Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 11 - November (11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 207 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/6727475-6029143-6074778--1878-4868497- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
I I Der Talmui brunnen in der ist auch nächst d sollt: der der Bib :l dei In dem Talmud der alter^ Welt »Der wahre Talmudjude.« V jn Br Wösie des Exils werden und von Wesen und Willi« d :r luden geworden. ist alle Wei heit und Spekulation vereinig. Wissenschaft und Religion aufs innigste mit :inan ler verbunden. Das Leon 'S c h e in h a u s, Memel (Libanon-Loge, Insterbj g Juden ein Miriamswahrhafte Ausdruck [Irrwege führten. Es lam "or, daß Leute, die überhaupt nie ein Taliiudekemplar zu Oesicht bekommen hatten, siet erd eisteten, Zitate aus demselben anzuführen, die geeignet waren, den Talmud zu .diskreditieren, obwohl dieselben Zitate oft gerade das Gei gente if von dem bedeuten, was die unwissenden 1 almt dfälscher ihnen entnehmen zu können glai ibter. Es fanden sich zum O ück und zur Ehrenrettung des Talmuds auch nid tjüdi sehe hervorragende Gelehrte, die däs Judentum und seine Sprache [gründlich erlernt! hatten und aus Liebe zur Wahrheit die berüchtigten Fälscl er und Verleumder des Talmuds erfolgreich wie erlegten. Johannes Re u c hIin (1455—1522), ei les der Häupter des deutschen Hum*nismui , en pfähl Kaise^ Maxi milian, an den deutscher Unh ersitäten Lehrstühle für die Wissenschaft des Tilmuds zu gründen, um dielStudenteni mit de ■ Kern itnis dieses Buches, dieses »stolzen Hirsches mit zielen Enden«, ver traut zu machen. Johannis Buxtorf der Aeltere (1564—1$29), d«f vornehmste Begründer - 207 — der rabbinischen Studieh unter den c|hristyi|chen Gelehrten, sagt in der V »rrede zu se nemj fchaldäisch - talmudisch - rabb irischen Wötterbiche, über den Wert des Ta muds: »Di r Tsimud enthält viele gesunde b auch, wie Maimonides Etliche Leh en, [wenn in irgend < iner Stelle i talmudische Riesenwerk bietdt ein beredtes Zeugnis der Gedankenarbeit ei ies Jahrtausends . im jüdischen Volke, es ist ein Archiv, in dem Auf- : Zeichnungen ejner g iwalt gen Geistestätigkeit | aneinander gereiht sind, den ) der Talmud umfaßt 1 Berichte von S^tzunge i, di«: in acht jüdischen j Akademien während mfindes tens 8 Jahrhunderten I abgehalten wurden. Ejs gilt kein zweites Volk j auf Erden, das eine äl inlict fortdauernde Folge 1 von etwa 800 Jahrgän gen seiner akademischen Debatten aufweisen ka in. Und doch dieses Terütmte, eine Welt von Gedanken enthaltende tnzyllopädische Literaturwerk, teilte das Schick jal d :s jüdischen Volkes, Gegenstand der Verfolgung und Verleumdung zu werden. Zunächst wirren es ehrlose Apostaten, die sich an ihren sit ve achtenden früheren Glauberisgenossen rächen wollten,! aber leider mit ihren jeder tatsäch icheu Unterlage' entbehrenden ' Beschuldigung« n r amhafte christliche Theologen, von denen die meisten kaum den Talmud im Urtexte zp Je$en verstanden, auf meint, in sehr viele nut e ose Decken eing^büllt. Er enthält glaubwürdige Iruchstücke md Denkmäler des untergegangenr n1 Altertums, die dazu dienen; die Gebräuche, Hesetze und] Gewohnheiten des alten hebräisdl en Volkes zu erklären. Er enthält vortreffliche Li samkeit, der Arzneikunde Slaatskenntnis, der Stenkunde unt .Wissenschaften, welche die Oeschic tite Jenes Volkes und jener Zeit ault rordentlich empfehlen. Er enthält herrliche Spric Wörter aus «lern Altertum, ausgezeichnete Sent:i zen, scharfsinnige Oedanken, zahlreiche kluge u id inhaltsvol e Einfälle, weiche den Leser besse-, weiser und gelehrter e nren der R« htsgefehrder Natur-, $!ttenl-iund' machen können, und Wi nicht weniger die hebräi> alle Blüten Latiums um Sprache verschönen. Ei Wörtern, welche zum Tei der heifigen Schrift seit«: erklären und ursprüngli:! Sprachschatz im gesamte ischen und chaldärschen Sprache außerordentlich ergänzen und bereichern} der andernfalls ariderer funkelnde I :del$tfeine ie Sprache; ieren,, als Qriechenla ids [ ihre ithält Myriaden kon iie im Sprach gebrauch gewordenen Wörterj auslegen, teils! Iden Umfang djer hjebräin Ermangelung dessen lückjephaft und veijstünjupelt geblieben sein würde.« In ähnlicher Weise hiberi sich nbch [Viele andere christliche Oelehri et < Atting, Br; iun, v. d. Hardt, Schudt, SurenhuyJLightfoot, S:höttgen, Herder u. a. über das jüdische Schrifttum: pnd über die jüdischen Religionslehren ausges proben. Das »Compendium desJHierosolymilaniscien und Babylonischen Talmud«: von M Pfcner (Berlin 1831) enthält eineVoniede von Cör sisto ialrat J.J. ßeilermann, ylliversitätsprofessdr in Berlin, aus der wir nur cjnjge Sätze infü|i ren wollen: »Der Talmud, beslehiend aüs der Mise ina oder dem Texf, und dett.Gamara oder jtjem Kommentar; welcher letzjto’e ' im enge n Sijine Talmud genannt wird, ist jdera Theolo gen jjtnd überhaupt dem Gelehrten [wichtig. Er g tt neben den heiligen Schriften des jtlteriTestan entsj ] als Quelle, Bestätigung und ErRlärungder jiidisqien Religion, nicht, minder!fJr* ‘die bürg gerichtlichen und polizeilichen Verfügur erlichen, je n, I, [als 1 207