Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 5 - Mai
- Date
- 1929-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Brüdern näher zu bringen, sollten die Logen angewiesen werden, Neuerscheinungen jüdischen Inhalts! durch kurze Berichte in dea Logen zu behandeln. Dem Boykott jüdischer Angestellter in den Industriefirmen kann auch durch das Eintreten jüdischer Anwälte, die solche Industriekonzeme vertreten, wirksam begegnet werden. Er bittet Brüder, die hierfür in Frage koigmen, zu interessieren. ' . - - Br. Freudenthal-Nürnberg weist darauf hin,-- -daß Logenbesuche der betreuenden Brüder nicht’zu Festsitzungen ausgestaltet werden sollten.-Wesentlich ist die Teilnahme an einer Arbeitssitzimg. - Die geistige Belebung steht an der Spitze der gesamten Logenarbeit. Werdep ausschließlich jüdische Dinge besprochen, so würden viele Brüder von der Mitarbeit zurückgehalten werden. Man soll jeden Bruder über das sprechen lassen, was. ihm nahe ist, auch wenn .es keine Beziehungen zum Judentum hat. Die- Großloge würde sich. ein Verdienst erwerben,, wenn sie durch eine Verbilligung der Preise die Bibrf in großer Auflage in jüdische Kreifee einführen würde. Wertvolles Material bietet die jetzt erscheinende Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Redner empfiehlt den Philo-Verlag, den Jüdischen Verlag und die Gesellschaft für die Wissenschaft des Judentums für die. Vermittlung der Bücher. In neuester Zeit-sind auch von christlicher Seite sehrgutd* Bücher jüdischen Inhalts veröffentlicht worden, die sich alle zur Behandlung in den Logen eignen. Br. Stern-Berlin empfiehlt die Unterstützung . der jüdischen Friedensbewegung und bittet, die Logen auf diese Bewegung aufmerksam zu machen. Br. Sommer-Pforzheim erscheint das Risiko von Mk. 3000,— für die Abnahme von 1500 Exemplaren des jüdischen Kinderkalenders zu hoch. Br. Fe I s e n t h a I- D ü s se I d o r f empfiehlt, gelegentlich bei Veranstaltungen iij den Logen erneut auf die Notwendigkeit der rituellen Ausrichtung des Essens aufmerksam zu machen. \ Br. Kauffmann-Frankfurt i. M. weist auf die Schwierigkeiten der Preisgestaltung des jüdischen Buches hin. Es ist nicht teurer als das nicht-jüdische Buch. Für die christliche Bibel stehen große Subventionen zur Verfügung. Die Gesellschaft für die Wissenschaft des Judentums verbreitet beste wissenschaftliche Bücher jü- - dischen Inhalts. Will man der Not des jüdischen Buches steuern, dann müssen die geistigen Führer der Judenheit sich stärker als dies bisher geschieht für die Verbreitung jüdischer Literatur einsetzen, insbesondere fnüßte darauf hingewiesen werden, daß zu jüdischen Festen auch jüdische Bücher geschenkt werden. Daß der Preis für den Absatz des jüdischen Buches nicht bestimmend ist, beweisen die Schriften der Jugendbücherei, die trotz des sehr mäßigen Preises nur spärlichen Absatz finden. Br. Werner, Frankfurt a. M., bittet, das Bemühen des Sonderausschusses für Kunstfragen, einen Fonds zur wirksamen Unterstützung von Künstlern, insbesondere solchen aus dem Bruderkreise,-- zu schaffen, zu unterstützen. Den Logen sollte nahegelegt werden, einen ihrer Bedeutung entsprechenden Beitrag aufzuwenden. Die Fürsorge des Sonderausschusses für Kunst dürfte nicht nur bildendes Künstlern, sondern auch Musikern und anderen zugute kommen. Br. Scheyer-Liegnitz bespricht die Frage der Logenmüdigkeit und der Logenführung, ln die kleinen Logen müßten noch öfters gpistige Führer entsandt werden. Br. Oroßpräsideitt beantwortet die in der Diskussion gestellfjen Fragen. Die von Br. Scheyer vorgebrachten Wünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Die Arbeit des jüdischen Friedensbundea soll den Logen nahegelegt werden. Die sachkundige Behandlung wirtschaftlicher Fragen ist wünschens- - wert und notig. Jede Gelegenheit sollte wahrgenommen werden, um einflußreiche Brüder auf die Einstellung jüdischen Personals hinzuweisen. Beschlußfassung: 1. Der; Deutsche Distrikt soll zu der Tagung der Conventionsgroßloge — 1930 — einen Vertreter nach Amerika entsenden. 2. Der- Empfehlung an die Logen betr. die Rechte der Exprisidenten wird zugestimmt. - 3. Dem Preisausschreiben der Manheimer-Stiftung wird zugestimmt. Die Wahl les Themas und des Termins wird dem Geschäftsausi chuß überlassen. 4. Beschlußfassung über d as jüdische Buch: siehe S. 82 5. Der Oeschäftsausschuß wird ermächtigt, bis zu 1500- Exemplare des jüdischer Kinderkalenders abzunehmen. Präzisere Fassung der logengesetze. B r. W a 11 e r verweist Anträge. Der Fassung der Form wird.zugestimmt: Der Schatzmeister der Großloge Versammlung und in §§ 13 und 17 der GroQtuf die gedruckt vorliegenden §§ 13 und 17 in folgender § 13 überwacht auf der Grundlage des von der (Iroßlogenversammlung angenommenen Voranschlages die Finanzverwaltung Er ist verpflichtet, der Oroßlogenderen Vertretung dem Oeneralkomitee in bestimmten Zwischenräumen Aufschlüsse über die Finanzverwaltung zu geben. Rechnungsabschlüsse sind vorher dem Revisionskomitee vorzulegen. I § 17 Das Revisionskomitee, bestehend aus 5 Mitgliedern,- hat die durch den Schatzmeister durchgeführte Finanzveiwaltung der Oroßloge in bestimmten Zeitabschnitten zu revidieren und über diese Revisionen einen Bericht 4p die Großlogenversammlung und in deren Vertretung an das Generalkomitee gelangen zu lassen. Das Revisionskomitee hat den Schatzmeister in der Aufstellung des Voranschlages an die Oroßlogenversammlung zu beraten und zu unterstützen. Der Voranschlag soll vor der Vorlage an die Großjlogenversammlung durch das Revisionskomitee begutachtet werden.! [ V| Das Revisionskomitjeesoll bei allen Vermögensanlagen der Großloge vor der Anlegung an&rhört werden.. Es kann auch gutachtlich gehört werden bei Bewilligungen durch das Generalkomitee oder den Oeschäftsausschuß, welche über den Voranschlag hinaüsgehen. Dem Br. Großschatzmeister wird für das abgelaufene Geschäftsjahr die erbetene Entlastung erteilt, y Die Stipendien für Lehrer- und Rabbinernachwucbsim Betrage von Mk. 2400, - werden auch in diesem Jahre bewilligt. 84