Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- Seite 179 (sequence 41)
- Language
- German
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Berichten von Zeitgenossen g i :boten. )er Schüler (Wer vol es Material in der jü fischen Ge» ich yo i H i.xter, Verlag eder Lehrer muß aber erarbeitet unfer Anleitung des lehret s, welcher Hin» weise gibt, prgähzt, Probleme aufzeigt, das kultur» geschichtliche!Bild aus der Gesihiditsquelle. Welcher Art solche Qescftiditsquellen sein n)üssei, sagen uns nicht die Historiker, sondern die Romar Das betrcffejnde! Quellenstüjkl muß möglichst eine Geschichte s^in, in der Menschen denken, reden und * handeln und alles Züge in lebensvolle -, epischer Breite vor das geistige! Auge treten, für die moderne Arbeitsweise schich:e liefert dasQuellenleseb KaufFmann, Frankfurt a. M >. soldieQuelleiji selbst erschließen! inderr erd ieGeschichte des Schulortes nach solchen stummen oqcr redenden Zeugen der Vergangenheit du chforsiht. ■4. Das wichtigste Bildungsmarcrial m jüdischen Religionsunterricht liefert un> die religiös »sittliche Lehre. Wie ^iel pädagogisch! s Unheil hat in dieser Beziehung dir Unterricht in der »Rcl gionslehre« angcrichtet, dejr den Katediismi sunterricht der anderen Konfessionen!sich zum yörbill genoifnmin hat! Von allgemeinen Begriffen, von einei n geschlosst Inen System ausgehend, sollten Religion, S ttpn» und PHichtenlchrc durch I'rage» und Antwort&pic I auf deduk tivem Wege dargest^llt werden. Die mcc erne Unterricht stfehnik ge it den um»* gekehrten Weg; sie schließt vom Einzeih Ile auf das Ganze, vom Konkreten auf cas Abstaktc. Das Ver» fahren ist nicht einmal neu: E ist das alte Vorbild der Bibel selbst. »Keine Lehre hilfj.alsimlebenc igenEalle.* Dieser Gedanjke Jean Pauls' ist schon der biblischen Pädagogik bekannt, wcnn. se .die rcligi *s » ethische l Interweisung auf die konkreten Fälle de; wirklichen Lebens gründet und in den Uittelpünkt hrcr Lehre soziale Gebote stellt, die in Form eines Etnzc|falles aus der praktischen Wirklichkeit zu uns sp rechen. Ein Beispiel: Die Pflicht, innerhalb unseres Wirklings«- bereichrs im Hi lblidc aufLebe i und Gesunc heit unserer j Ncbenjneusdienfürsorgendel Rücksicht walt :nzulassen, wird demonstriert an dem ansi haulidien Ge >ot: »Wenn dircirf neues Haus bauest, so sollst du e n Geländer um dein Dach mfädien, dami du keine Blutschuld auf dein Haus lasest, so jemand lerunterfiele. t <V.22.8.) Das auf palästinensische Verhältnisse zu jeschnittene Beispiel geht von der praktis hen Wirklich seit aus, der Schüler wird mitten ins Leben hineingestel t. Moderne Arbeitstechnik leitet den Sshüier zur selbständigen Lösung des h ier gegebenen P oblemsan: E er Hinweis, laß doch an unseren Häusern dieses Geänder fehlt, weckt sein Nachdenken und slärt zunächst die tatsächlichen Verhältnis se<dasfladie Dadiderpaläs tinensisdien engen Stadt, die Bedeutung dieses Daches in der engen Straße als Lagerraum für diel rodukte^diezi imTröckncn , ausgelehnt werdi :n, als Auf« nthaltsört zi m Gern ß der kühlen Abendluft! Hinweis auf die bibfisdien Berichte, vom Versteck der Kundschafter in Jeridiö unte;- demf f'lachs auf dem Dache, König Davjd: abenc lieber Spaziergang auf fern Dache seines Hause s!> Und nun folgt die Fülle p "aktischer Anwendungei dieser Vor», schrift jm alltäglichen Leben: das Gelände r an Stiegen^ . Treppen, gefahtvollen Stellen! Sonstige Schulzvor» richtunlgen vor Gefahren (B'unnen, Grub>n,Treppenbeleuchtung, um! dann aus dem Leben der Kinder: das Wegwerfen von Obstshalen, Kirsdv ernen, durch die jemand Schaden nehm :n kann! Vorsicht in being auf Schußwaffen, Giftstoffe maschinelle Betriebe usw.>. Da wissen die Kinder zu e-zählen von Unglück .fällen . aller Art, die sic selbst schon in ihrer nächsten Lliiag ebung miterlebt .haben und denei hätte vorgebeugt werden können, wenn . . . lind je zf kommt das Nachccnken über den Zusammenhang der Dinge,’ ui d es ftöinmt ganz von selbst die Erken itniß, daß cs sich bis|hiiiL-m i-i die kleinen Dinge polizeilicher Mnßn'ahmcu, die die Menschcn als -persönliche recht oft um die große Frag Gewissenhaftigkeit hande zum Schluß solcher Besp lebendig ist, wird nicht au •die Kinder-formulieren sie selbst. Andc Einschränkunr empfinden, : sozialer Ethik und sittlicher t. Die abstrakte Lei re, die icchungen bei t en iNind/ern : einem Lehrbuh geschöpft,' Das ethische Verhalten g triffst den Ochsen deines genüber' dem .angcschlossen an das brbli: che Beispiel: »Venn di) an ‘Esel, Feindes oder;cinei umherirrend, so sollst du fh m denselben zur i idibi tagen.« Das ganze System der -cligiös« sittlichen. Et Ink dergroßen Sozialgesetzgebui g, welche das Jidentum der Welt geschenkt har, wird an der Hand seid er Beispiele durch Selbstfindcn der Saiültr im Sinne des mpderndn •Arbeitsunterrichtes, der dije Selbst tärigkcitipdenMittel» punkt stellt, erarbeitet. 5. Die Eigenart Her Quellen de.. jüdischen Religionsunterrichtes uiid die Praxis des ijeligiösch Lebens bedingen es, daß per jüdische Religic nsunterricht die hebräische Sprache!zu pflegen hat. ml Betriebe dieses hebräischen Llnterridites hat die moderne Arbeitsschule die größten LImwälzungctj hervor gebracht. Man hit längst erkannt, daß m t nem alter llbersetzungsverltahrcij, das leicht in g :isttötcndcr Mechanismus aus'artcrjdßs Interesse des J cfjülgrsbalc erlahmt und in den oberen Klassenigeradc zu in offene Gegnerschaft gegen den Unteiricht in der hebräischen Sprache umschlägt. Der neuen Psychologi c ist cs klar," daß der Unterricht in d er Fremdsprache ab e »auch nich f aufgebaut werden darf. tufdasEinpaukenv > iVokabelii und das Einüben grammatischer Regeln, iondern sic» gründen muß auf lebendigen Sprachgcb auch. Ausgangspunkt und Ziel des hebräischen Spra i Unterrichts ist uns darum Spree hen lernen» nicht U nrr-setzen« - 179, - Be ,lisple em<Jv wir