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Der Orden Bne Briss · 1929-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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ihm beteiligen werden, und daß Präsident Coolidge von diesem Beschluß in Kenntnis gesetzt werden soll. Die Ordensleitung teilt weiter mit, daß es im Rahmen der Orundsätze der Ordensleitung liegt, daß der IJne Briss- Orden an jeder Bestrebung mit dem Ziel des all gemeinen Friedens aktiv teilnimmt, und daß die Teilnahme an anderen Organisationen mit dem gleichen Ziele ratsam sei, vorausgesetzt, daß diese Organisationei» sich ausschließlich mit dieser Bewegung befassen. Diese Einschränkung wird, wie ausdrücklich hervorgehoben wird, gemacht, um eine Verbindung mit Organisationen, die andere Ziele haben mögen, die mit denen des Ordens im Widerstreit stehen, zu vermeiden. Die Frage der Rechte der Expräsiilenten hat den Geschäftsausschuß mehrfach, beschäft gt Der O. A. hat die Meinung vertreten, daß der Oedinke der Brüderlichkeit eine möglichst weite Auslegung erfahren sollte, und er hat die Brüder gebeten, der d« n Logen zugegangenen Empfehlung beizutreten: Die Auflösung oder'Abtrennung von Lpgen des deutschen Distriktes haLVerhältnisse herbfigeführt, die besondere Berücksichtigung erheischen. Obschon es bei strenger juristischer Auslegung zweifelhaft sein kann, ob aus einer anderen Loge übergetretene Expräsidenten die. Rechte der Expräsidenten der neuen Loge haben, empfiehlt der Oeschäftsausschuß aus Oründen der Brüderlichkeit den Logen die Zuziehung mit Stimmrech! zu den Ehrenratssitzungen, zu den Beamtenratssitzungen < insoweit, als überhaupt Expräsidenten zugezogen werden. — Dies solL für jeden Expräsidenten gelten, der als solcher zu einer anderen Loge Übertritt. , . Ein Notgesetz ermöglicht den Brüdern, die aus den _ Logen der ahgetrennten Oebiete.- in eine andere Loge übergetreten sind, von ihrer Abgangskarte bis zum Jahre 1932 Gebrauch zu machen. Die Dauer der Abgangskarte wurde über ein Jahr, hinaus verlängert, weil viele Brüder infolge der materiellen Schwierigkeiten die Zugehörigkeit zu einer anderen Loge für eine; längere Uebergangszeit nicht erwerben können. Diese Brüder sind dann wenigstens in der Lage, in der Loge ihres neuen Wohnsitzes verkehren zu können. Für die im nächsten Jahre wieder zur Ausführung gelangende M a n h ei m e r - S t i f t u n g wurden zwei Themen vorgeschlagen, und zwar von Br. Goldstein- Darmstadt-:' Die Ueberwindung der modernen Rasse ntheorie. Eine Forderung der Menscheitliebe, Gerechtiglceit und Duldsamkeit. Und von Br. Goldschmidt-Berlin: Volksversöhnung—Völkerversöhnung. Wie läßt sich dies Ziel auf der Grundlage der Reichsverfassung am ehesten erreichen? *— »' Br. Oroßpräsident hat gebeten, weitere Vorschläge dem Oeschäftsausschuß zugehen zu lassen urd diesen zu ermächtigen, die Ausschreibung des Preisausschreibens zur Ausführung zu bringen. Der von der Marcus Horovitz-Loge in der Oroßlogentagung eingebrachte. Antrag betr. die freiwillige Wiedereinführung des ' »Maasser« muß zurückgestellt werden, da Br. Horovitz, der als Antragsteller Wert darauf legt, bei der Behandlung anwesend zu SEin, verhindert ist, an der Sitzung teilzunehmen. Bei den bereits in t en Vorbemerkungen wiedergeg< benen Betrachtungen ü )er die Frage des jüdischen Buches bezeichnet Br. Bes« lernendes, daß ein v Rosrnzweig geschriebenes Oroßpräsident es als etwas Dr zehn Jahren von Br. Franz Buch, »Der Sterin der Erlösung«, das seine Lebensarbeit darstellt, heute noch nichi in seiner ersten Auflage von 1009 Exemplaren abgesetzt ist. Dem Einwanil, «laß das Buch; nicht verstanden wird, möchte er < ntgegenhalten, daß nicht nur Büclier, die wir verstehen, gekauft werden sollen, sondern auch solche, die wir nicht verstehen, .um durch den Erwerb des Buches den Respekt vor dem Geistei zu zeigen. Auch die Schriften von Hermann Cohen sind, ndr von wen gen verstanden worden Aber die Ehrerpietung vor Herpiaim Cohen erforderte, «faß, wenn er etn Buch schrieb, es gekauft wurde. j : Br. Qroßschatzm * j s t e r Bach -| Berlin, erstattete an Hand des Jen Brüdern ziiglegangenen Kasi enabschlusses und der Erläuterungen zit ihm den Finanzbericht, indem er insbesondere die Eutsjpösten erwählt, die überschritten w jrden sind und für die die Indemnität erteilt'werden muß. *Von derimabgelaufenen Ges rhäftsjahr erhobenen So: iderumlage von M. ,2. - pp Bruder konnte nur ein Betrag von M. 12 214,48 erübrigt werden, der als »Rückstellung auf Konto Sejjtarato und Dar ehnskonto« zu verbuchet ist. '7 Br. Goldschmidt - B-e r I i n faßt dasj Ergebnis der Großlogen Verhandlungen. Jiegj, kurz zusammen. — Bei besuchen der letzten Zeit, die führjten, konnte er feststeif jüdischen Fragen — ohne Par ei. — als ein geistiger G« Die deren Niederscjhrift vorseinen mannigfachen Logenihn auch in die'Schweiz en, daß die Klärung in Sonderkonto irgend einer winn angesehen Worden ist. vertiefte Empfindung ji discher Werte, an der alle Parleien im Judentum ihre Verdienste haben, j wird als Erg ebnis einer, geistigen' Erh« bung gewertet. i' Den Wirtschaftsfragen int die entsprechende Stelle such .soll gemacht werden, aus — von der Ethik aus — eingeräumt worden. Der Ve von der schwersten Seite sie zu behandeln. Das Gefühl der Solidarität tritt in den Logetfbesuchen in stärkster Weise in die Erscheinung und wird steigend gewahrt werden. ] Br. Holfänder-Betlin empfiehlt,, jias Verständnis gewisser Bücher d irch Vorträge den Brüdern näher zu bringen. Er würde es begrüßen, wenn-das vön Br. Goldstern vorgeschlagene "hetna zürn Gegenstand des Preisausschreibens der Marheimer - Stiftung ■; gemacht würde, da die Theorie von der »Nordrasse* — et verweist auf das Werk von Wirt — eine erhebliche Gefolgschaft hat. Br. Lewkowitz- Breslau unterstützt die Anregung des Br. Oroßpräsiden ten das jüdische Buch betreflend. Die Ausgaben 1ür scziale Aufgaben stehen nach seiner Ansicht in einem erheblichen Mißverhältnis zu den andern Ausgaben. Wo an an lerer Stelle Erspunisse gemacht werden können, um si«, den sozialen Aufgaben zuzuführen, muß dem Schatzme ster überlassen werden. Br. Li sser-H am.bu r g bezeichnet die: Behandlung wirtschaftlicher Probleme als außerordentlich wünschenswert für die Logen. Geeignete Brüder sollten über dies e Frage öfters referieren. Nur in .der Kleinarbeit wird die Frage der jüdischen Angestellten gelobt werden können. Bf. Auerbach-Köln wirft die Frage auf, ob der Ansthluß an eine jüdische. Juchgemeinschaft in Frage komme. Um auch jüdisch-wissenscbäfthche Bücher den — 83 —

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