Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1929-10-01 · Nr. 10 - Oktober · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 10 - Oktober
Date
1929-10-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6727475-6029145-6074800--2189-4868793
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Hebräische Handschriften? und Inkunabeln. Von A. Frei m a n n. ■ f wandte rum schreiben und das Rohr, später in > älteret Zeit den Gr ffel en Federkiel meist \om Flügel eines zum Genuß erlaubten Vogels und als fach aus Galläpfeln I er» Handschriften und Drudewerke werden gemeinhin als Bücher bezeichnet, doch hat man sich gewöhnt unter dem Ausdruck Buch den Druck zu verstehen. Sie sind beide nur durch die Zeit von Schreibflüssigkeit eine viel einander gelrennt. Seit Erfindung dp Buchdrucks gestellte Tinte. Pergament und Papier wurden sind Handschriften, von Autographen und Schüler» liniiert j und auch an. den Seiten mit einer Linie aufzeichnungen abgesehen, nicht mehii häufig. Der versehen, um einen' Raid herzustelleh, an fen Schreiber hat dem Drudcer den Platz räumen Verweisungen und Ve Besserungen geschrieben müssen. Wenn von und für Juden dennoch Handwurden. Die Schriftart Schriften bis in unsere Tage angefertigt werden, schrift oder die Kursi so hängt dieses mit rituellen Vorschriften zusammen, gebannt, weil der Kotnnentar des größten l£r Thorarollen, Mesusor, Tefillin und das Buch i Esther müssen nach bestimmter Anordnung geschrieben sein, für Dokumente werden, vom Scheidebrief abgesehen, jetzt meist gedruckte Formulare verwehdet. Die älteste Form des Buches war die Rolle, sid hat sich.für die rituell anzufertigenden Schriftstücke bis heute erhalten. ' In Lagen aneinander geheftete Bogen kennt sdpn das Altertum, sie sind das/ was man fiepte ein Buch zu nennen pflegt. Das Material ist gegerbte und geglättete Tierhaut vpm Kalb, seltener vom Hirsdi, das Pergament, doch kömmt auch schon im Altertum ein Produkt aus Pflanzen als Schreibmaterial vor, das schneller und billiger #ierzu$tdlen war, jedoch an Haltbarkeit dem Pergament nachstand, Papyrus genannt. Im 11 Jahrhundert verdrängte das Baumwollenpapier Bombyx den Papyrus. Auf diesem sind die meisten erhaltenen hebräischen Handschriften geschrieben, es ist gelb und meist rauh. Wenn der Schreiber Pergament bekommen konnte, zog er natürlich dieses vor. Das Baumwollenpapier wurde von dem aus Leinenfasern (Lumpen) angefertigten abgelöst. Mit Leimzusatz ist es in Papiermühlen, von denen jede ihr f, is t entweder die Quadi atchrift, später Raschisd rift jw» i&yv nao noon nt x» TT3 npHnrnnuan J •pryi naa ayi nt pnpiQio'DcaaTira Aus einer Haggada-Handschrift des 13. Jahrhunderts (Hamilton 288) Aas dem Besitz der Preußischen Staatsbibliothek. klärers der Bibel und des Talmuds in dieser Art geschrieben wur de. Die Form der Schrift hat sich in den ver, sdiiedenen Ländern i nd im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. L ier hat die Umgebung < en Schreiber beeinflußt Während in arabisd en Ländern sie einen mehr runden Charakter £ nnimmt, hat die Gc tik in Italien und Deuts hland es zu wege {e« bracht, daß hier die mehr; spitze Form c er Buchstaben zu find en ist. Ursprünglich war das Schreiben eine Kun st, erst allmählich wird es zum Handwerk. An die Kunst erinnern c ie 4 Ornamente, die in Feigen Figuren, meist in Initialen mit Uold.tinktiir in Bibel und Gebet» Sammlungen, . z. B. dm- Pegachhagadah anz itreffen sind, Nicht immer ist der 'Schreiber zi i« gleich Illustrator. Der Schreiber bringt ara Ende seiner1 Arbeit vielfach seihen Namen, den dis Auftraggebers und Ort Und Datum an, an den er “sein ^Perk vollendet hat. Diese Angaben sie d die Beweise für das Alter und die Herkunft ein- :r Handschrift. Die meisten dqf noch erhaltenen Handschriften stammen aus Italien oder sind sog. r dort verfertigt. Diese [Tatsache zeugt von di r hohen Kultur der iialienischeri Juden. Als be- " Ulan i Handschriften, d e »Wasserzeichen« (Fabrikmarke) hatte, verfertigt worden. Es! wird auch später zur Anfertigung sonders wertvoll schätzt von Druckwerken gebraucht. Der Schreiber vervon spanischen Juden verfertigt sind wege n * 179 -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.