Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 11 - November
- Date
- 1929-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
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Br. Hermann Staub s. A. Zum 25. Todestage 2. September d. J.*> Wenn wir heute nach 25 Jahren bei der Wiederkehr seines Tode; tages das Andenken an Br. Staub erneuern, so g eschieht es nidit, um ihm » ein Denkmal ZU| setzen — ein solches, dauernder als Erz, hat er nach den bekannten stolzen Worte Goethes sich durch seinä hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen sei bst geschaffen —, sondern, um der jüngeren Bruders tuung zu kündet, daß haft mit freudiger Genugwir diesen genialen und edlen Mann zu den Un;rigeri zählen durften, um .diesem großen Toten npchmäls zu danken für die dieser Zeitschrift r< Rundschau« aus durch die treffende Tagesereignisse au dienten Beachtung. Hingabe und dife Arbeitsfreudigkeit, mit der er Staubs berief ihn die Justizverwaltungln die Kcmi j . positiven Vertragsverletzungen«. | Bald nach Erscheinen seines Hauptwerkes wurde Staub der Begiündung der »Deutsc^idn Juristenzeitung« gemeinsam mit dem bnjühmten $>taat$rechtler P of. Laband Straßburg i. E. und dem Reichsgericht! rat S t e n g I e i n als Jde ausgebetj berufen. Die elmgßig erschienene »Juristische Ijeder Siaubs erfreute »ich ritilc und Bel »uchtungjuristisc 1er an maßgebender Stelle der ver» In 'Würdigung der'Bedeutung cem bei ordert, für die sonnige uns alle erfreute und bewJandelte. Leben — er hat ein'Alter trreicht — aber reich an seiner unsem Bruderbund g< Heiterkeit, mit der er glückte, als er unter un; Nur kurz war sein von kaum 49 Jahren Arbeit und Erfolgen. Schon während Referendarszeit fiel Staub dlirdt seine starke Begabung auf. Nach glän: end bestandenem Assessorexamen ließ er sich auf Veranlassung von Justizrat,, Munkel als Anwalt in Berliji nieder und gehörte bald zu den beliebteste i und! geschätztesten Rechtsanwälten. Neben sein :r ausgedehnten Praxis veröffentlichte er eine Amahl stjreng wissenschaftlicher Aufsätze, die die Aufm :rksamkeit der Juristen wachriefen. Seinen Weltruf begründete er durch seinen berühmt gewordenen Kommentar zum Handelsgesetzbuch«, d^n er im Aufträge eines angesehenen Verlages verfaßte. Diäses Werk erregte durch die großen Vorzüge, die es in sich vereinigte, bei seinem Erscheinen großes Auf: ehen unter den Fachgelehrten und hatte eine Wirkung, wie sie wohl keinem anderen wissenschaftlichen Buche besdtieden war Es erlebte viele stafke'1 Auflagen, wurde in viele fremde Sprachen übersetzt Und galt auch außerhalb Deutschlands für harn lelsrechtlidie Fragen als maßgebende Richtschnur. Audj der in diesem Buche" betretene neue Weg des Kommentierens wurde vorbildlich/ er hat, wie Staub sich witzig ausdrückte, »Schule gemacht«. Die gleiche Anerkennung in mission für die Re bmi jies »Biö sengesetzes«, de-en hervorragende Mitglieder ihn;ils den Berufensten mit der Redaktion des Gesetzes textes betrauten Nur der Preußische Staat, der damals ur ter dem unseligen Einfluß! der antisemitischen ] Bewegung stand, wogte ei nicht, diesem anerkannten Forscher ein Lehramt ött dejr Universität zu verleihen, weil Staub Jud tJwar, (nicht nur von Geburt, sondern aus Ueberze jj;ung, aer einen Glaube is Wechsel um Rang und Aemteri willen afs eine sittliche Verfehlung betrachtete. Er1 lat aber durch sein Schaffen gezeigt, daß e’ staatliche Auszeichnun gen und Würden entbehre n kann Er schuf sich Fachkreisen und in der ö^lelirtenwelt ein Audi torium, das weit großtr-wbr als das Auditorium maximu^n irgend einer almajmater. Die Treue zum Judentum, die sein Leh er, Rabb. Dr. Roser thal, injdas!jugendlich empfängliche Herz des Gytr nasias :e4t in üeuthetr senkte, tat .Staub bis zu Einern frühen Lebensende bewahrt jüdische Glaubensgemein Probleme jederzeit bekunc et. tund, c aß er sich unser em Orden bald nac|i seine! /erpflanzung nach Deütsch- Jestreb tngen er sowohl in eirijat als audji anderwä t£, und sein Interesse für df schaft und für jüdische Das war auch der Orden bald nah sein land anschloß, dessen seiner oberschle cischen r zur »Wechselordnung« Gesellschaften mit befanden seine Komm tritare und zum »Gesetz ü >er die sdiränkter Haftung«, sowie i seine für den Juristentag als Festgabe g tschrieblene Arbeit über »die *) Infolge der beidi Oktober mußte die V< binausgeschoben werden. dn Festnt|mmern im September und r< röffentlichung dieses Gedenkblattes Die Redaktion. insbesondere bei Grüjniung teuer Logen durch sein Ansehen und seiten’ witjtreich^ndeh Einfuß förderte. Er \rar Mitbtgrjind :r undIPräsident der Berthold Auerl>ach-Lo,;< Berlin, Mitglied der Groß, löge seit ihrer Installie t :ng| uni'gehörte eine Rehe von Jahren dem App e latjons jerichte unseres Di* strikts als Vorsitzender an ELin vofbildlicher Een Briß von geradezu rührt er der Bescheidenheit, Schlic itheit und Anspru chslosigk e t, t on e rquitk^nder Herzet s» güte und steter Hilfsber titschalt. ef. 213