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Der Orden Bne Briss · 1929-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Logenberichte. Basel-Loge, Basel. Dem Bericht des Br. Präsid. Lehmeier über das Ge- -schäftsjahr--1928/29 Entnehmen wir. daß der Mitgliederbestand infolge Verlust von 4 Brüdern, Austritts eines und Neuaufnahme vpn Z- Brüdern , sich knapp auf letztjähriger Höhe hielt, i^nd an den geschlossenen Sitzungen durchschnittlich 33#/o;der Brüder teilnahmen. Außer einer Anzahl .von.. Referaten und Vorträgen vor internem Bruderkreise wurden in 4 offenen Logen auch Schwestern und Brüdern Vorträge und anschließende gesellige Veranstaltungen geboten, von denen ein Schubert-Abend besondere Erwähnung, verdient. Ueber die finanzielle Lage der Loge äußert sich der Bericht günstig. j ■ Das Verhältnis zu den Nachbarlogen, insbesondere zur Augustin Keller-Loge, .Zürich, ist das denkbar beste. Die Beziehungen zu^ deutschen Großloge haben durch den Besuch des Br.| Graßsekretär Alfred Goldschmidt eine weitere Vertiefung erfahren, ebenso wie durch den schon früher erfolgten Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte besonders wertvolle Beziehungen auch zu anderen Gro^logeti geknüpft worden sind. Auch in der Baspl - L >ge, die im neuen Termin auf ihr 25 jähriges Bestehen zirückblickt, machen sich Alterserscheinungen bemerkbar.' So emsig auch die Brüder sich betätigen, s^i dpch picht zu verkennen, d?ß Alter und Gesundheitszustand viele Briider am regelmäßigen Besuch der Loge verhinderten. Darum werde man ernsthaft prüfen und I darauf bedacht sein müssen, dem Bruderkreis neue Kräjte zuzuführen. Br. Präs. Lehmen* schließt seinen Bericht mit dem Appell, schob jetzt anter Verwandten und Bekannten Männer für die Basel-Loge zu gewinnen, die innerlich zu ihr gehören. '! Kein schöneres Juf>iläUmsgeschenk könnten die Brüder ihrer Loge darbringen! . ■ C. Hillel-Loge, Hildesheim. / (Aus dem Bericht des prot. Sekretärs Br. Willi Moses.) Die Hillel-Loge h it iir Aröeltsjahr 1928/ «9 mit einem Mitgliederbestand von öfe Brüdern begonnen und mit einer Gesamtzahl von 66 tlrüdern geschlossen. (1 Todesfall, 1 Neuaufnahme, ' Austritt tnit, 1 Austritt ohne Abgangskartc) Die 14 geschlossenen: Arbeitstagen wiesen eine durchschnittliche Besucherzahl | von 33*/*#1’.. auf und zeitigten wichtige Beratungen, u. a. Besprechung über die Großlogentagung, Vorbesprechung der Präsidenten des Niedersächsischen Logenverf)atides und eine Ausspracheüber die Gründung einer! Stsrbekasse innerhalb der Loge. Diese Sterbekasse w.urdc von den meisten Brüdern abgelehnt.- In offenen Logen Wurden einige Vorträge gehalten. Getreu den Ordensprinzipien wurden auch im vergangenen Jahre wieder verschiedene bedürftige Kinder dem Erholungsheim Norderney zugeführt, anderer) Hilfsbedürftigen Zuwendungen seiten; der Loge und der Brüder gewährt, und Wohlfahrtsorganisationen im Rahmen eigener Kräfte unterstützt. Die Geselligkeif |— an der Spitze die Feier des 20. Stiftungsfestes — kam dank der verdienstvollen Mitarbeit verschiedener Schwestern voll zur Oeltung. [ Auch das jährlich sämtlichen Kindern der Synagogen gemeinde gegebene Chanukkah-Kinderfest verlief wieder glänzend. n. Manuel Joel-Loge, Breslau. Aus dem Bericht des prot. Sekretärs Br. Rudoll pitzer über die im Termin 1928/29 entwickelte Tätig kjeit ergibt sich: Die von der Loge eingerichtete und zu Beginn dei > abgelaufenen Jahres mit 8 Teilnehmern eröffnete »mens; a:ademica« erfreute sich am Schluß einer Anzahl vor 1 > Gästen aus den Kreisen bedürftiger Studierender der Breslauer Hochschulen und des Breslauer theologischer Seminars. Der um diese Gründung verdiente Mentor Br. Friedeberg, hatte durch eine Spende an Tafelsilbei bewirkt' daß auch für eine ästhetischen Ansprüchen genügende Aufmachung gesorgt werden konnte.- Leider ergab die 'Herabsetzung des sozialen Etats eine Einschränkung für die bisher besonders gepflegte rsorge für die alten Insassen der Breslauer jüdischen iftshäuser. | Soweit nicht besondere geschäftliche oder sonstige Angelegenheiten hinderten, fanden an jedem Sitzungsabend Vorträge statt, die, unter dem gemeinsamen Gesichtswinkel der -jüdischen Renaissance, nach Möglichkeit zu einander in engere Beziehungen gebracht und in offenen Logen auch den Schwestern zur Kenntnis gegeben wurden. Zum ersten Male arbeitete die Loge zusammen mit den 3 Schwesternlogen des Breslauer Logenverbandes Der Ordenstag wurde gemeinsam gefeiert und an 2 weiteren Abenden wurden Referate über besonders aktuelle Fragen der jüdischen Gegenwart: »Jüdische Wirtschaflssorgen« und »Jüdische Bevojkerungsprobleme« gehalten. “Die Loge wurde in das Vereinsregister eingetragen. Der Bericht über die Großlogentagung erweckte großes Interesse und gab Anlaß zur Aussprache über iiese Sitzung an einem weiteren Abend. Auch von den auf der Großlogentagung weniger in den Vordergrund gerückten Verhandlungsgegenständen, wie Neuordnung des Disziplinarverfahrens, Anregung auf wirtschaftlichem Upd dem Qebiete der jüdischen Angestelltenberatung wird ajs Nachwirkung Material für eine fruchtbare Arbeit im npuen Termin erwartet. i j. Die 6 großen und 3 kleineren geselligen Veranstaltungen förderten einen freundschaftlichen Zusammenschluß der Brüder und ihrer Familien, j Infolge Hinscheidens von 4, Austritts von 8 und Aufnahme von 3 neuen Brüdern beschloß die Loge den abgelaufenen Termin mit einem Mitgliederbestand von 206 Brüdern. C. Die Pommerania-Loge, Stargard 1. P. teilt in dem Bericht des prot. Sekretärs Br. David Schnell über den abgelaufenen Termin 1928/29 folgendes mit: Der wenig veränderte Mitgliederbestand schließt mit 28 ortsansässigen und 34 auswärtigen Brüdern ab. — 98 i— i

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