteipolitischer Art] innerhalb der Logen aus. Die Bestimmung ist in der Praxis ]überholt. Nach Meinung des Referenten ist es gefährlich, ein Gesetz bestehen zu lassen und es in der Praxis aufjuhjeben. Die Beschäftigung mit. in den Lpgen ist notwendig, It der Gegenwart gegeben ist, ie Zeitsfrömungen unterrichtet :ungen der jüdischen Gesamtes in politischen und religiösen Fr^g weil hierbei die Berohrung weil hierbei die Brüder übet und über die einzelnen Eimici heit informiert werden. Pflicht einer jeden Log)' der jüdischen Großen Wissen aneignen, dal der Mentor der Loge es auch, in kurzen Worten zu dcnlen, damit die Brüder sich das unbedingt von jedem verlangt werden muß,' der Wert auf B ldung und Erfahrung legt. Auch über allgemeine Wirtschaft: fragen spüle gesprochen werden. Nicht von Geld, über das rill zt: viel gesprochen wird. Auch zu Wohlfahrtsanstalten sollen liej Logen nicht werden, die Loge ist keine Versorgungs install. Es bedeutet für junge Brüder' etwas schwer Vereint ares,. wjenn bei der Aufnahme ihnen sagt, da wirtschaftliche noch gusellsd»ältliche Vorteile erwarten dürfen _I_J_J___<_I_ I -J __f. und wenn dann den Prüder n lieber Beziehung den E rüder aller Fragen in den Logen Gegner lernen, sich ai ßerhs Ib persönlichen Achtung von ina Sitzungen sollen regelmäßig v von Brüdern besucht w :rden. darf die Logenzugehöi igkei t Mitglied ist und Beilräge oder zwei Mal im Jair an kai r zu bevorzugen. Die Erörterung Denn nur der Bruder Logenleben steht. Lieber die Abgänge aüs d Stillschweigen hinweggeher. ps die ausgeschieden werden,-die zugeführt worden sine), viele Brüder, auf die das ist zu beachten, fehlt, daß der junge Mi gegenwärtig weniger müssen Mittel und wertvollen Menschen Möglichkeif zu {eben, I sie von ihrem Eintritt .weder lahegelegt wird, in wirtschafth|at den Vorzug, daß auch die der Löge sächlich und mit der nder zu bekämpfen. — ‘ Die 5n einer möglichst grt>ßen Zahl Auch deer. »prominente Bruder« nicht damit erschöpfen, daß er hlt. Er muß ’ wenigstens ein en Logensitzungen teilnehmen.' der Loge etwas geben, der im: em Orden kann man nicht mit iit doch nicht so, daß nur in der Inflationszeit dem Orden 1 is ] befinden sich, unter ihnen sehr man «(ehr großen Wert jegte. Auch daß heute der Nachwuchs der Loge msj i s egen der wirtschaftlichen Krise in die Loge eintritt als früher. Hier Wege gefunden. werden, um jungen, ijrot:: des wirtschaftlichen Kampfes die in die Loge: einziitreten. Praktische Vorschläge in tiieseriBeiieh ing kann der Refdrenr nicht machen. Er glaubt aber, daß eint Aussprache, die in die einzelnen Logen hineingeführt wird, di: notwendigen Wege aufweisen wird. Zur Erörterung Frauenfrage. Wenn kraft wie den Männern Über, die Logensitzung gehört auch die auc l> d en Frauen die gleiche Leistungszu gesprochen werden muß, so glaubt — 279 —