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Der Orden Bne Briss · 1928-12-01 · Nr. 12 - Dezember (12.1928) · p. Seite 245

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 12 - Dezember (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
Seite 245 (sequence 25)
Language
German
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Müller-Gaudius geht zunächst auf die völkischen Oedankenginge ein und hebt ihnen gegenüber hervor, daß nach den Ergebnissen der Rassenkunde Volkstum keine Abstammungsgemeinschaft oder Blutsgemeinschaft sei, sondern ein geschichtlich-politisch Erschaffenes. Volkstum sei kein Oeschenk, voi dem wir nur zu zehren brauchten, >um gute Deutsche zu sein, sondern eine Forderung, die jeder lebendige Deutsche mit allen Deutschen neben ihm, aus welchen Urelementen sie auch immer stammen mögen, erst täglich zu vollziehen habe. Die völkische Lehre von der nordischen Herrenrafse sei der beleidigendste Oedanke, der jelzwischen Menschen gleicher Nation gedacht worden sei. Er verlange von allen anderen Rassen, den Deutschen des Östens, des Südens und i des Westens, daß sie sich dem ihfien »rassefremden« Nortien sklavisch beugen sollten. Er1 reize die Rasseninstinkte widereinander. DieSklavenmom) des nordischen Oedankens sei papiergeborene Eitelkeit, j Rassen seien Elemente der Völker, aber nicht mehr Elemente der Oeschichte. Alle geschichtliche Leistung beginne überall auf der Erde, Nachdem rassische Elemente sich zu Volkheiten verschmölze^ hätten. Die »reinrassigen« schwarzen Rassen seien die | Unterworfenen der Erde, nicht Regierende, sondern Regierte. Volkskraft sei gleichsam vervielfachte Rassenkraft, j Völkisches Denken führe zur nationalen Weltangst, volklaftes Denken zum nationalen Weltwillen. Undeutsch sti die Weltangst, deutsch der Weltwflle. Die völkische I Entmutigung ehtdeutsche uns. Völkisches Denken sei jsklaveifmoral. Volkhafter Wille müsse völkisches Denken aus deutschem Oeiste ' verbannen. I Der klefnen Flugschrift, die geeignet ist, zum Nachdenken über völkische Fragen fcnzutegen, ist die weiteste Verbreitung zu wünschen. 1 .* Dr. Müller-Claudius: »Unsere Kinder werden nervöser!«. Sieben Kapitel an die deutschen Eltern. Theodor Oppermann Verlag, Hannover-Kirchrode. •Wir leben im Zeitalter des Sports, der bewußten Körperpflege. Neben der Pflege der Muskeln ist aber eine nicht minder bewußte und durchorganisierte Nervenpflege vonnöten, wenn unser Vfolkstum nicht erheblichen Schaden leiden soll. Dieser Oedanke hat den Psychologen und Pädagogen Dr. Müller-Claudius bewogen, den deutschen Eltern in gemeinverständlicher Form die Ergebnisse der modernen Jugendpsychologie und ihre. Forderungen für die Bekämpfung und Ueb?rwindung der Nervosität der Kinder-darzustellen. j Müller-Claudius geht davon aus, daß im nervösen Kinde der Vorrat an psychischer Energie vorzeitig erschöpft sei. Es sei den normalen Anforderungen eines Tageslaufes nicht mehr gewachsen. Es werde zerstreut, vergeßlich, »faselig«. Allmählich lege sich ein gewisses Orundgefübl des Müdeseins wie ein Schleier über die Seele des Kindes. Der Mißerfolg seiner Arbeit erzeuge Brüder denket bei der Dairreichung von rauen, des Kindes biologische Kraftrde, so daß es che Widerstandsin seiner Seele Unlust und Hoffmangsioaigkeit, die' mit angeborener Trägheit leicht verweci»el|t wQrdjen. Dann bestehe die QS&hr, daß das Selbstjve und mit ihm die wichtigste, stärkste, quelle in seint r Seele verschüttet! wt schließlich sein m Stolz und seine sittli fähigkeit verlier! und allen zersetzenden! niederziehenden Einflüssen haltlos ausgesetzt sei. - j. Es sei vercehrt, ein nervöses Kind lediglich durch Strenge oder c urch verschärfte Anforderungen (Nachhilfeunterricht) .1 teeinflussen zu wollen. Wenn die Arbeitslust eines Kindi s nachlasse, so müsse I man vorsichtigfolgsam den A usgleichgesctzen der Nltur nachspüren, nm durch ein Degengewicht die Lust hnrd Energie und damit die Nerirenkraft wieder anzufadien. Jede mit jugendpsychologischer Einsicht geleitete Schule habe eine Stätte, von der aus das Kiijd auf den Weg der Energieerneuerung m :thodisch - zuverlässig geführtwerde, nämlich die Sc lülerwerkstaltt. Das r Basteln« sei keine Zeitverschwendt ng und unnötige Ablenkung, wie viele Eltern meinten, sondern ein Gegengewicht gegen die reirr“ theoretische Au ibildung des Kindes, uni ein Schöpfe* neuer Lebens- und Schaffensfreude. Müller-Claui lius verkennt auch nicht dr n psychisch-aufbauenden Wert les Sportes.) Da aber dns nervöse Kind ohnehin vorschnell ermatte,!so werde es vom Sportplatz seltener erholt a Is vielmehr erschöpft zurm kkehren. Sport sei nicht in jede r Menge gut Es gebe1 eipen Grenzpunkt sportlicher Betäti jung, von d*m ab er niCht Aufbaujsonderr) Niedergang bereite. Das nervöse Kind pflfge'auch'keinC eigentliche Sport liebe zu entwickeln. , Esf neige vorzugsweise zum Watdern, das seine fuf häufigen - Wechsel bedachte Schauhst befriedige. Aber hur das Wandern in kleinen Gruppen vermöge dem nerviaen Kinde die Entspannung uni Lösung zu bereiten^ deren es bedürfe. Auch müsse der Neigung zu phantastisch Fernen Wanderzielen und nach oiner möglichst langen pat er des Wander tages entgegengetreten werden. | Das nervöse Kind bedürfe einet , wohlbedachten, psychologisch rü dcsichtsvollen und folget ichtig durchgeführten Tagesplans. Ein leichter und regi ihnäßiger Weg müsse in die Zone der Pflicht führen, die immer ihr Licht empfange durch die Zone der Freude, di! sich'dahinter öffne. Auf Aeuß »rlichkeiten wie Ordnung Und Sauberkeit sei der größte VI ert zu legqn, da gerade) diese Aeußerlichkeiten von besonderem Einfluß ajuf die Seele des Kindes seien. Dt s Kind müsse an regelmäßige Mahlzeiten und an eine Stund: des ruhigen Schlafes! nach der sich an den Schulvormittaj; anschließenden Hauptmahlzeit gewöhnt werden. An die Ruhezeit müßten sich zwei t Stunden täglicher Arbeitsze it anschließen und erst dänach dürfte die die das Kitid erst daun Richtig genießen;ine Arbeit jmehr vor sieh habe. * . Freizeit beginnen, könne, wenn es k Dlfc Freizeit solle dem ’ Kinde gehören. Sie ohne Zwang sein, aber wiederum nicht ofcne Plan, der Plan solle a der Natlur Kindes heraus zum. Spenden auch an die uroßloge* - 245 —

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