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Der Orden Bne Briss · 1929-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 3 - März
Date
1929-03-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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bandes »O. R. T.« Dtm Vorträge wohnten Vertreter der Gemeindebehörden uad anderer jüdischer Korporationen bei. Ein »O. R. T.-Ausschuß« soll auch in Kattowitz gegründet werden. Es folgt eine auszugsweise Uebersetzung der Abhandlung von A. A. Robalc aus dem »Bnai Brith Magazine« ü^er die «Jüdische Jugend.« Ausführlich wird über die Tätigkeit des polnischen Distriktes im vergangenen Jahre berichtet. Statistische Angaben über Mitgliederrahl, Logenbesuch und Finanzen werden gemacht. Reges Leben herrscht in den Logen; zu den Tagesfragen wird Stellung genommen, kulturell^ und soziale Angelegenneiten werden erörtert; die Logenbücherei vergrößert sich ständig. j Die Tagung der»Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte« in Prag wird ausführlich besprochen. Der »Joint« wird der Waisebhilfe in Polen sein Interesse zujwenden. Dr. Freimann, Expr. der Amicitia in Posen, ist alii Rabbiner der jüdischen Oemeinde nach Berlin berufen worden. Der polnische Distrikt bedauert den Fortgang seines eifrigen und treuen Mitarbeiters. M. Obg. Aus Amerika. /i LXXXI. »B’nai B’rith Magazine«, Nov. und Dez. 1928. In den vorliegenden Nummern wird der Werdegang jüdischer Oemeinden in Amerika nachgewiesen: Ar^iedlung Einzelner, Privatmin jap, Wohltätigkeitsverein, Oemeinde, Synagoge, Reiigionsschule. Mit Bedauern steilen die Brüder jenseits des Ozeans fest, daß sie über der Herstellung prunkvoller Synagogen — soeben ist der unter einem Kostenaufwande von 4 000 000 Mark errichtete Tempel »Rodeph Schalom« in Philadelphia durch den Rabbiner Dr. Louis W o 1 s e y eingeweiht worden — die religiöse Betreuung der he ran wachs enden Jugend vergessen haben. Mit Hochdruck arbeiten sie jetzt um — soweit wie möglich — das Versäumte nachzuholen. Ein Mittel hierzu ist die » H i 11 e I - Stiftung «. Leider erfaßt diese segensreich wirkende Einrichtung nur einen Bruchteil der jüdischen Studierenden. Die Filialen der Hillelstiflungen fangen an,' sich frei zu -entfalten und eigene Wege zu gehen. So hat die Ortsgruppe an der Ohio-Universität ein Preisausschreiben für das beste Theaterstück erlassen. In Jllinois haben die Hillelstudenten eine Schauspieler gruppe gebildet, an der Kalifornien-Universität eine Darlehnskasse eingerichtet. Was aber am meisten erfreut, ist die Meldung, daß in diesem Semester zwei neue Arbeitsstätten der Hrllelstiftung ins Leben treten: an der Comell- Universität in Ithaka (Staat New York) und an der Hochschule des" Staates West-Virginien, in Morgantown. Unter den Auspizien des Ordens nimmt sich die Loge in Louisville. (Kentucky) der in Dörfern und kleinen Städten des Landes wohnenden Juden an, indem sie einen Lehrer für die Jugend und einen Rabbiner für die Erwachsenen hinschickt. Obwohl die Ordenszeitung ihr freudiges Erstaunen darüber ausspricht, daß der jüdische Oeist trotz der bisherigen magersten Nahrung am Leben blieb, so preist sie andrerseits diese »Innere Mission« der Glaubensgenossen in Louisville: »Die amerikanische Judenheit konnte gar nichts Besseres tun!< Lange Zeit war es still über das Abwehrkomitee der Ordensleiturg. In der vorliegenden Dezembernummer wird uns berichtet, daß das Komitee über 337 Vertrauensmänner in 85 Städten verfügt und sich noch immer vergrößert Das Komitee schickt Wanderredner aus, welche in den großen interkonfessionellen Verbänden scjwie in den vornehmen Klubs über Juden und Judentum Vorträge [halten; insofern deckt siet» die Tätigkeit dieses! Komitees mit der des überaus segensreich wirkenden »Zielerweiterungsausschusses«. Das /(bwehrkomitee arbeitet aucn mit dem »Bund ßer amerikanischen Kirche > Christi«, und zwarj so erfolgreich, daß die früheren Kränkungen jüdischer Mitbürger in Zeitungen, im Lichtspiel und durch Ausschluß aujs Gaststätten und Badeorten fast gänzlich aufg4hört haben. Unser Ordenspräsident Br. A1 f r e fd M. Cohen besuchte in Begleitung vo n Br. Dr. David Philipson die Hersteller und Verleger des Films »Der König der Könige« und setzte eine Entfernung der Streifen durch, welche zu Feindseligkeiten gegen die Juden hätten Anlaß geben können; noch mehr: diese beiden Brüder erreichten es, daß in Zukunft alle Lichtbilder, in denen Juden und Judentum Vorkommen oder gestreift werden,,vor dem Zirkulieren in Amerika und dem Auslande d£r Ordensleitung vorgeführt werden! Ein Aulsschuß, bestehend aus den Brüdern Rabbiner Edgar F. Magnin, Amtsrichter Harry F. Holzer und i Amtsrichter I. M.Oolden, ist mit der Prüfung dieser Filme betraut. Einer der Brüder hat schon jetzt ,die Beaufsichtigung der auf dem Broadway Jin $?ene gehenden Lichtspiele übernommen. Das Zielerweiterungskomitee setzt seinen »Feldzug« zwecks Aufbringung seines Zweimillionenfonds erfolgreich fort. Im ersten Distrikt wird die Sammeltätigkeit etwas beeinträchtigt durch die obengenannte, gleichfalls mit Geldkosten verknüpfte Errichtung einer Hilleistiftung an der Landesuniversität in Ithaka. Im 2. Distrikt ist die ihm auferlegte Quote längst überschritten. Hier hat sich der Sohn von Rabbiner Dr. Stephen Wise, James Waterman Wise, als Redner für die gute Sache hervorgetan. In einem vor dem Zielerweiterungsiusschuß in Denver gehaltenen Vortrage, »Die neue Welt und die Zukunft des Judentums«, hat der junge Wise festgestellt, daß die neue General ion mindestens ebenso religiös eingestellt ist wie jede ihr'vorangegangene. Ira Gegensatz zu unserm Vaterlande, wo die Söhne der Führer leider nur selten glech-

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