Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 12 - Dezember (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 249 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6727475-6029143-6074780--1921-4868539- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
wo er in der segenspendenden Näh« de« Rabbi Läuterung finden soll. Aber die Chassidim waren die alben Chassidim nicht mehr. Recht unheilig geht *s an dieses Zaddiks, einer tragischen! verzweifelten Qestalt, »Hofe« zu, an dem^ wie an al|en geistlichen Höfen, alte und junge Frauen von großem Einfluß Sind. Allmählich löst sich Mordechai von diesem mittelalterlichen Milieu ahj. erlangt allgemeines gissen, erlernt Sprachen und kommt in gebildete, bereits stark polonisierte Kreise aufgeklärter Juden hinein. Hier lernt er jüdisch« und polnische Politiker kennen, die den Aufstand vorbereiten, gerät ganz in ihren Bann, betätigt sich an Demonstrationen gegen diej Regierung, dije mit Waffengewalt uhterdrGckt werden, agitiert auf dem Lande, organisiert Bauernaufstände und, obwjohl auch von diesen Dingen rasch enttäuscht, muß er Zuletzt vor den russischen Machthabern fliehen, nach Europa, nach Paris, dem Asyl für die politischen Flüchtlinge der ganzen Welt. Jüdischer Kinderkalender. Erster Jahrgang. Herausgegeben von Emil Bernhard pohr. Jüdischer Verlag, -Berlin. Die Empfänglichkeit und Fähigkeit, Eindrücke ru bewahren, ist nirgends sogroß wie im Kindes alter. Darum ist es für die E-baltuijg und Renaissance d:s Judentums von überrage» er Wichtigkeit, sich schon frühzeitig an die Kindesseele zu wenden, und in die so < mpfänglichen Herzen erstes {Wissen von der geistigen Oröße und poetischen Seht nheit. der jüdischen Traditionzu pflanzen. An guter jüdischer Belletristik sind Wir im allgemeinen recht arm; eine Literatur für jüdisqie Kinder existiert aber leider fast noch gar nicht, trotz langjähriger Bemühungen der Jugendschriftenkommission (der Oroßloge; für Deutscblanc U. O. B-B. Darum ist es außerordentlich zu begrüßen, daß unter Mitwirkung dieser Kommission zum ersten Mil im Jüdischen Verlag zu Berlin ein jüdischer Kinderkalendeir herausgegeben wurde, für dessen Redaktion eine Persönlichkeit vom Range des Rabbiners und Dichters Enil Bernhard Cohn, eines Mitgliedes dieser Kommission, gewonnen werden konnte. Von keinem ersten Versuch kann man verlangen, daß er gleich vollständig glückt, und so ist auch dieser Kalender noch kein Werk aus änem Guß, noch keine Leist ung, über die ' inan sich restlos freuen kann. Die Beiträge sind recht ungleich. Der »Brief des Quartaners David Minsker 'an $ $ i i Artikel und Manuskript! berichtet über Arbeit sich in N'euorganisatiot n Ein lieber] il nur unvollkomti der in 'Betracht Fachmann auf diesem Jugendschöffe nko mmission und; t edaktior gesichtet sein weit selbst enhalten. Der Dank |der klein«n Leserachaft die Probleme Geiste zu durrhdiingen. 2. Nathi n Schuesteniverttand der ÖT£ zt 0. ist lie Schfi tine störende ttelreime zur fortgeblieben, rk der Wel tliteratur, das kleinen pärodisierenden daß das zu zollende jugendliche Anweisungen Jonathan Pinske « — S. 137 -• Takt- und Ges thmacklosigkeit biblischen Oesch chte wären ebepfatts besser Die Bibel ist (las einzige W«i absolut kein V« rsgewitzel und Ton veiirigt Dafür aber lindet sich so vie Gelungenes und wirklich Hübsches in dem Kalender, Lob bei weitem überwiegt! j Die Chanukka- und ' Purims( lielej ‘fül Schauspieler erd« cht, die Scherepschnitte und zu Handarbeiten und Spielen,, die Fragen ^.und Scherze werden gewiß b :i vielen Kindern herzliche^ Beifall aus lösen. Oanz ausgezeichnet ist djie Tragödie des jüdischen; Erfinders David Schwarz von Fritz Kahn erzählt. Die kleinen Oescnid iteir und Legejid« n des [Herausgebers selbst sind überaus glücklich dem kindlichen Verständnis angepaßt und entbehren dabei, doch nicht eitles tieferen Sinnes, der sie auch für Erwacht ene genießbar macht. Die lllustratiqnet zum Kalendajrium’ von Mina Brodsky in ihrer leichter, anscheinend imiihelos Farbstrichelei sind ganz entzückend; nungen von Mag da Nachman-Achaya»steh«n auf beachtlicher Höhe und fügen sich gut dem Text <>in. Wertvoll di« Musikbeilagen; von jüdisd ten Melodien, Oebiet, Arno Nadel, sind ebenfalls die der erste beisteuerte. Im nächsten Jahr soll der zweite Jahrgang dieses .Kinderkalend«rs < rscheinen Es gibt an ihm noch manches zu bessern und zj ändern. Die kom nerden Jahrgänge j Werden Wohl, von der um I vor allem mehr! B ritcägp-a is der Kinderwird dem Her ras;eber und Verlage I )r. Ludwig Dia i I! Eingängei 1. »Phil Oktober, Heft bestimmt nie fehlen! v i d soll n , Berlin. o s ophie und l : ten«, IC Die Monat8Si:h Leben« (Herau sge ner Prof. Dr. Mess« r, Gieß« n) ist bemüht, det täglichen \Lebens krachte«. V erl igRütten 8t Loeninj. Frankfurt a.M. 1929. Berichte aut dem Verbände stehen für Einsendungen, die unte Frau Ann unter Verantwortung der & dalftion dieser Bubrik erscheinen satten, a Lewy, Stettin, EUsabethitr. Die Zentrale der Kommissionen rift »Phi Asch: »Als! mit philosophischem die Firma ver- B. Losen. onatsber -hie der Mt jedoch suvor erbeten. werden für Schwesterhberaumg in Frankfurt a. M. ihre Tätigkeit im letzten Ja aufsteigender. Linie bewegte en wirkungsvoller gestaltet w lick über Erfolge unauagebildei en zu gewinnen,-weil nach kommenden Institutionen ne, daß ihre unld durch erden konnte, ter Kräfte ist anspruchung Be; Mitteilungen über den Oanj Gleichgültigkeit i Weit erfolj r esse der fflr ih; Obgleich nommene neu«; ■ei eh; en liei < hrer Angelegenheit »erlassen werdert. er erwies sich Beruf vorgebilddt es von der Zep ebiet erst vom 1 ingeworfenen auclt die Zeichsorgfältiger ahrg. 4, 1928, lokophie und der iGrostloge; die Adrette, von in einet gewissen c ie Tätigkeit im Interim Logenangehörigen, träte Hannover überf ebruar ab "bearbeitet — 249