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Der Orden Bne Briss · 1928-12-01 · Nr. 12 - Dezember (12.1928) · p. Seite 250

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 12 - Dezember (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
Seite 250 (sequence 30)
Language
German
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werden durfte, wodurch ein Teil der dreien Stellen für den bedeutendsten Quartalswechsel April verloren ging, gelang es doch, noch für Ostern fast sämtliche Bewerberinnen. — 72 Fälle, also 144 Vermittlungen — unterzubringen. Außerdem fanden noch U> Fälle durch lokale Vermittelung Erledigung. t > Als sehr wirkungsvolles Hilfsmittel erwies sich das Verbandsorgan »Die Logenschwester«, das nicht mehr entbehrlich ist - Die Zusammenarbeit mit England entwickelt sich nur langsam. Einzelne Reflektaatinnen auf deutsche Stellungen usw. konnten untergebracht werden', während die eingegangenen Ni chfragen n ic h England an der Aussichten losigkeit der ibergroßen Zahl scheiterten. Es besteht) aber infolge B< Ziehungen zu englischen Logenmitgliedernj und des im November in Frankfurt erfolgten 'Besuches) der englischen Sekretärin die begründete Hoffnung au^ bafdige erfolgreiche, gut organisierte Arbeit. j Die Aussic iten für Frankreich, in dem keine U.O. B. B.J Logen bestehet i, sind weniger günstig, weil dorthin höchstens private Beziehungen ausgenützt werden könpten. Nur energische Zusammenarbeit sämtlicher Logen* Schwestern ktnn alleinstehenden Schwestern und de| ernsthaft streb mden Jugend zu ihrem Ziele verhelfen. v * _ . I Logenberichtej Berliner Logenverband. Am 6. November 1928 fand die feierliche erste Sitztmg des neu gegründeten Berliner Logenverbandes statt. Der hochwürdige Oroßpräsident vertrat die Großloge. Nach Eröffnung ger Sitzung gedachte der VerbandsVori sitzende Bruder. Josef Hirsch der in dem Termin verstorbenen Brüder sowie unseres Ordenspräsidenten Adolf Kraus. Dann entwickelte Bruder Hirsch die Zwecke und Ziele des Logenverbandes, der einmal eine Vertiefking des Orcfensgedapkens, innerhalb der Berliner Logen anstrebe, frei von allen wirtschaftlichen Fragen, die der gemeinsame Ausschuß der Berliner Logen stets übernommen habe. Des weiteren sei Zweck des Verbandes, Mittler zwischen der Großloge und den Berliner Lagen zu sein nicht nur in der Frage von Wahlen, sondern auch um Anregungen zu empfangen und solche zu geben. Als erste Aufgabe habe sich der Logenverband gesetzt, Beziehungen zu den jüdischen Gemeinden der Provinz Brandenburg und besonders zu den Logen an kleinen Plätzen aufzunehmen; des weiteren die Aktivierung der Jugend im Sinne des Ordensgedankens. Der hoch würdige Großpräsident dankt dem Berliner Logenverband für die Einladung zur Gründungsfeier. Er betont die Gemeinsamkeit der Berliner Logen und dankt ihnen für den Willen zur Tat, der im. Sinne einer erfolgreichen Arbeit sich auswirken wird. Es folgt dann ein ausführliches Referat des Bruder Präsidenten Simon von der Berthold Auerbach-Loge über die Kulturaufgaben in den kleinen jüdischen Oemeiaden der Provinz Brandenburg. t- Ein Korreferat hält Bruder Präsident Katz von der Timendorfer Jubiläumsloge, in dem er besonders auf die erfolgreiche Arbeit der Timendorfer Jubiläumsloge in Eberswalde hinweist. '' Der bochwürdige Großpräsident bittet vor allen Dingen praktische Arbeit zu leisten durch möglichst schnelles Aufnehmen der nachbarlichen Beziehungen zu den Logen der Mark Brandenburg. Ein Beschluß im Sinne der Anregung wird sofort gefaßt. Nach der Tagung vereinen sich die Brüder des Verbandes zu einem gemütlichen Beisammensein. * . * ’ Jakob Herz-Loge, Nürnberg. Unsere Loge hielt im Geschäftsjahr 1927/28 28 Sitzungen ab, davon 7 als offene Logen. Die Sitzungen waren im Durchschnitt von 30 •/„ der Oesamtzahl der Brüder besuch! In jedem Monat wurde eine Sitzung von Referaten freir gehalten, um laufende Logenangelegenheiten und die Anregungen der Oroßloge zu besprechen; hierbei wurdt allen Brüdern Gelegenheit gegeben, Anträge und Wünsche für Ausgestaltung der Loge und Förderung des Lo^enwesens vorzi [bringen, eine Einrichtung, die sich sehbewährte In den übrigen Sitzungen wurde jeweils ein Referat gehalten, an das sich fast stets eingehende Diskussionen anschlossen. Vorträge wie Debatten standen durchweg; auf hoher geistiger Stufe. Allen Vorträgen und Diskussionen war die Tendenz einer Verknüpfung mit dein geistigen Leben der Gegenwart gemeinsam. — Als Beispiele von Vorträgen seien aus dem Gebiet des Weltanschaulichen genannt: »Macht Und Recht«, eine geschieht! - philosophische breitfundierte Ablehnung des Primates der Oewalt; »Judentum und Rechtspflege«, eine Aussprach; über die politischen und psychologischen Ursachen des forensischen Antisemitismus; »Verkappte Religionen-, eine Analyse der geistreichen Abhandlung, von Christia i Bry über die vielfältigen Formen von Weltanschauung! - .Surrogaten; »Naturwissenschaft und .Religion«, ein unfassend geführter Nachweis der Selbständigkeit der rel - giösen Weltbetrachtung gegenüber der naturwissenschaf - liehen Erkenntnis; »Der jüdische Literat«, der Vertuei einer charaktereologischen Erfassung des Juden aus de r. ihm eigentümlichen Leidenschaft des Denkens und Fo - mulierens; »Chajim«, eine Betrachtung über die En - Wicklung dsi Lebenswillens vom animalisch-triebhaften, bis zur höchsten geistigen Sublimierung. Ins Oebiet der Qeschichie führten die Themen: .i>Sozialismus der israelitischen Propheten«; »Dubnows Weigeschichte«; j »Kol-Nidre-Oebet«; »Briefwechsel zwischen Marx and Lasalle«; »Der Zusammenbruch im Jahre '91S an Hand der Erinnerungen und Dokumente des Prinzen Max von Baderl«. Mit praktischen Fragen befaßten sich die Tbemerj »Wie betätigen wir unsere Bruderliebe im wirtschaftlichen Leberr?«; »Landflucht«;»Die Juden in der Landwirtschaft«. Auf aktuelle Fragen und Persönlichkeiten bezogen sich folgende Themen: »Stigmatisierungen«, »Unpolitisch« Reise eines Malers durch Palästina«; »Die moderne A ’- chitektnr«; »Geburtenregelung und ihr Einfluß auf d e jüdische Bevölkerung«; »Hugo Salus ats Lyriker«. yDie Loge hatte während des abgeläufenen Termini:j 250

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