Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 12 - Dezember (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 244 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sekretär Dr. Boris D, Bogen unter der Ueberschrift »Was mich zum sozialen Arbeiter machte.« F ♦ >B’nai B’rith, Mitteilungen für Oesterreich«. Nr. 9, November 1928. * Die Nr. 9 des österreichischen Distriktes schildert uns die Festsitzung der ^Eintracht« anläßlich ihres 2Sjährigen Bestandes und ütSerraittelt uns die Festrede des Br. Oroßsekretär Alexander Hecht Die Nammer enthält ferner eine Würdigung Franz Schuberts, die Beziehungen seiner künstlerischen Tätigkeit zum alten Testament. Anschließend wird uns neben einer Umschau über die Tätigkeit der österreichischen Vereinigungen berichtet »B’nai B’rith«, Organ des Verbandes Jüdischer - Humanitäisvereine B’nai B’rith in der Republik Polen. 1. Jahrgang. Nr. 1, 1928. ' Wir begrüßen mit besonderer Freude das Erscheinen des Organs des polnischen Distrikts, das in erster Nummer vor uns liegt. Die meisten Ausführungen sind in polnischer Sprache geschrieben, das Geleitwort und der Bericht «Aus dem Leben der Vereinigungen in Polen« sind ins Deutsche übersetzt Das Heft enthält herzliche Begrüßungsworte von Br. Oroßpräsident Baeck und vom Großpräsidenten des Österreichischen Distrikts Br. Kohn. Der im Jahre 1924 begründete Nacbbarverband hat sich unter der Leitung des Br. Großpräsident Ader in der kurzen Zeit seines Bestehens sehr schnell konsolidiert und darf bereits auf erfreuliche Leistungen zurückblicken. — Dem Geleitwort des Br. Oroßpräsident Ader entnehmen wir, daß der Distrikt sich zunächst aus den Vereinigungen: Amicitia in Poznan (Posen), Esra in Bielsko (Bielitz), > Solidamose in Krakow (Krakau), Leopolis m Lwow (Lemberg), Raphael Kosch in Leszno (Lissa) entwickelt hat Ihm schloß sich im Jahre 1923 die Ver-( einigung »Braterstwo« in Warszawa (Warschau), im Jahre' 1924 die »Humanitas« in Przemysl, 1926 die Vereinigung' »Montefiore«, Lodz und 19°8 die »Achduth«, Stanislawow (Stanislau) an. Ferner traten im Jahre 1927 die beide«| im polnischenTeileOberschlesfens wirkendenVereinigungen,| die »Concordia-Loge«, Kattowitz und die »Michael Sachs- Loge«, Königshütte dem Verbände bei. Mit besonderem Stolz kann der polnische Distrikt bereits auf Leistungen hinweisen, die seiner Anregung entsprungen sind.: die Gründung des judaistischen In-1 stitutes in Warschau und des Akademikerheims in Ktakau. — Br. Osias Thon spricht'über »Unser Ziel«. — Weiterhin erhalten wir Mitteilungen über das Leben der Bne Briss-Vereinigungen in Polen. Es wird auf das Erscheinen eines judenfeindlichen Buches von Thadäus Zielinski hingewiesen, das sich die Herabsetzung der geschichtlichen Rolle des Judentums zum Ziele gesetzt; hat. Dem gegenüber wird das Erscheinen einer Bro-| ■ schüre von Mathäus Mieses, »Hellenismus und Judais-1 mus«, angekündigt, die sich gegen das erstgenannte Werk j wenden wird. Br. Vizegroßpräsident Aronade (Katowice) gibt in: einem »Rückblick und Ausblick« betitelten Artikel eine] Ueberschau über die führenden Gesichtspunkte im' VIII. Distrikt seit seiner Begründung und wendet sichl dann dem jungen polnischen Distrikt zu, der vor einer| Fülle von Aufgaben stehe. Auch er ' betont die bereits bestehenden Leistungen des Oesamtverbandes und hebt die Bedeutung hervor, die 'der Aufbau Palästinas in der Oegenwart für alle Oruppen innerhalb des Verbandes inj sich schließen müsse. -! Der Großpräsident des IX. Distrikts, Br. Dr. Nie-! mirower, steuert einen »Beitrag zur Erforschung des Wesens unserer Bewegung« bei und betont, daß diei Charakteristik des Verbandes darin besteht, daß derselbe! eine Hochschule des jüdischen Idealismus ist, welche Priester des Geistes, Propheten des Herzens heranbildet. r A. Odt. Bficherschau.' Blätter des Heine-Bundes. In der Oktoberreihenfolge der Blätter behandelt Ahron Eliasberg seinen Verwandten Alexander Eliasberg, anläßlich seines fünfzigsten Geburtstages, den dieser nicht mehr erleben konnte. Er schildert die Persönlichkeit, die von Schnurren erfüllt war, das ungeheure Buchwerk, das in 116 Bänden seinen Namen trägt, seine Uebersetzungen und seine Stellung zu jüdischen Dingen. - Sch. Gorelik befaßt sich mit H. Nomberg. Er bezeichnet ihn nach dessen eigener Auffassung als einen »praktischen Menschen«, der er sich bemühte im Leben zu "sein, trotzdem die Helden, die er in seinen Artikeln schilderte, von dem ungeheuerlichsten Pessimismusgetragen waren. Nomberg starb im Alter von 51 Jahren. Karl Schwarz behandelt den Werdegang des jüdischen Malers Moritz Oppenheim, der zu Goethes Zeiten lebte. Seine Bilder aus dem jüdischen Familienleben haben ungeheure Verbreitung gefunden, und doch interessiert der Porträtist Oppenheim mehr als der Genre-Künstler. Zur Erläuterung ist das Portrat Heinrich Heines hinzugefügt. Wir erfahren einiges über den Rabbiner Marcus Ehrenpreis-Stockholm, von dem in dieser Zeit gerade eia Buch über Spanien erschienen ist A. Odt. j I Dr. Michael Müller - Claudius: »Laßt Euc|i nicht entdeutschen!«, Philo-Verlag, Berlin 192$. — Preis 2 Mk. Im Juliheff 1927 dieser Blätter wurde die Schrift vcjn* ,Dr. Michael Müller-Claudius »Deutsche Rassenangst« besprochen, in welcher der aus einer christlichen Soldaten- und Beamtenfamilie stammende Verfasser di; Bedeutung der Symbole für die Psychologie der Massen und Rassen ■ behandelte und zu dem Ergebnis kam, daß der Antisemitismus keine Gefahr für das Judentum, sondern eine deutsche Oefahr sei. Damals wurde der Wunsch ausgesprochen, der Verfasser möge neben seiner wissenschaftlichen Abhandlung seinen,Mahnruf noch in die Oestjalt einer volkstümlichen Flugschrift kleiden. Diese Schrift ist nunmehr unter dem Titel »Laßt Euch nicht entdeutschen!« erschienen. 1 i 244 —