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Der Orden Bne Briss · 1929-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 3 - März
Date
1929-03-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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f falls führende Persönlichkeiten der ludenheit werden, erwachsen in Artierika in den durch Bildung und Besitz ausgezeichneten Familien neue Streiter für unsere [Sache. So hat der junge Friedrich M Marburg, der Sohn von Felix M. Warburg, hach seinem Staatsexamen eine Reise nach i Polen unternommen, um die Lebensbedingungen unserer dortigen Glaubensgenossen zu studieren. Jüngst hat er sich an die Spitze des Ausschusses zur Aufbringung der Summe von!5.300.000 Dollars für die Wohlfahrtszentrale der New Yorker Jüdischen Oemeinde gestellt. Trotz seiner Jugend gehört Fritz Warburg bereits einet Reihe von jüdischen und kaufmännischen Verbänden an leitender Stelle an. j Diese amerikanische Wohltätigkeit ist über alles Lob erhaben. In sleiaendem Maße — und das ist unzweifelhaft ein Erfolg der Vereine zur Erzielung besseren Verstehens — beteiligen sich nunmehr auch Nichtjudenl an Geldsammlungen für jüdische Zwecke. J o h n R o c k e f e 11 e r j r. schrieb dem -Br James N.I Rosenberg, er billige das jüdische Kolonisationswerk in Rußland, und schloß mit der Bemerkung: »Ich füge einen Scheck über 500000Dollars bei*. Die gleiche Summe hat Julius Rojsenwald als Zuschuß zu dem von Adolfl Ochs ins Leben gerufenen Fünfmillionenfonds für die Rabbiner- Hochschule in Cincinnati (»Hebrew Union College«) gespendet, allerdings mit der Maßgabe, daß bis zum Juli d.J. 3 500 000 Dollars aufgebracht sein müssen. — Die von der London-Loge angeregte Errichtung eines jüdischen Schiedsgerichts hat so günstige Erfolge gezeitigt, daß nunmehr auch in Amerika Streitigkeiten von luden untereinander auf schiedsgerichtlichem Wege ausgeglichen werden. In beiden Nummern des »B. B. Magazine« nehmen die Berichte über] die Trauerfeiern für den verstorbenen OrdensprBsidenten Br. Adolf Kraus einen breiten Raujn ein. Aus dem »B B Magazin« erfahren wir, daßnunmehr t uch ii gefaßt hat: in Sl worden. — Sehr unseres Br. Si Oründung der aus den Ni ten di fachen Ballcankrii gangen; ja, tie leist Br. M a t a o n, u glieder, voji den« Schulgeldzshlung sungen und Kurse | zu einer Völksh« der Loge in Athen] »Benoth Israel« Schneiderei und sorgt arme Jung^ Koedukation im land unbekannt ist, China unser Orden Wurzel nghai ist eine Loge installiert otwendig war die auf Initiative gmund Bergei erfolgte loniki-Loge (1911). Sie ist Feuersbrünste und der mehr- |ge fast ungefährdet hervprget jetzt unter ihrem Präsidenten, d ihrem Sekretär, Br. Professor Jacques Ko hin, sogar mehr als je zuvor,: reichliche Unterstützungen an die Oemeindemitdie Hälfte hilfsbedürftig ist, | für 42 Gymnasiasten, Vorleiber jüdische Dinge (Vorstufen chschule) und die Gründung Die Schwestern-Vereinigung Ißt 250 junge Mädchen in »ticken unterrichten und vermit Lernmitteln. Da die lorgenlande und in Qriechen- Jugend jedjnSor zum Tanzen: »Di in Saloniki, wo ein tanzen kanr«, sagt Das >B. B. Ehrengroßp seinem 75 Maximilian Worte herzlichen es ausführlich difc Adolf St so gibt die Loge der jüdischen ern in des 9. Distrikts, um Orden inRimänien; Die beiden Ni Landwirtscii Bficherschau. Levy, Alfred, Rabb Dr. i Aus Bonner Archiven. Qedr. b. Heinr Ludwig, Bonn 1929, S. 32. Zum 50 jährigen lubiläum derßonner Synagoge hat der derz. Rabb. Br. Alf. Levy eine Anzahl Juden-Akten aus den Archiven der Stadt und der Synagogengemeinde veröffentlicht und deren Inhalt kurz angegeben. — Diese hauptsächlich aus dem 18. Jahrhundert stammenden Akten sind wertvolle ergänzende Beiträge za den früher erschienenen Arbeiten über die Oeschichte dieser Oemeinde am Rhein und werden sicherlich, wie _di sr Verfasser es bezweckt, anregen, auch anderwärts die Archivbestände für die Gemeinde- und Familiengeschic hie nutzbar zu machen, wie es auch das Oesamtarchiv (der deutschen Juden seit Jahren anstrebt. — Die photographische Wiedergabe, eines Chebra-Bechers aus dein Jahre 1767 und des Thoraschrankes mit den geschmückten Thorarollen beleben den Text dieser kleinen l^ublikation. F. Gustav Landauer. Sein t^beosgsiig in Briefen. Unter Mitwirkung von Ina Bijitscbgi-Schimmer heraus- - 61 - Stein, ntag nachmittags Gelegenheit Loge ist die einzige Stätte ehrbares jüdisches Mädchen der Bericht. Magazine« widmet unserm räsidenlten, Br. Tim eti d o rf e r, zu unscjrm Vizegroßpräsidenten,' Br. zu seinem 60. Oeburtstage Oedenkens, ebenso schildert großen Verdienste des Br. Bukarest, Großpräsidenten die Judenheit und um den Br. Stern wurde 80Jahte alt. mmern bringen sehr wertvolle Aufsätze: Mark Aritokolski; Juden in der amerikanischen Hochfim nz;, Die Geburt Israels; Henri Bergson; Ein Besuch in der Höhle Machpelah; Jüdische Kunst und Künstler in Paris; Jüdische aftsschulen in Polen. Br. Eugen Wölbe, Montefiore-Loge zu Berlin. gegeben von Martin .Biiber. 2 Bände. Verlag von Rütten u. Loening, Fiankfurt;t. M. 1929. Mit der Herausgabe dieser Briefe haben sich die beiden Herausgeber, cor allem Marlin Buber, der treue Freund Oustav Landauers, um die literarische und jüdische Welt ein anei kennens wertes Verdienst erworben. Dank der feinsinnigen künstlerischen Auswahl und Anordnung derselben ist diese Sammlung von .Briefen' zu einem plastischen Lesensbilde des großen Bekenners, Kämpfers und Menscher freundes geworden; an ästhetischer Kraft und Wirkung literarische Erzeugnisse ähnlicher Art bei weitem überragend, hat sie selbst etwas vom. vollendeten Kunstwerk erl alten. Das Schic csal hat es mit diesem, fast möchte man sagen, tragiscien Helden und Dulder gut gemeint, 'naß es ihm einen : olchen k »ngenialen, nicht Lobredner,'denn einen solchen brauchte er nicht, wohl aber Verkündiger seiner Werke und seines Wirkens, seines Lebens und seines Wolters gegebch hat. Und dieser Verkündiger hat diese schone, ede! menschliche Mission, diese echte-

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