Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 5 - Mai
- Date
- 1929-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeitschrift für die Geschijchte der Juden in Deutschland. Unter Mitwirkung von Ouido Kis<ih-Halle, Richard Koebner-Breslau, Wilhelm Leviaon-Bonn, Samuel Steinherz-Prag, Moritz Stern-Berliit, Allred Stent-Zürich, Eugen Täubler-Heidelberg, Adolf Warschauer-Berlin. Herausgegeben von Ismar Elbogen-Bprlin, Arbn Frjeimann- ■Frankfurt, Max Freudenthal-Nürnberg. Philo Vertag und Buchhandlung O. m. b. H., Berlin SW 68. i Seitdem die von Ludwig Oeiger in den Jahrien 1887 bis 1892 geleitete Zeitschrift für die Oeschichle der Juden in Deutschland ihre kurze Tätigkeit einstellen mußte, fehlte es an einem Sammelpunkt für das zahlreiche, noch immer der Bearbeitung harrende einschlägige historische Material. Die Zeitschrift will: alle Fragen des geschichtlichen Seins, des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturellen, literarischen und religiösen Lebens der Juden in Deutschland, sowie die methodischen Probleme der .jüdischen Oeschichle und der Bearbeitung ihrer Quellen in den Bereich ihrer Behandlung ziehen. Die Zeitschrift wird vierteljährlich in einem Umfang von 4—5 Druckbogen erscheinen. Jahresabonnement 10 RM, Einzelheft 2.75 RM. Aus dem Inhalt der ersten Nummer: R. Straus-München: Zur Forschungsmethode der jüdischen Geschieht^; Ad. Kober-Köln: Die Oeschichle der Juden in der historischen Forschung der letzten 35 Jahre; S.;Levi-Mainz: Frühgeschichtliche Spuren der Juden in Deutschland; J. Eibogen- Berlin: Hebräische Quellen zur Frühgeschichte der Juden in Deutschland; M. Freudenthal-Nürnberg: Die Verfassungsurkunde einer reichsritterlichen Judenschaft:; Kleinere Beiträge von O. Kisch-Halle, Alfred Stern-Zürich u. a. Soeben versendet die Gesellschaft für jüdische Famiiienforachung das erste Heft des laufenden Jahrgangs, in dem mehrere Artikel die Schicksale der spanischen Juden zum Gegenstände haben. Dr. Max O o 1 d e, Bin., schildert das Familienleben dieser Juden vor ihrer Vertreibung aus Spanien im Jahre 1492, ihre Lebensführung, ihre Familienfeste. Bekanntlich haben diese sogenannten Spaniolen, die hauptsächlich in Nordafrika und auf dem Balkan eine neue Heimat gefunden haben, mit außerordentlicher Treue an ihrer Sprache und an ihren;Sitten festgehalten, so daß aus derOoldeschen Darstellung mancher heute unverständliche Brauch seine Erklärung findet. Alfönso Cassuto, Hamburg, S9wie Dr. R. S i I b e rgleit, Berlin, berichten beide überj die Familie Tixeira, die aus Spanien resp. Portugal startimend, in Hamburg zu großem Ansehen gelangt ist. Otto Neu mann, Berlin, bringt den sehr originellen Bericht des! Rostocker Professors Tychsen über die Mecklenburgiscjren Juden von 1769. Tychsen war außerordentlich für alles Jüdische interessiert und hat über 10(0 Briefe in jüdischer Sprache erhalten und erwidert. Die Fandbemerkungen Neumann’s geben erwünschte Erlä iterur gen zti den hier {genannten Personen und Schicksalen. . ' '; Notizen ü|ber jüdische S udenten an der Straßburger Universität im 18. Jahrhunderl, Bücherbesprechungen und das reichhaltige Suchblatt rum en den Inhalt des Heftes ab. Man abonniert die|Zeitschrift »Mitteijungeiji der Gei Seilschaft für jüdische! Fami ienforschung«, indem man j* sich der Oesellschaft als Mitgl ed anschließt.. Dtr Jahres- ■ beitrag beträgt RM 10J— und ist zahlbar auf -^as Postscheckkonto Nr. 18326 Oes. f. j. Farn.-Forschung, Bln.- Wilmersdorf. Meldungen an den Vorsitzenden Dr. A. Czellitzer, Berlin W 9, Potsdai nerstr. 5. v /• Der Jahresbericht Wanderfürsorge ist raum 1927/28. Das Problem von der Wirtschaft aut der Hauptstelle für Jüdische eischieren. Er umfaßt dep Zeit der Wanderfürsorge wird betrachtet. Ars Ziel schiebt die Wiedereinordnung de^ Entwurzelten in den Wirtschaftsprozeß vor. Arbeitsnachweise sollen in Gemeinschaft mit einer jüdischen ^rbeitskolonie in einem, zu errich- , tenden landwirtschaftlich-gärtnerischen Betriebe diesem I Zweck dienen. Reicty und Slaat haben für dasj Projekt ein Darlrhn von 60fj00 M, zur Verfügung gestellt, fast alle jüdischen Landesverbände ind großen jüdischen Gemeinden haben ihre finanzielle Mithilfe zugesagt, so da& mit der Eröffnung der| Kolonie bereits in absehbarer Zeit zu rechnen sein wird,; 1 In der Berichtszeit ist dir Organisation der Hauptstelle weiter ausgebaut Worden, eine Wanderordnung, die von sozialem Qeist erfüllt Ist, gewährleistet ernej gleichartige Behandlung aller) vorko nmendeu . Fjjlle, ein ausgezeichnetes MeldesyntenT hilft den in Not Geratenen, rasch sein Reiseziel :u erreichen, hindert zugleich den berufsmäßig reisenden Schnorr :r, weiterhin seinem Gewerbe nachzugehen. Es sind Vereinbarungen getroffen worden mit den maßgebenden Hilfsorganisation'n der Grenzländer, die sich gut bewährt haben, schließlich. ist ein Archiv nachwissenschaftlichen Or mdsätzen ingelegt worden. : M o ä e v I u s. I denkt bei der Darreichung von an die Groß löge. Es gibt wohl ka’um: eine Stelle, von der aus so vielfach die Möglichkeit gegeben ist, Not würdiger Menschen zu lindern. Es gibt Menschen, welche sich, wenn alle Hilfsmittel versagen, in ihrer letzten Not an die Oroßloge wenden, würdige Menschen, denen nur diskret geholfen werden kfcnn. Unter ihnen sind Künstler, Angehörige der freien Berufe usw. Wenn auch die Großlöge kepne Organisation ist, zu deren Funktionen EijizelunterStütjung Brüder Spenden auch gehört, so kann si£ dochj im nicht ohne Brot, Not nicht ohne Vielfach hört mai mittlerer Logen, Orte»so günstig ist, daß di wenig für sozia e No gezogen wird. — Bröd er, _ 97 — Einzelfall Hungernde und M< nschen in höchster unab veis liehe Stütze lassen.;n bei Besuchen kleinerer oder daß die nfiaterielle Lage am einzelne Loge nur dns einzelnen heran- Lage, wenn Ihr Spenden für irgend einen Zweck zur Verfügung stellen könnt, ffuct* an die Qroßlojge. ' ~ denkt bei solcher