Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 9 - September
- Date
- 1929-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6727475-6029145-6074799--2169-4868773- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
widmet hatte, midi eines Tages zu sidi bat. Bei dieser Unterredung bekannte er sich als Verehrer Moses Mendelssohns und teilte mir mir, daß er die Bildung eines Komitcs veranlaßt jxabe, dessen Ziel es sei, die Ausfahrt ng eines Moses Mendelssohn-Denkmals vor der lüdisdien Knabenschule in der Großen Hamburgersjraße, unweit der letzten Ruhestätte des Philosophen, in die Wege . zu leiten. Es gehörten diesem, Komitee - R außer Moritz Manheimer selbst u. a. der Heine-Forscher Gustav Karpeles, der kunstsinnige Geheimrat Georg Minden, sowie unser verehrter Ehren- Großpräsident Timendorfer an. Es wurde meinem Vorschläge entsprechend ein. engerer Wettbewerb unter einigen Berliner jüdischen Bildhauern ausgeschrieben. Beim Entwurf für dieses Denkmal nun habe ich midi mit Eifer und Zähigkeit in eine bestimmte Auffassung hinein gedacht, von der ich nicht wieder los kam. Es erschien mirgerade im Hinblick auf den Standort vor der Schule als das Gegebene, den großen Philosophen lehretjd oder interpretierend darzustellen / ich blieb! umsomehr bei dieser Idee, als in einer Biographie die lebhafte Sprechweise Mendelssohns hervorgehoben war. Daher also wählte idf als Bekrönung des Denkmals die aus der Abbildung ersichtliche Form der Büste, bzw. Halbfigur, mit Händen, die in etwa Via fadier Lebensgröße auf einen stufenartig ansteigenden, hohen Steinpostament sich erheben sollte. Während mir bei meiner Arbeit Chodowieckis graphische Darstellung die Gesamtpersönlidikeit bei Gestaltung des Kopfes bei Lebzeiten entstandene prachtvolle Büste von Tassaert, die .mir Aufschluß e gewährte, denn sie ist als den Plastiker von geradezu und wertvollste Hi Studienmaterial für dokumentarischem Wert. Jedoch mein Entwurf gelangte nicht zur Aus führung. — Nach einer Reihe von Krieges, veranlaßte mich das Mendelssohn-Buste näher brachte, war eis allem die noch vor Jahren,'• während des Ehepaar Minden die Mendelssohn - Büste vom Denkmalsentwurf berunterzunehmert und nur als Büste zu verwenden, wobei mir gleichzeitig ein Exemplar zur Ausführung in Eisenguß in Auftrag gegeben wurde» und zwar diente dieser erste Guß als Geschenk zur Hochzeit fder Tochter unseres Ehren » Großpräsidenten Timendorfer. Daszweite, in Zink ausgeführte' Exemplar, befindet, sich in der Kunstsammlung ’ der Berliner Jüdischen Gemeinde. Im Laufe der Jahre wurden wiederholt. Bronzegüsse angekauft oder zu. Gesjchenken verwendet! Im Vorjahre rtun, also nädi rund j 20 Jahren, erhielt ich von der Kunstdeputation der Stadt Berlin den Auftrag, die Büste etwas größer, aber noch unter Leben »große, a izuführep, zur Aufstellung im Lessinj -Museurr. Wenn mir at di dadurch die ursprünglich beabsichtigte große Darstellung noch nitht ermöglicht wurde, so habe idi midi doh bemühf, diese Büste geistig wie formal wesentlich zu vertiefen und zu verbessern. Eitke wiederum etwas veränderte und, wie ich glaübe, verbesserte Fassung dieser .Büste von Jacob Plessner. habe ich kürzlich »Hebrew Union geführt. für die College« neue Bibliothek des in Cincinnati aus» 165