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Der Orden Bne Briss · 1929-12-01 · Nr. 12 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 12 - Dezember
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Die LOgenbeSOche sind von den Brüdern des Generalkomitees in stärkerem Maße ausgeführt worden. 5i Logen sind von 71 Brüdern besucht worden.. Die Sorge bilden nach wie vor die kleinen und die zu grollen' Logen. Um das Ldgenleben bei dett kleinen Logen zu heben, sind die .großen Nachbarlogen aufgefordert worden, natjn dem Beispiel, das dejr Berliner “Logenvferband gegeben hat, die kleinen Logen regelmäßig durch einige Brüder besuchen'zu lassen und ihnen Anregungen für ihr« Arbeit zu bringen. > I Den allzu großen Logen kann imm«r wieder und wieder nur 'die Anregung gegeben werden, sid| zu . teilen, zu den beistehenden Logen neue hiniuzfifugen. — Br. Großpräsident bittet, in den betreffenden Logen verbänden das Augenmerk dieser Frage zuzuwenden. *’ Eine Reihe von Brüdern haben ihie 75.. 70., 60. und Geburtstage feiern können Die Graßloge hat an ihren Fisten teHgenommen, mit ganz besond :rer Freude auch ach d«^i Festen der goldenen Hochzeit, d e die Br. Br. Expresidenten Gumpert, Hamburg,- Pfeffermarin, Berlin,- Joseph, Hplberstadt,- Münzer, Gleiwitz, begehen konnten. i Die Beziehungen zu den auswärtigen Distrikten sifd gute und herzliche. Gegenüber Amerika ist eine Festigung des Gesafntordens zu verzeichnen. | fn der Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte hat der deutsche Distrikt seitn. hezu einem Jahr dif Federführung. — Ejas Exekutivkomitee ist gebeten worden, weil vielfach Unrichtiges in »B B-Magazine* veröffentlicht worden ist, die Berichterstattung über! außerapierikanisehe- Distrikte Berichterstattern zu überantworten, die das Vertrauen der in Betracht kommenden Distrikte haben. Es ist fernercjie Gründung einer interterritorialen Akademie des Judentums beschlossen worden. Zunächst ist angeregt worde n überall da, wo ein Forschungsinstitut für jüdische Wissenschaft noch nicht vorhanden ist, ein solches einzurichten. Des weiteren soll jährlich ein kurzes Adreßbuch, das die Adressen der Logen! der Logenpräsidenten und deren Telefonanschluß enthält, für die Gesamtheit der in der Arbeitsgemeinschaft zuritmtnengesehlosstnen Distrikte herausgegeben werden. 1 Die Frage der Unterstützung ausländischer jüdischer Studierender an den Hochschulen, der einzelnen Länder, die als eine allgemein-jüdisch« angesehen wird, bedarf eingehender Prüfung. Die hierfür erforderlichen Mittel sind außerordentlich hohe. i Die Arbeitsgenteinschaft hat auch die Förderung des jüdischen Buches aufgenommen und ihr rfjgeslimmt. . Br. Großpräsident bittet, alhn Einfluß geltend zu machen, daß dep Beschluß des Gtneralkomitees zur Durchführung gefängt. Es ist sicher, daß itn Augenblick die Durchführung schwierig ist). Alles aber nu ß einmal angefangen werden. Die Kommission, die mit der Auswahl der den Logen zur Abnahme zei empfehlenden Bücher beauftragt ist, hat sich dahin schlüssig gemacht, ein Werk eigenster Art zu nennen, und zwar für di« zwei ersten Jahre die deutsche Pentateuch-Uebersetzuhg na*rh Buber-Rosenzweig in einem Sonderdruck. Nach den Verhandlungen mit dem Verlag wird der Sonderdruck für einen Preis von 7 Mark, also 3,50 Mark für jedes dieser bejden Jahre-,, berge stellt werden können. Er legt den Brüdern aufs dringendste ac s Herz, den Beschluß durchzuführen, und den beiden Autor«n, auf die wir stolz j sind,. den Beweis dessen zu geben, daß wir sie zu «hren wissen. , Eine weitere Anregung ging dahin, vermöge der Bezidtungen, die von Deutschland nach Argentinien und I Brasilien gehen, auf die Gründung von Logen dort hinzuarbeiten. Die Anregung ist der Ordensleitung weitergegeben worden, die den deutschen-Distrikt ermächtigt hat, selbständig vorzugehen. Mit Hilfe von Br. Blau sind Beziehungen nach diesen beiden 1 Ländern angeknüpft worden, die sich günstig auszuwirken scheinen. * Die Parteikämpfe in den letzten Wochen haben Formen angenommen, die für alle sehr sdimerzjich gewesen sind. Es ist deshalb vom Geschäftsausschuß -beschlossen worden, in ddr nächsten Nummer des Großlogenorgans einen Aufruh) zu veröffentlichen, der den Brüderri nahelegt, nie zu vergessen, daß sie Menschen, jüdische Menschen und nicht nur Parteiangehörige sind. Die gegenwärtige Sitzung kann hier bereits auf ein Erfreuliches hinweisen. -— In der letzten Sitzung des Rates des Preußischen Landesverbandes war ein Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Tagung des Preußischen Landesverbandes für Anfang Januar eingebracht worden, die der Aussprache über die Parteikämpfe der letzten Zeit dienen sollte. Es ist nun in dieser ßitzung anstatt dessen eine von ihm beantragte Resolution, die dahih ging, daß jeder die Ehrlichkeit des andern anerkennen soll, und daß der Kampf so geführt werden möge, daß eine Diffamierung des Gegners unterbleibe, nach längerer offener Aussprache einstimmig angenommen worden. Für die Ausarbeitung der Resolution hat Br. Blau in wertvoller Weise seine Kräfte zur Verfügung gestellt. Es ist zu;, hoffen, daß sie in Gemeinsamkeit mit dem von uns geplanten Aufruf ihre Wirkung haben wird. Br. Großpräsident bittet die Bpüder des Generalkomitees auf die Präsidenten der ihnen arivprtrauten Logen hinzuwirken, daß sie das ihnen regelmäßig bei der Einsetzung in ihr Amt überreichte, von den Br. Br. Leszynsky, Goldschmidt und Walter verfaßte Büchlein »Der I ogenpräsident« lesen und sich über' die Aufgaben dejs Präsiden) :n informieren. Zur Aufgabe des Präsidenten gehört «s, überldas rechte Tun und auch den rechten Ton in der Loge zu warnen, darüber zu wachen, daß Würde und Ehre jeder einzelnen Loge und der Großloge gewahrt werde. Der Geist in dep Loge soll den Geist draußen vorbilden und vorbereiten. | Zu dem letzten Satz mödhtc Br. Großpräsident noch hinzufügen, daß wir,vpenn diese Mahnung nicht das Verständnis finden sollte, das erhofft wird, nicht anstehen werden, die Maßnahmen zu treffen, die die Gesetze vorschreiben. An die Präsidenten soll ferner die Bitte geriduet werden, daß sie diese Mahnung von Zeit zu Zeit im Anschluß an das Eröffnungs- oder Schluß-Ritual verlesen. — ^)7ir wollen nicht richten, aber es ist unser Wunsch, daß das Ordensideal in de^ Logen und außerhalb derselben Wirklichkeit! weide. 2. Finanzbericht. ß r. Großschatzmeister erstattet an Hand des vorgelegten Abschlusses per 30. September 1929 und der Erläuterungen zu ihm den Kassenbericht. Die Aussichten für die Zukunft sind wenig erfreulich. Die Zahl der Mitglieder hat seit dem 1. 4. 1928 eine Minderung von 981 erfahrenf sie beträgt ain 1. Oktober 1929 nur noch 14000. Dies ist bedenklich, wenn auch der Rückgang mehr auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zurückzuführen ist als auf eine Binbusse der Bedeutung unseres Ordens. Die wirtschaftliche Krise ist eine so schwere spie sie seit Jahrhunderten nicht vermerkt worden ist, und daß auch der Orden nicht verschont worden ist, ist selbstverständlich. Die einzelnen Logen werde» aber ihr Augenmerk darauf richten müssen, daß kein weiterer Rückgang eintritt. •> vgl. S. 1 — 228 —

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