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Der Orden Bne Briss · 1928-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928) · p. Seite 195

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 195 (sequence 57)
Language
German
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ihren Kämpfen und Reibungen, mit ihren Ringen um ein politisches Ziel oder «in ^VeltljHd — gesehen jedesmal von einer anderen Waffe —j,mii ihren Auswüchsen an Gehässigkeiten und Bösartig! eiten 4 die aus den sdiwi chsten, den unbeherrschte äten Teilen der Seele stammen —, sduf ^us sich leraus eine höhere, eine größere Notwendigkeit: den Gedanken, über oder neben dem Parteilichen einen ■’upkr, eine Linie, einen Wrg zu finden, auf dem man sich treffen, einen Blich zu suchen, den man gemein »am in die Höhe richten konnte, sowie auf einer grof en gemeinsamen Gesellsthaftsreise’ cie Mitrernachssonne im hohen Norden mit einem Schlage c ie J fugen aller durch eine Fahrt Verbünde;! en an sidi zie lt. Da sind Menschen ver: diiedener \ olksgeme nsd aft, Rasse, Sprache, Religion, Geschieht, Partei ridu ung, Tfemperamente, Charaktere: si< alle sind gel lendet! von der Schönheit ei nes Natursc lauspieles, voi i der Größe der Schöpfung, vom Sichtbt r-LInsiditbare i, a.us dem der Welrgeist zu den Memdien spridit. j . Es sind de besten; dix Mensch;n, iie es verstehen, und auih die, die sich wenigsten; bcmüfien, aus der Mitternacht, aus dem Dunkel des Parteilebens die Sonne des Mensdineitli hen zu selien. , Judentum war in den tausendjährigen Dunkel seiner Geschichte von der g oßen Sehrsud t nach dem Hellen erfüllt. 5 o ist und m iß gerade i n Ji dischen das Bestreben des Einheitlich :n, Verbinder den, Versöhnenden stark und naturj egeben sein. )er Orden, der nichts anderes sein will £ Is eitle Zusam nenfasSüng des-Guten im üdiscfien -- Bne Bri;s: Söhne des lujides —, will und muß s< ine Aufgabe c in sehen,1 las Verständnis für das ] Menschheit liehe, das Ge« neindliche zu fördern. In seiner nähst zn LImwelt rher steht die Ge mein de, ler er dienen w 11 und muß. JüdischePol tik,das wi 1 sagen,Politik mjüdisdien jemeinsdiaftslel>en wirkt si h in Deutsdilat d innerhalb ler Gemeinde ai s. In anderen Länderh m it gemischt» lationalen Bestandteilen e scheint siejauh auf dem jebiete der gro len Politik des Landes i i der Form «ler Minderheitsiechte am Ganzen. Ih J )eutschland j eht es um die Gastaltung c es Gemeinde!« bens, deren Richtung nach bestimmten Auffassungei zu beein» t ussen gesucht wird, mögt n sie nun von religiösen, s trenggläubigen oder freier j [erichteten, vor politischen, j idisch-nationalen oder sta; tsbügerlich de itschen Ge» c ankengängen ge ragen seii i. Die Strebur gen bleiben innerhalb der Ge neinde, se erscheinen ticht parteimäßig ip den Parlamenten des Landes. In engerem I aume stoßen sich die Ge« anken, sprüht n die Temperamente, reiben sich die C iegerisätze. Es gab Zeiten, v o die Gemeinde mitgliedei vergaßen, ida I sie Brüder s :in sollten. Das Gemeit dlithje, Getne z jfütfc; aus Mitgliedern der 3eirteinde wui c .in der Gemeinde, fast Feinde. Siedeln ize erzeugte Gehässigkeit. Gehässigkeil aber bedeult,: bedre hlicf c Lage — auch über den Kreijs der Gehje ndc h nauK. Das war die Situation am Anfang des ahres 1914, als der Geschäftsausschuß der Großlojg: im Organ des Ofdens seinen Mahnruf zur Einigkeijt leraus jehen ließ.’ Der Orden war die gt gebene Stellje in ihm sinddte bedeutenden Führer all »r jüdischen P: rteischättierungen enthalten. Eine ähnliche Läge ie gab sih iiü Jahre 1926: auch da suchte der Orden -- und n/dit ohne Wirkung — beschwi htigend einzü wirken. Lr veranlaßte jn mehreren Nu nmern seines Mitteilung! - blattes »Der Orden Bne Bri >s« eine Auss »rache unter den Geistigen der verschiedenen Rieh ungen, den Trägern der sachlichen Ged inken — übei dasTiena. »Ritterlichkeit«. Abgerundet wurde ejaVorpeht n durch das persönliche Einwi ken desGnaß iräsidcnte i. Der Orden — und in hin die Loge — hat sih als eine Art von Gemcin.de im Jujdentun b: währt, die den anderen Gcheinden Sdikc csterdiensv zu leisten sich bemühte. Er wetteiferteI mit ihnzn n Wohlfahrtsleistungen <Fe rienkolonieij, Krarkeiisdiwesternausbildung, Mütter» und Säijg ingsheimc l, Toynbeehallen usw > Der Orden mit seine i Logen .war ehie.Slchule der Ausbildung für soziale Tätigkeit in de Genie inde, er schuf auf der Grundlage der Brüdei lichkeit' dt n Gemeinsinn für die Gemeinde. , In früheren Jahren verg ng kaum eine 3roßlogcu« tagung, in der nicht für cen Religionen nterricit in kleinenGemeindeneinellnttrstürzungzui Verfügung ■gestellt wurde. Als noch während des Kriege.;, die, stets wachsende Not die große Gefäh ■ der Ze- Splitterung beschränkter Mittel ins tl lgeme.-sene wachsen ließ, da war es der Orden, der s <h im ah v 1917 zur Mitgründung, de; Zentralwollfahrts iteile: der Deutschen Juden gemeinsam mit < er Beiliiwr Jüdischen Gemeinde, dem Deutsch-Israelitischen Gemeindebunde, dem Jüdischen Frauenburd zur Verfügung stellte.- j i' ' Die tragische Auswirl ung des Kri :ges di oh e den Untergang d^r jüdischel Kulturanstalten herbeizuführen: in der Großlogentagung des ahres 9Ü0 .wurde die Rettunjg durch eine Opfertat der Biüdzr erwogen, in späteren Gent ralkomitee-S tzunge i cj Ie Form gefunden,, die als wirksam bezeidmei 'jvtrdm konnte. Es wutjde der sogenannte »Kulturfqnd;< geschaffen, das Fihanzinstrument, das si« h aus ein tr Kopfleistung von M. 100." pro Bruder nsame trat den Gegner setzte. An erster Stelle wurden die Kultur nstitutjönon bedacht, an zweiter die Ki Itürträger, bei deneh die Kraft der Gemeinden nicht a usreichte. Die die sdiwerdargebrachten Op Ferverflüchtigt doch die Fundamente des ei imal Geschäft;neu ni - IQ5 - :usa/nmeu-

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