Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1929-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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um ist — sie ist offenbar auch voh d. h. vom Inhaltlichen dikti »: von den Oroßmeistern Werkt charakteristischer, die viellecl jüdischer sind als die hier und Israels, von Picasso, vor Ein solches Buch, das bestimmt ist, kann, auch wer Hauptprobleme, die das enthält, nicht umgehen; übet und Kultus, Volkscharakter wohl manches gesagt, es »ausgesprochen jfidiscHer Eigj Erzeugnissen«, vom »Wesen Kunst« ist aber noch immer e stehen können im alten Israel, und gerade die Künstler, d Palästina leben, wie Struck, der Oründer der Bezalel-Schkl in den Augen des Verfasser: Karl Schwarz war sicp Themas durchaus bewußt; Drängen des Verlags in weA schrieben; das erklärt gewiß Unebenheit. Doch ist es d: und das muß mit Anerkennum fasser hat dankenswerterwe: pulären Buche eine Fülle von das nunmehr der kritischen, uf i harrt. . ■' .. der jüdischen Einstellung rt —. Es gibt, namentlich genug, die für sie selber ht auch im Wesentlichen gezeigten'" von; Liebermann Marc Chagall tt. a.; r eine breite Oeffent{Hchkeit n es populär sein will, die a »die Juden iq der Kunst« Kunst und Religion, Kunst id künstlerische Eigenart ist wiederholt die Rede von nart«, von »typisch jüdischen jüdischer Kunst«. »Jüdische vager Begriff; sie hätte ent- I, kam aber nicht zustande, e nun schon seit Jahren in kbel Pann und Boris Schatz, e, finden nicht volle Cnade : Ser d Arnold Zweig: »He Phaidon Veilag, Wien, 230 Einer der geistreichster nimmt zu einem der tiefsten er stützt sich auf das gegen die versunken ist; so wird Z teils Weckruf. Die Heimat ostjüdisebe Antlitz«, seine seipie Erniedrigung und ErbeBi werden in Zügen dargestelit, lassen, das des Künstlers denn Anlaß zu den beider Hermann Strucks Zeichnungei diese selbst keine Aufnahme das Fehlen derselben wird noch mehr angeregt. Im Bild des Ostjuden entwörf^ Ueben Bezug nimmt, Ehe Religion, Eigen* und Volksld Nationalheim und Sportleb« n schieden von den Anschau|n man wohl im Interesse schwundensein des Alten Und das »neue Kanaan«! Einstellung Zweig’s heraus seiner Besiedelung dfts Allheil turnt. Nach ihm ist elneAssin^l welche aus dem Jüdischen das Jüdische1 aufgibt um sondern eine Assimilation, des'Judentums in qen Wel Daß diese Einstellung nicht orthjodoxen — ich sjage stat Judentums erfolgen sann, ist der n i di s es ihm auch ist, selbstverständlich und ich pflichte ihm; bei,, wenn er sagt, daß sich die »Alten« hierin nicht werden finden können. Die Jugend wird, vielleicht unter Mißachtung . jeder Autorität, ihr Ziel erreichen; ob das große jüdische Erleben — statt Schicksal — nur. getragen werden .kann von der großen Flutung der Menschheit nach links - das Oewissen der Erwachs« nen und das Gemüt der Heranwachsenden möge nicht des Ursprungs und der großen Vergangenheit {des alten Judentums vergessen. — Die neuesten Essays von Arnöld Zweig zii lesen und Ihren dargelegten Gedankengängen zu folgen, ist ein Genuß, den sich keiner Expräs. Barn der Schwierigkeiten des er hat wohl nur' auf das> igen Wochen das Buch geauch so manche sprachliche r erste Versuch dieser Art, g gesagt werden: der Verse in diesem lesbaren po- Material zusammeqgetragen, ssenschaftlichen Erforschung A D- « r.!ukun ft*. k u n f t und Seiten. Schriftsteller der! Neuzeit Probleme derZeit das Wort; i värtige Leben, auf eiine Welt,/ veig’s Wort teils Erinnerung, . des jüdischen Volkes, »das lung und seine Bestimmung, „ ung, sein Sinnen und Fühlen welche ein Bild erstehen Pinsel ergänzt und bestätigt; Essays von Zweig waren :n und es ist schade, daß finden konnten. Aber durch Phantasie des Lesers nur ( stjüdischen Antlitz wird das :n, welches auf das ganze Familie, betufsleben und iben, Gottes* und Lehrhaus, — alles ist so gründvermgen der Oegenwart, daß alten Judentums dft Verir aufrichtig bedauern kann! Aus der nationalpolitischen rblickt er in Palästina und il nittel zur Errettung deäJudenlation nötig, nicht einepolche, wegführt in eine Wklt, die Beifalls der Welt willen, Reiche nach einem Einstellen und Menschengeist ringt* utch den Anschauungen des dessen »gesetzestreuen« — nach Zweig, so bedauerlich ’ Pt ind Andrö Me field.« (La Vi» von Erich Kloqsi 7.—12. Auflage. Wer ist And Aufnahme Paicol merkt Peter P i: 9. 12. 1928): ein feiner Kopjf; Disraelis gescjh warenhändler, Maurois v englischen Stall britischen Imptri Eltemhause, vo|n seinem Tode n schildert seine Gesellschaftslöu Wahlkandidaten geordneten und Kämpfe mit Verhältnis zur Erwerb der Aktji auf dem Berliner Seite, seinen Ec anderen Seite, stammung und Tradition. Maurois I. Menschen zurück den Stile geschti Ballast und liest raschend ist lag dem Franzo^ Cnarakttfrs des dem deutschen der Lektüre des Tagebuch kratisch-republikai fühle ich doch Lavagna ebenso hätte, Oenuas Diadem meine als Fürst Aristokrat sein Bürgersohn bir^, sein.« Als der ju erlangen kann, erklärt: »Ich bfi gebt ren versagen möge. b e r g e r (Henry Jones-Loge. Hamburg). Urois : »Benjamin Disraeli, Lord Beaponsde Disraeli. Deutsche Uebertragung owski.) 1928, S. Fischer Verlag, Berlin. re Maurois? — Bei der Schilderung der logues in die Academfe Franpais4.benter (in der Vossischen Zeitung .vom »Andre Maurois ist da (im Publikum), der Mann hat die vortreffliche Biographie rieben und sieht aus, als sei er Seidentnd er ist es«. e folgt den Entwicklungsgang des genialen smanns, des Begründers des neuen iums, von der Jugend im »jüdischen' seinen anfänglichen Mißerfolgen bis zu ich Erreichung der höchsten Macht: Er Wandlung vom stutzerhaften - Dandy und en zum liebevollen Ehemann.!vom der Radikalen zum konservativen Ab- . schließlich zum Premierminister, keine el und Gladstone und sein Vertraüens- Kjönigjn, seinen politischen Weitblick peim cn für den Suezkanal und seine-Ertolge Kongreß, seine Eitelkeit. auf der einen elmut und seine Großzügigkeit aufj der seinen Stolz auf seine. jüdische Ab- : eine Begeisterung für England und dessen ä|ßt den Politiker Disraeli hinter Idem treten, Sein Buch ist in einem gläaäenieben. Es verzichtet auf allen gelehrten sich wie ein spannender Roman. Ukber* den deutschen Leser — der Vergleich en Maurois fern — die Aehnlichkeit des konservativen Disraeli mit —: Lasialle, Arbeiterorgänisator upd-führer. Nach »Fiesko« schreibt. Lassalle als Knabe in »Trotzdem lieh jetzt revolutionär-dämonische Gesinnungen habe wie eine^, so daß ich - an der Stelle des Orafen von gehandelt upd mich nicht damit begnügt ^rster Bürger: zu sein, sondern nach] dem Hand ausgestreck't hätte . . . Warf ich ich würde mit Leih und Seele So * aber, da ich bloß, ein schlichter werde ich zu seiner Zeit Demokrat n je Disraeli kfine konservative Kandidatur wird er Wahlkandidat der Radikalen Iund n ein Konservativer, um alles zu erhallten, 19 —