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Der Orden Bne Briss · 1929-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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„i Preisausschreiben des Sonderausschusses für die geistigen Interessen * (Großlogenkomitee) Kennwort: »Kettenglieder« Mit einem zweiten Preise bedacht. Bruder ist Weshalb nennen wir uns Brüder? regel. Brit Lebensaufg der Name für engste Gemeinschaft Brüder nenne}t sich die Sohne einer Muite/f und meinen damit Blutgemeinschatt, Hausgemeinschaft, Lebensgemeinschaft. Binder nennen sich die Glieder geistlicher Orden und meinen damit Verbundenheit im Glaubeif. Heiligenverehrung. Lebensgemeinschaft unter fferrschaft einer Ordens- 'ider nennen sich die Ordensritter, verbunden durcl^Hingabe an die gleichen aben im Kampf und Lictrst, in Leben und Tod. Weshalb nennen sich Freimaurer, Oddfellows. Bne Brtss Brüder.- Sie sind mcht Söhne dör selben.Mtttcr. — Sie führen kein gemeinsames Leben nach Ordensregeln. — Ihr Tun ist den verschiedenen Zwecken hingegeben, ihr Denken geht alle Wege, die de'm menschlichen Geiste offen stehen. , . Und doch bewerten sie ihr, Gemeinsames so hoch, da/J sie sich Brüder nennen. Gemeinsam ist ihnen der Glaube an das Ziel: Erhöhung der Menschlichkeit, Verwirklichung der Gerechtigkeit, Bekämpfung von Finsternis und Vorurteil durch Licht und Wahrheit. Gemeinsam ist ihnen der Weg, difrcfi Entwicklung und Läuterung des eigenen Wesens ' cur Veredelung der Menschheit bcicutragen.' ’ ■ t Gemeinsam der Glaube, daß. durch Verbrüderung menschliche Werte entstehen una ■ gedeihen.- ‘ Verbunden tut Ziel mul 11 'eg, genossen gemeinsamer Arbeit, eines Stammes, und eines Geis 'es Kinder', so dürfen |wir uns Brüder nennen. , Br. Paul Rosenfeld, Hannover t Berliner Kultur von 1750 bis 1800. Von Walt Friedrichs des Großen Regierungsantritt beideutet für Berlin den Beginn einer neuen, einer geistigen Geselligkeit. Nicht gerade, daß sife unter seinen Vorgängern unterdrückt wordep wäre, sie war, die theologischen Kreise .etwia ausgenommen, überhaupt noch nicht vorhanden. Friedrichs Person bedeutete 1740 bereits ein Programm. Sein tragisches jugendschicksil hatte den jungen Preußenstaat in Europa bekannter gemacht, als alle Monarchentüchtigkeit, selbst als der Ruhm des Großen Kurfürsten. i •; Mitleid und Bewunderung wandelten sich bei der Thronbesteigung in maßlose Hoffnungen. Auch Berlin erwartete viel. Daß' er seine Wohnung nicht in der Hauptstadt nahm, war sicher eine große Enttäuschung. Der Entwicklung djer Gesellschaft in Berlin hat es aber wohl eher gp- .nützt als geschadet; ihren Anteil an Ruhm urid Schicksal des Königs erhielt und nahm sie trotzdetn. * ‘ T 1 er U'nus. / Bunt genug sah nun allerdings die Schar aus, die es unternahm, der Hauptstadt eine geistige Physiognomie zu geben. Der Adel war nicht allzu zahlreich vertreten. Daß der preußische Adel fast ausschließlich von Heeresdienst und Verwaltung absorbiert wurde und sich absorbieren ließ und den Aufgaben der geistigen Kultur teilnahmlos oder gar tnit Abneigung gegenüberstand, änderte sich ja leider auch in späteren Zeitläuften wenig' Der eingeborene Bürgerstand, germanisch-slavische Mischrasse, erhielt durch zahlreiche Zuwanderer aus allen deutschen Gauen, auch aus der Schweiz, Verstärkung,. besonders aber durch Emigranten französischer Abstammung, sowohl der bereits ansässigen, wie neu Berufner. Zeitweilig hat man den Eindruck, daß die maßgebenden, fast fein bürgerlichen Kreise, nur französisch miteinander verkehrten. Dazu gesellte sich dann eine Reihe

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