Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- Seite 164 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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mindestens 5,00 m, damit ein Cohen beim Gehen - in der Mitte den erforderlichen Abstand von den Gräberreihen zu beiden Seiten^ einhält Sonst darf er den Friedhof gar nicht betreten. Es ergibt sich von selbst, daß der Belegungspfan mit Grabstellengrößen von geringstem Ausmaß rechnet, weil nicht, wie auf anderen_ Friedhöfen, mit einer zweiten Belegung gerechnet werden kann. Aus diesem Grunde kann auch die Fläche des Friedhofes nicht groß genug vorgesehen werden ~ Ein Bildhauer urteilt über den Frankfurter alten FHedhof folgendermaßen: c »^as dem Beschauer des Friedhofes wohl auf den ersten Blick auffällt, ist die große Einfachheit der Steine, die dem jüdischen Qrundsatz,' daß im Tode jleder äußerliche Unterschied zwischen Arm und, Reich aufhören soll, entspricht Nur wenige Steine einiger, angesehener Familien und bedeutender Mäjnner sind reicher ausgeführt.«; Von einem neueren jüdischen Friedhof würde Der Prager Judenfriedhof I v *5/ Um so Leichter lassen sich dann die einmaligeVi Kosten des. Kultbaues verteilen Die alten jüdischen Friedhöfe - offenbaren die . Schönheit der flächigen Wirkung bei Wegfall der Grabhügel. Wo das nkht zu erreichen ist, sollten wenigstens Ldie unschönen,_ großen Kästen wegfallen und nur niedere, flachgewölbte Hügel angelegt werden. . Noch ein weiteres zeigen unsere alten Friedhöfe. Es ist kaum ein Stein,* dejr die Blicklinie eines erwachsenen Menschen überschneider, also höher als 1,50 m Das ist von solcher Bedeutung, daß die größten deutschen Architekten diesen Vorzug erkannt und als Vorschrift in ihre Anlagen übernommen haben. er das kaum sagen können. Hier gilt es meist, den l^Jachbarn zu übertrumpfen und höher zu .bauen i als er -Es entsteht ein Steinmetzlager, das, futnal wenn cs durch polierte, schwarze oder weiße Steine verhindert wird, sich dem Grün der Natur anzugleichen, furchtbar wirkt. E^ie Entscheidung: über.die Lage des Kultbaus, ob er am Eingang oder, zur Verminderung der Wege bis an die Grabsjellen, in der Mitte.angelegt werdetji soll, wird duqch die Ritualvorschrift, welche vorschfeibr, daß die Laiche, zumal nach der Tahara, nur inj der Richtung der Grabstätte und nicht zurück getragen wird, meist nach der ersten Annahme erfolgen. ‘ . ‘ Bjei der Gestaltung der Halle ist wieder-die 164 r