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Der Orden Bne Briss · 1929-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 11 - November
Date
1929-11-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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! 1;4 -dies aber nach dem Statut def Logen als unzu- . lässig oder aber als gefährlich, veil die brüderliche Harmonie störend, ansah. Die 23 Logen nun, die überhaupt! zu unserer Rundfrage Stellungnahme versuchten, wußten mitzuteilen, daß dies 14 mal im Plenum der Loge, eiiimal in einem von der Loge eingesetzten sechsköpfigen Sonderausschuß, einmal innerhalb des Geistigen Ausschusses der Loge und siebenmal innerhalb des Beamtenrats geschehen sei. j Dabei kamen sieben Logen wiederum zu dem Ergebnis, daß sie auf unsere Fragen nicht eingehen wollten oder konnten, wobei die gleichen Gründe maßgebend waren, \pie bei den eine Stellungnahme von vornherein ablehnenden Bruder« schäften. Somit blieben uns als auswertbares ' Material für unsere eigene Arbejt lediglich die Antworten von 16 Logen, zu dienen noch zwei eingehende Antwortschreiben ohpe Eingehen auf unsere ffönkreten Fragen, aber mit eigenen anregenden Fragestellungen <Friedrich-Loge, Heidelberg) oder* mit Anerkenntnis der Richtigkeit unserer Ausgangs-Haltung <Carl Friedrich-Loge, Karlsruhe) hinzukamen. | Die 16] sich eingehend mit unserem Fragebogen äuseinancfersetzenden Logen ließen uns in ihrer großen Mehrheit die vccn ihnen erstatteten Referate von ihren Brüdern gar z oder im Auszug zugehen, was wir besonders dankbar empfanden. Dies sind ihre Namen: Allemania-Loge Stettin, Arnos-Loge Gelsen« kirdien, Düsseldorf-Loge, Eintracht-Loge Koblenz, Loge zu den drei Erzvätern Tilsit, Kaiser-Friedrich- Loge Bremen, Abraham Geiger-Loge Berlin, Berend Lehmann - Loge Halberstadr, Maimonides - Loge Nürnberg, Marcus Horovitz-Lcjge Frankfurt a. M., Nassau-Loge Wiesbaden, Jacob Plaut-Loge Nordhausen, Deutsche Reichs-Loge Berlin, Silesia-Loge Liegnitz, Steinthal-Loge iHamburg, Toleranz-Loge Landsberg. Die Nennung dieser Namen bedeute zugleich den Dank unserer Arbeitsgemeinschaft für die Anregung durch die genannten Bruderschaften und ihre Referenten, auch und j gerade da, wo sie sich kritisch zu unseren Fragestellungen äußerten. Die Antworten auf unsere drei Fragen im einzelnen nun statistisch geordnet wiederzügeben, dürfte sich' angesichts der Kleinheit der absoluten Zahl nicht empfehlen. Wir wbllen lieber die verschiedenen Gründe anführen, mit denen das Für und Wider zu unseren Fragestellungen belegt wurde. Wir gingen bei unserer Enquete, wie kurz erinnert sei, von der Grundeinstellung aus, daß Mittel und Wege zur Linderung der Arbeits« loseh-Not, insbesondere zur Minderung der Zahl der abgebauten älterenAngestellten und beschäftigungslosen ehemals Selbständigen zu suchen seien. Wir hatten aufgeworfen, ob man im warte, daß durch Aussdieiung der Verheirateten und Kinderzulagen aus len Tarifverträgen der darum zuerst die trage Kreise der Brüder erbe Fr assen ihrer Kündigung nüber wurden zu nächst z\ geäußert, ob e» tat- Aeltere gebe, wie man ei beriefen sich zwei jüngeren Datums in den , <N. B. kaufmännischen, technischen und Bank«) Angestellten und Uebernahrie der entsprechenden Geldbeträge durch den Stent in Form von Steuer nachlässen bei Verheirateten, die Neueinstellur g der Aelteren oder das Unter zu erwarten sei. Demgcg »i von einigen Brüdern Zwei sächlich, so viele abgebaute gemeinhin annehme. Dar Brüder auf eine Erhebung Kreisen der Großindustrie diese habe ergeben daß von 405 000 Angeste Iten, in ihren Betiieben 42,5 u/0 über 40 Jahre alt »:ien. Von seiten eines mit der Materie offenbar sehr vertrauten Brjuders <aus Hälberstädt) wurde aber gerade die völlige Unzulänglichkeit des statistischen Materials int Zusammenhang mit der gnzen Arbeitslosetjfrage. betont und die Forderung erhoben, von behördlicher Seite möglichst rasch eine umfassende Weichs- Statistik der Arbeitslosen aller Kategorien zu ver anstalten. Stimmen von älteren Abgdbauten aus industriellen und Bank-Unternehmen, die vojr wenigen Tagen erst in der führenden Presse zu ({jehör kamen, sprechen geradezc; von der »Majoriedce« der Angestellten von 40 Jahren und von' einem »System« des Abbaus de' Aelteren, das sicpi von Amerika ausbreite. Sie las »eh das Verlangen nach einer ungefärbten Statistil; nur zu berechtigt erscheinen. Was nun aber die Verheirateten-^ulage _ und ihre etwaige Abgeltuc g durch den Staat ängeht, so meint der größere Teil der -gutachtlich sich äußernden Brüder, sie versprächen sich hiervon keinen Wandel. Der , »angespannte . Etat!« des Staates vertrage den hier >ei erwachsenden Steuerausfall nicht, meinen die einen, während 'andere sich dagegen sträuben, d< ß \ die Arbeitgeber Und die »Erfolgreichen« dann di rch etwaige neue Steuern ( weiter belastet würden und so indirekt djocfi die Verheirateten- und Kinde rzulagen zu tragenj hätten. Ein Bruder hält diese Frtige im Zusammenhang mit dem Arbeitslosen-] *rc blem für unwesentlich, weil die »sozialem Zulage or« bereits aus vielen Tarifen der kaufmännis heti Und -technischen Angestellten geschwunden seien. Wenn ein. Bruder seine verneinende Haiti ng damit begründet, daß die Gewerkschaften bei heirateten-Zulagen kein nur auf »Lebensjahre«), halten, daß dies wohl aber für die kaufmännischen und technischen Ange- Tarifabschlüssen auf Ver- Gewicht legten {sondern so ist dem entgegenzuür die Arbeiterschaft nicht :07 —

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