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Der Orden Bne Briss · 1929-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1929-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Jine wanderfrohe Jugend mantisches Ziel der Burg auf ragender Höh Wanderungen die ein richtete Jugendh Aufenthaltsräume für Bei schlechten Witte rungsVerhältnissen boter Zelt und Scheune willl ommene Unterkunft. Ro Feierstunden wurde die hatten die Mitglieder Bestreben, innerhalb zukommen und sich >Heimabend< sehr o Uebungsstunde für d gereift, die über die volutionsjahre längst liinausgewachsen ist. Diese Jugendschicht läßt der Abkehr von den Proteststimmung der Renach wie v U widerstehliche Anzi ehungskraft aus. Das Hängt e, Stützpunkte für größere ach und praktisch eingerb e r g e. Selbstredend mit geistigen Strömungen mit w rtschaftl-'chen und politischen zusammen, auf die hier nicht Häher Stadt in der des »Bundesc auch das der Großstadt zusammenzu finden. Da aber der t nur Vorbereitungs- und e Fahrt war, konnte man sich auch mit unzulänglichen Räumen im Hause der ElteVn, oder in einer Schule, begnügen. Die Entspannung brachte;1 das Lied, der Volkstanz, das Lager im Freien ipit dem Spruch am offenen Feuer. Inzwischen ist eine neue Jugend heranauf ■■■■(■■. 1 unsern Nachwuchs einje uneinzugehen st. Jedenfalls nächsten Zeit andauern. Darhit ist den jüdischen Gemeinden blem gestellt. wird der Zug zur ein gewaltige^ Proes,' dafür zu sorgen, ngesessenen Jugend sich nicht genügen fnit realen Mächten, die unsere Zeit beherrschen. Si4 ist nüchtern und wirklichkeitsnahe geworden. Sie sieht auch das Große und Vorwärtstreiben le, das in der Stadt geborgen liegt. Sie will teilhaben an dem schaffenden Leben, das sich dort gestaltet, und sie weiß, daß sie dies Ziel nur in hingebungsvoller Kleinarbeit Erringen l ann. Damit hat die Stadt eine neue Bedeutung für die heutige Jugend gewonnen. Sie zu fliehen, war der ersten Jugendbewegung Lebensgesetz, sie zu meistern, ist die Aufgabe des neuen Geschlechts. Das bedeutet nicht Anerkenntnis des Gegebenen als des Unabänderlichen, das bedeutet verantwortliche Mitarbeit aus dem Geist wahrer Jugendlichkeit. Die Oefahr der Verflachung und Banalisierung einer großen Bewegung, deren Innerlichkeit und Tiefe niemand bezweifeln kann, ist bei diesem Umstellungsprozeß außerordentlich nahe. Sie kann nur vermieden werden, wenn der Jugend Zeit unc Gelegenheit gelassen wird, sich über ihre eigene Aufgabe klar zu werden, wenn sie den nötigen Raum hat, in dem ihre verschiedenen Orupp en sich finden und begreifen lernen, wenn sie ein eigenes Heim besitzt, in dem sie ihr Eigenleben auf bauen kann. { Der Ruf nach dem J u g e .n d'h e i m wird in unserer Zeit zum i irsten Mal auch im jüdischen Kreis ernst genomm;n. Aus begreiflichen Gründen. Allen wohlgemeinten Versuchen, die jüdische Jugend auf lern Lande anzusiedeln und im Dorf zu beheima en, zum Trotz übt die Stadt An ihnen liegt daß die zuge^ogene mit der ei in Fühlung k<[>mmt, daß ein Gemeinschaftsgebilde entsteht, das im Stande ist, Träger jüdischer Werte zu sein und zu bleiben. Wir haben in der letzten 2!eit bewegliche Klagen genug über die Entfremdung der Großstadtjugend vom Oemeindeleben, über ihren Abfall von der jüdischen Lebensauffassung gehört. Man hat viel Aufhebens davor; gemacht, daß die jüdische Jjugend die Caf£s utd Ta izplätze der Großstädte sehr stark frequentiert ynd für jüdische Arbeit wenig Irjterense zeigt. Das mag alles richtig sein. Was laben wir aber bisher getan, um der jüdischen Jugend angemessene Aufenthaltsräume in der Stadt zu bieten, in denen ^ie Erholung und edle Geselligkeit nach des Tag|es Müh unjd L<st finden.kann? Was haben wir getan, uhi d ir Jugend unser Judentum )n den entscheidenden Ja iren zwischen. Schulte und* Ehegrün jung in e ner Art näherzubringjen, die jugendlichem Deist und Wesen entspricht!? Wir brauchen in jeder S tadt ein Haus, das der Jugend gehört, das die Jugend als ihr Eigentum pe- trachtet, in dem sic sich frei und geborgen fühlt, in dem sie ihr jüdisches Sein gestalten kann. Die nicht jüdischen Religionsgemeinschaf jen sind uns auch ir dieser Hinsicht um.ein gut Stück voraus. Sic besitzen nicht nur im jeder Stadt, sondern meistens in jedem Statdtvie tel ein gut eingerichtet es* Jugendheim, das mit einem großen Vortrugssaal und einer Reihe vop praktisch eingerienteteu Einzelzimmern ausgestattet ist. Di sind Lese-, Bibliotheks- und Musikräume. Da sind geeignete kleinere Zimmer für Arbeitsgemein schalten und für Spielstunden der ganz Jungen und der erwachseneren Jugend. Meist oder ein Kindergarten ar gefehlt eine Turnhalle und Gne ist ein > Kindei hört gliedert - 103 — Fast nie Handw;rkerstfitte. Es ist zu überlegen, wieweit dieses Idealbild eines Jugendheims bei uns verwirk icht werden kann. Ich bin überzeugt, daß ehe ä tere Oenera ion mit den nötigen Opfern‘für disses Werk nicht kargen wird, wenn sie die Diing lichkeit dieses Pro nlems erst einmal ganz einge sehen I at. Es istldas Verdienst e}er Ze n 11| a 1 - r

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