Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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I -wurden und] werden von j ja|dischen Maurern aufgebaut, d^e zum großer! Teil gleichzeitig an der Universität studieren. Die naturwissenschaftlichen Institute sind tjereits in Benutzung, das Forschungsinstitut für Mathematik wurde am Beginn d ieses Studienja irek eingeweiht, das Einstein-Hauü für Physik gdit seiner Vollendung entgegen. Das Vorlesungs jehäude für die geisteswissenschaftlichen Fächir,die seit dem Herbst zu einer Fakpltät zusammerjgefaßt worden sind, hat unter derti Erdbeben dejb Jahres 1927 schwer gelitten und feird jetzt der Reparatur unterzogen, so daß im laufenden Studienjahr die Vorlesungen unten in der jStadt Jerusalem sjattfinden müssen. Auch der Bau der Bibliothek! ist bereits fertig gestellt, an der Inneneinrichtung wird gegenwärtig gearbeitet, freilich fehlt es noch an erheblichen Surrimen für ihre Vollendung. Der Gebäudekomnlex der Universität wird — ganz abgesehen von der geistfeen; Bedeutung der Institution —1durch seine architektonische Schönheit ein Wahrzeichen für idas nene werdende und wachsende Leben in Palästina sein. Hierher wird es iucH jeden Re senden immer wieder ziehen, denn die Aussich ist noch freier und schöner als di<: berühmte vot n Oelberg.*) Hieroben sieht man auf der einen Se te die Stadt Jerusalem mit ihren zahlreichen kirchlichen Bauten, und an klaren Talgen reicht der Blick bis an das Mittelländische Meer; nach jder anderen Richtung sieht man zum Greifen nahe das Tote Meer und hinter ihjjn als herrliche Kulisse die Moabitischen Berge. I Kommt (man zum To en Meer, so erblickt man zunächst nur einige B aracken und die Vorbereitungen |für die Anlage einer Feldbahn — die' ersten Abzeichen dafür, daß!an dieser tiefsten und heißesten Stelle des Landes demnächst mit der Verwertung der reichen Asphalt- und Kalischätze begonnen werden jsoll. Weiter als hier die Gewinnujng an schwarzen Salzen, Vvie man in Palästina pagt, ist die Oewinnung des weißen Salzes, des Kochsalzes, gediehen. In Atlit, einer uralten, schon vorisraelitischen Siedlung, am Mittel meer, flicht sehr wcjit von Haifa gelegen, ist eine imposante Fabrik im Betrieb, welche die dortigen reichen Salziager verarbeitet und dem Konsum zuführt. Nidht weit davon beginnt ein großer züsamenhängenaer Komplex jüdischer Kolonien, der sich an der Eisenbahn bis zum Hier scj auch auf die sclöne Lage des Technikiims ■ in Haifa hingeWiesen, das miltrti in einem Palmengarten sich erhebt und einen prachtvollen Blick auf das Mittelallen PI ilistergebiet hipzieht. Hier liegen die alten Weinbaugebiete, hier aber ist auch der Orangen bau konzentriert,' von dessen Ausdehnung man sich für idie Entfaltung Palästinas außerordentlich viel verspricht Orangen sind das am häufigsten genannte, aber keineswegs das einzige verbreitete Produkt der Obstkultur im Land:. In dem kleinen landwirtschaftlichen Museum in Jerusalem sieht man erstaunlich viel e Früchte, die heute im Lande gezogen werdet, in auffallend vielen Arten und Variationen. Nicht alle eignen sich zur Versendung; für die Vei^ frachtung von Bananen, frischen Datteln uml Grape Fr lits, die neuerdings ebenfalls gewonnen werden, ist noch kein lohnender Markt gefunder, sie werden vorläufig im Lande selbst verzehrt. Aber das Streben geht naturgemäß dahin, dem Boden immer mehr Produkte abzugewinnen und si: in lohnendem Absatz zu verwerten. Besonders gilt das auch für die Gemüsezucht, der Sachkundige »ine außerordentlich günstige Prognos s stellen, ca die herrliche Sonne Palästinas die Früchte ebenso früh I und ebensogut zur Reife bringen müßte wie etwa, die Kaliforniens. Die Lösung dieses) Problems hängt im erster Reihe von der Möglichkeit der Bewässerung ab. Eine Folge der Vernachlässigung des Landes durch di: Türken ist die Wässerarmut; ale Flußläufe ließ man versiegen, die radikale AI iholzung verminderte die Regenmengen und -bewirkte, di l der wirklich fallende Regen vielfaci statt zum »egen zum Fluch für das Land .wurde:. Die heut ge jüdische Erziehung bemüht sici darum, dem jüdischen Kinde wieder Liebe zun Lande und Achtung vor dem Boden uni seinen Er; Zeugnissen beizubringen. Die Schulen1) machen 1 läufig Ausflüge, sie pflanzen bei fes - liehen Gelegenheiten Bäume, sie sammeln Blumen und aller ei Pflanzen für ihre naturkundliche n I Museen, ljurz sie sind bestrebt, in dem sehr verbreiteten Arbeitsunterricht gleichzeitig für die Förderung des Aufbaus zu wirken. Die heutige Jugend fühlt sich daher innig mit dem Lande ve •- bunden, sie will das Erbe der Väter durch ihre eigere Arbeit, und sei sie noch* sp hart, erwerben, uin es wiedeii zu besitzep. Eine. Lebensfrage fix. die künftige Entwicklung lind Rentabilität jeder Pflanzung meer bietet. können. — 37 — in Palästina'aber ist die Bewässerung *) Beiläi fig sei bemerkt, daß in dem reichen Aegypt< n noch heute )0—95% der Bevölkerung Analphabeten sind, während di! Anforderungen der jüdischen Bevölkerung Palästinas f Ir Erziehungsanstalten so groß sind, daß sie bei der heutigen Geldknappheit .nicht erfüllt werden; 'ij . ■ ■. i ,J v*!, V