Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1928 (1928)
- Issue
- Juni/Juli (6.1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- Seite 32 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6727475-6074781-10847129--1963-4868575- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die! Sitzungen des üjineralkomitees sollten immer in Berlin itattfinden, weil hier mehr Arbeit geleistet wird. Br. iLewkowitz, Breslau: Die Sitzungen des Oeneraliomiteea müssen so ausgestaltet werden, daß in klarer Trennung K der Bericht über die Arbeit der Qroßloge, 2. | konkrete Aufgaben der Logenarbeit in Referat und Korreferat behandelt y erden, d. h. über neue dringende Aufgaben und Wege il rer Lösung verhandelt wird. Während auf der einen S< ite eine Erhöhung der Beiträge dadurch bedingt ist, daß der Großlogenbeitrag erhöht werden soll, wird auf der anderen Seite eine Staffelung der Beiträge verlangt, uin auch geeigneten, minderbemit|elten Kreisen den Zugang zu den Logen zu öffnen. Den Logen können erheblich höhere Lasten — die Er* höhung des Beitrages um 2.—M. spielt keine Rolle — nicht zitgemutet werden, ’ weil die wirtschaftlichen Verhältnisse eine deutliche Grenze ziehen. j Br. Scheuer, Saarbrücken, dankt BK Gro^präsidenten für die lobende Erwähnung der Saar-Loge, die durch die kleine Sipende an die Großloge nur eine selbstverständliche Pflicht erfüllt hat. [Er spricht sich für die Umlage von 2.—t M. zur Deckung des Defizits und Schaffung einer Rücklagje aus, ebenso für nie Staffelung der Beiträge. Br. Levi, Mainz: begrüßt es, daß, nachdem vor etwa vier Jahren die Logenverbände um die Oewährung größerer Rechte gekämpft haben, nunmehr vom OeSchäffsausschuß selbst die Initiative ergriffen wird, in Richtlinien die Rechte und Aufgaben der '* Logenverbände festzulegen. Er beantragt: per OeschäftsausscHuß möge an die Logenverbände des deutschen Distrikts mit der Frage herantreten, wie sie sfeh den Ausbau Irrer Aufgaben wünschen und durchführbar denken. DiC Staffelung der Beiträge ist begrüßenswert. Die Kulturarbeit des Hessischen Logenverbandes ist eine slehr intensive und trotz der. Beiträge der Landesverbärwe, sowohl des Hessischen wie auch des Preußischen, haben die Logen des Verbundes beschlossen, einen Kopfbeitrag von 2.— M. zu bisherigen, sehr segensre < rheben, um die Arbeit in der chen Weise fortzuführen. Die finanziellen Verhältnisse sind auch in den kleinen Logen sehr angespannte. Viel Geld wird aber dadurch verzettelt, daß die Logen mei ten, Beiträge an alle möglichen Stellen geben müssen. Die Art d^r Wohltätigkeit ist unzeitgemäß. Die einzeln :n Logen sollten nur die Institutionen unterstützen, die in ihrem Orte, sich befinden, die Logenverbände nur d e in ihrem Bezirk befindlichen Institute, während die-Reichsorganisationen von der Großloge unterstützt werden sollten. Eine Teilung muß vorgenomihen werden, dann wird auch mehr Geld für die Oroßloge vorhanden «ein. Er beantragt: i »Die Großloge möge eine Teilung der Unterstützungstätigkeit in eint lokale der einzelnen Loge, m landschaftliche der Logenverbände und eine gesamt- » reichliche und außerdeutsche durch die.Großlöge alsbald jn’die Wege leiten und eine entsprechende Verteilung der von den Logen aufgebrachten Unterstützungssummen vorbei eiten.« Br.iGatzenstein, Hannover,begrüßt es, daß die Prestigefrage heute nicht! mehr so in dem Vordergrund steht wie in früherer Zeit.j Das Hervortreten des Ofdens nach ahßen muß in erster Linie ein geistiges stjin. Er spricht laich gleichfalls dafür aus, daß die Oroßloge sich in ihren Ausgaben die größtmögliche Reserve auferlegt. FürFerienkiijder sollten Ausgaten niejit gemacht werden Wenn die lx>gen Ferienkoloni n einrichten, so müssen sie auch dl:'Kosten tragen. Die?ion-Loge ist dazu übergegange n, auch von den ' Vohlfahrtskindem sich dte halben Kosten zahlen zu lassen, Ershamis.se können auch bei den Postionen: ^tipendie i für Studierende, Zuwendungen an Institute und Ur vorhergesehenes gemacht werden. Bezüglich des OesamtarchiviL stimmt er mit den Auslührungen von Br. Walter im (i; A. überein, den Beitrag nach und nach abzub tuen, "rotzdem spricht er sich für die Bewilligung der Umlage vöh 2.—M.’r aus, um die Großloge in den Stan 1 zu se zen> eine Rücklage von Stiftungen bti der Großloge vbll aufzhwertcn Br. Sommer, Pfofzhei n: Ma i kann nicht, die Erhöhung der Beiträge verweigern urd zugleich mit ma teriellen An lorderungen immer wiedi r an. die Oroßloge herantreten. Er spricht isich f ir die Bewilligung .der Um. läge aus, möchte sie aber füeine stärkere Versorgung notleidender Brüder,. Witwen und y/aist n . verwendet wissen. Br. Frajnkenstein, Migdeburi, kann sich zu einer stärkeren De Zentralisation der < Iroßlogi: nicht entschließen. Zur Staffelung der Beiträge b<merkt er:.-es bedeutet kein Geschenk, «enn einem besont lers gee gneten Kandidaten der Beitrag erlassen wird. B :i dem gestaffelten Beitrag wird der Gr trßlogenbeitra^ be toiiders eingezögetf. Die Sanisonschule wird lur 'däniv aufrecht erhalten — 33 — werden körn en, wenn seitens der Grc ßloge richtige Mitarbeit geleistet wird: Auch der Mitteldeutsche Logenverband hat seine Unterslützu tg für dpeSpbule abgebaut. Br. F r e u d e n t h a 1, Nüri iberg. ^ie'Not der kleinen Logen ist so alt, wie es üterhaupt Logen gibt. Eine' .Lösung wird nicht gefunden i rtrden. AnOrten, wo nicht - dauernde geeignete Fühterscl laft vor landen ist, dürfen Logen nicht eröffnet werden. Führende Brüder der umliegenden Logen müssen ver inlaßt \ietden, die Logen an den kleinen Orten zu bestehen. Redner wendet sich gegen die t nregung Br.. Levi i, daß die Logen nur die -lokalen Insti ute unterstützen s >llen. Gerade in den Logen sollen die G rüder dazu jerzojen wenden,-'daß sie auch' den großen allgemeinen: Inti utionenj ihr'Interesse entgegen bringen. Dagegen i sollte die Großloge sich von manchen'Unterstützungen freii nachen. Die Subventionierung der Reit hsinstitutionen sollte von den Lögenverbänden übernommen werden, 'die verpflichtet werden - müssen, in Gemeinscl aft mit den Land« sverbäyden und Synagogengemeinden die Institutionen lebensfähig zu gestalten. Br. Wal :er, Berlin,erbittet die Zustimmung zy der Auslegung, daß die Bestimmung i les § 26^ der Allgemeinen Obsetze, die die Zugehörig! :eit zum Beamtenfaf der Loge umgr: :nzt, der Berufut g von .Beiräten mit Sitz und Stimme im Beamtenrat d« r Loge nicht entgegensteht. ,4 * Br. M e r z b a c h, Frinkft rt, spricht sich für die Auslegung aus, obgleich er der Meinung ist, " daß die Bestimmungen der Allgemeinen Gesetze Maximalvorschriften sind. " . Die^auff eworfeneh ernste t Fragen wie Böykottfrage, Staffelung d:r Beiträge usw. sollten in schriftlich vorzulegendem Referat und Korr« ferat behandelt und in der nächsten Tagung des Oeneralkomitees erörtert werden. Br. Blau, Frankfurt, beti achtet seine Zugehörigkeit zum Generalkomitee als die Verbindung der Oroßloge mit den gnßen jüdischen Organisationen. Die Vorbe-