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Der Orden Bne Briss · 1929-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1929
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1929-02-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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wieder so aufgebaut, wie er einstmals in ZCIz gestanden hat. Prachtvolle Kidduschbechcr, herrliche Rimonim berichten * von der Innigkeit unseres Gottesdienstes und von der Liebe, die mjan der Ausstattung der Dinge widmete, die man zürn . Kult gebrauchte. Das Eigenartige jm Aufbau der Ausstellung tritt hier besonders hervor. Jeder Festtag zeigt sich dem Beschauer als ein geschlossenes Ganzes. Und wer diese Räutne durchwandert, läuft durch das ganze jüdische Jahr. | Beobachtete man die Gesichter der Besucher, un|ter denen sich sehr viele befanden, die nicht unseres Stammes waHen, so konnte man sehen, daß sie hier etwas Neues erlebten. Hier stieg ihnen eine andere Vorstellung vom Judentum auf, und wenn der Museumsgedanke heute fast überall; wo Juden wohnen, festen Fuß faßt, so beweist gerade diese Breslauer Ausstellung seinen doppelten Sinn: Uns selbst gibt er Vertiefung und Einkehr, den Menschen aber, unter denen wir leben, zeigt er, wie wir sind. erste Sitzung nach dem 40 jährigen Jubiläum Loge. Als Oastgeschenk erhielten wir den Palaestinensiscl^e Eindrücke. Von! I. E1 b ojg e n. , Auch die Behörden haben die Sprache als eine der Landessprachen anerkannt, und die Beamten mußten sie erlernen, ebenso wie die Kaufleute uijid Handwerker sich freiwillig den Tatsachen gefügt und die Sprache ihrer Kunden sich angeeignet haben. Die von der Loge in Jerusalem benutzten R^ume sind völlig unzureichend und unbehaglich. Die Loge hat vor einem Menschenalter ihr Ge- Ende Oktober 1928 besuchte ich, zusammen mit den Brüdern Dr. Lunz und Dr. Stiebei aus Hamburg, eine Sitzung der Jeruschalajim Loge in Jerusalem. Es war die erste Sitzung im nejien Termin, in der demgemäß die Installation der neuen Beamten stattfand, es war gleichzeitig die der bei dieser Gelegenheit herausgegebenen Bericht — „ wahrscheinlich die erste Veröffentlichung einer bäude, das den ehrwürdigen Namen j^Aidrasch Bne Briss-Loge in hebräischer Sprache- Es ist Abravanel« trägt, der damals kleinen jüdischen überhaupt ein eigenartiges Erlebnis, wenn man Nationalbibliothek zur Verfügung gestellt, um das erstemal einer Logensitzung beiwohnt, deren nach den Grundsätzen des Ordens kulturfördernd Verhandlungen vollständig in hebräischer Spräche zu,, wirken. Es ging ihr, wie dem Manne, der geführt werden, und aktiv in ihr mitwirkt. G^gen sich einen Gast in seine Wohnung einlädt und auswärtige Brüder freilich sind die palaestifienallmählich von diesem verdrängt wird. Die sischen Logen nachsichtig, und Br. Lunz’ deutsche Ansprache wurde sehr beifällig aufgenom^nen — aber in der eigenen Mitte wird streng darauf gehalten, daß nur hebräisch gesprochen wird, ja, es ist ein zwar nicht geschriebenes, aber ernst beachtetes Gesetz, ^aß nur solche Kandidaten in die Loge eingefiihrf werden, welche geläufig hebräisch sprechen oder sich wenigstens darum bemühen. Das entspricht der allgemeinen jgjenes Heim beziehen, und die Loge hat bereits von Bübliothek hat im letzten Jahrzehnt eine alle Erwartungen übersteigende Entwicklunggenommen, sie besitzt heute rund 200 000 Bücher und Handschriften und hat ständig beträchtlichen Zuwachs. Sie mußte daher das gesamte Oebäude der Loge belegen und noch drei andere hinzunehmen. Die Loge tagt mitten unter den Bücherregalen. Ajber in kurzer Zeit wird die Bibliothek .ihr ei¬ Entwicklungstendenz innerhalb der jüdisphen Bevölkerung Palästinas, das Hebiäische zur Umgangssprache der .Juden zu machen. Auf diesem Wege ist bereits sehr viel erreicht, die hebräische Sprache ist tatsächlich lebendig un<l ein Ausdrucksmittel für alle Bedürfnisse des Lebens. Die jüngere Generation spricht nur hebräisch, sie gewinnt allmählich das gesamte ältere Geschlecht für ihre Bestrebungen; selbst sblche Kreise, welche der tiationalen "Bewegung feindlich gegenüberstehen, können sich der Kraft des Hebräischen als Umgangssprache nicht entziehen. ein besonderes Komitee eingesetzt, welches die Vorbereitungen für die neue Einrichtung von Sitzungs- und Gesellsphaftsräumen treffen soll. I Die Bibliothek wandert nach dem Skopus- ' b(erge, einem der höchsten Punkte der Stadt. Von diesem nördlichen Hügel aus hat Titus das römische Heer zur Belagerung Jerusalems angesetzt, ein antikes Amphitheater erinnert noch heute an die Römerzeit. Jetzt stehen auf der Nöhe die Gebäude für die Hebräische Universität und die Bibliothek. Die Zufahrtstraße wurde on jüdischen Arbeitern hergestellt, die Oebäude 36

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