Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- Seite 196 (sequence 58)
- Language
- German
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zerstören, die dann eine Zertfang mit 1 hlfie des Welt»- ju leiitums vcjei'tcr ausgebaut « erden konnten. Der Tätigkeit des| Hessischen Logem erbandes für Hessen, der Lübetkei Hsra»Loge für Mecklenburg, der ost* preußischen ilögeii in ihrem Gelriet sei gleichfalls hier liihmend gedacht: sie haben in Verbindung mit der Großloge den in Einsamkeit - versprengt lebenden jüdischen Gemcjndemitgliedern — in Berg und Tal und Ebene — in zum Teil beschwerlichen Wände» rungen — Kjjndc von jüdischem Leben und Hilfe des jüdischen Herzens gebracht. Sic haben jüdisches Gefühl wipder erweckt und mandie Seele der Gemciiide zurückgeführt, die sich .son'st in den Wirrnissen des Lebens verloren hätte. Das, was da geleistet wurde, war Gemeinde»Mis» sionsarbeit im besren Sinne des Wortei, mehr als in früheren Zeiten auf die Betreuung iöi eignen Kreise erstrecken, die Sorge für die Hinter» liebenen wurde vielfach eine Familicnsor^feund dehnte lieh gelegentlich bis auf die Schaffung der Gedenksteine auf den Friedhöfen aus. In allem aber — in Zeiten de-s Wohlstandes wie in denen der Bedrängnis — isi (Geistige gewachsen. Das zeigt sich —‘wie bei den Gemeinden — auch in der Schaffung und Ausbildung ijkr B.bfiothek’en der Logen, in den seit mehreren Jahren mit wachsender Stärke aufgenommenen Bestrebungen' für Kunst und Künstler. I Die Organisationsform des Ordens, der togen mit ihrer Gestaltung von Präsidium, Bpamtenrat nd den vielfältigen Kommissionen in geistigen und latericllen Dingen hat sich bewährt. Die Technik, seiner Lehre erwies sichl als gut c Bertiner Logenheim U. O. B; B. in Groß-L'chterfelde agass Wrie die 'Gemeinde ein Abbild des Leben Schaffenden und Leben Verbindenden im Judentum durch die Jahrtausende;‘hindurch gewesen,, ein Symbol des Erhaltenden, so wirkt der Orden in der ihm ge» gebenen Form durch die Jahrzehnte seines Bestehens. Wrie die Gemeinden wuchsen durch Zahl,durch Um fang amd Bedeutung der Aufgaben, so ist'auch der Orden gewachsen. Aus einem kleinen Stamm der Getreuen im Juden tilm wurde^dic große Gemeinde, die sich mit hundert Radien über das Reich ausdehnt. Das Wohl» fahttswesen, das der Orden geschaffen, dehnte sich aus zum Nutzen d.es Judentums und damit seiner Gemeinden. Es ist nur ein tragischer Einschlag der Zeit, dtß eine stärkere Betonung der Hilfe im eignen Kreise gegeben werden mußte. Der Grund» satz: »Nichts für uns, alles für andere!« mußteeine zeit» notwendige-Einschfänkung.erfahren. Die Forderung des Rituals, Kränke zu besuchen und zu pflegen, mußte Mit besonderem Stolz ist stets im Orden ein Ge« weck kung .Wo danke, eineLeistungbetontworden: dieE und Erhaltung der Treue zum Judentum, dje Synagoge in der Zusammenfassung derKräfte ver» sagte, hat der Orden nicht selten, seine! erhaltende Wirkung bewiesen. Es waren nicht die Schlechtesten, die freimütig und dankbar sich als Beislpiel [hierfür bekannten. So sind Orden, Loge und Gemeinden durch tausendfältige Beziehungen miteinander! verknüpft.' Die Gemeinde des Ordens wirkt für die Gemeinden . in Stadt und Land, und in gemeinsamer /prbeit strebt aus Vergangenheit über Gegenwart in Zuktjinft gemein« sames Verstehen jund verständnisvolle Arbeit aus dem Dunkel der Vergangenheit im Geistigen unld Leiblichen zur Aufhellung, Vertiefung, Vergeistigung*, Kräftigung desseh, was-uns allen am Herzen liegt: Judentum!