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Der Orden Bne Briss · 1928-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928) · p. Seite 161

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 161 (sequence 23)
Language
German
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Krankenkassen und Wohlfahrtsämtern und den bedürfen, zumal ihr« Inflation geschwunden die Gemeinden oder elbstzahlefn. Aber alle tiftungskapitalien durch die sjnd, der Zuschüsse durch r Beiträge von Mitgliedern und Spenden oder ider. Es ist hier nicht d:r Grt, so verlockend cs wäre, auf die finanzielle Gebart beiten einzügehen. Es sei hier nur bemerkt, daß z B. imKrankenhause der Jüdischen Gemeinde Berlin1) van 3375 'Aufnahmen i. Jj. 1925 entfielen auf Hassenpatienten 34,2 0,,„ <uf Wchlfahrtskranke 2|,4°;0, auf Selbstzahler 28,17,,, in Köln in der Krankenabt^ilung des Asyls 1927 v<j>n 3209 Aufnahmen mif 57780 Pflegetagen von diesen auf Kassenpatienten 62lV«. auf Wohlfahrl skranke 24" „, aiff Selbstzahler 14",„. Die Zuschüsse der Gemeinden sind wesentlich bec ingt durch die Höhe der Pflege-und Verwaltungskosten einerseits, andererseits durch dieHöhe der seitens «JerKrankenkassen und Wohlfahrtsämter gezahlten I flejgesätze, die in den einzelnen Städten sehr' versdiieden sind. Der große Rückgang der Selbstzahler j gegen früher in allep Krankenhäusern | zeugt van dem wirtschaftlichen Zusammenbrüdv und Niedergang - des Mittelstandes. — Einen höchst erfreulichen Beifeg für die Wertschätzung, deren sich die jüdischen Krankenhäuser in allen Bevölkerungskreisen erfreuen, liefert die Tabelle durch den Nachweis desj großen Anteils der nicjhtjüdischen Kranken an dtjr Belegung. Stets haben die Juden in den deutschen Krankenhäusern, ob 'sie öffentlich oder in köhfessic|nellem Besitz waren, die jgastlichsfe Aufnahme hnd Hilfe ge» fuiden. Ufid es gewährt uns wahre innerste Genugtuung,! jetzt mjt unseien andersgläubigen Mitbürgern ihit vorurteilsloser Hingabe auf diesem Gebiete allumfassender Menschenliebe wetteifern zu können, nicht um Anerkennung zu finden, vielmehr, weil derartige Hilfstätigkeit den Weg bahnt kzum gegenseitigen Verstehen und damit ::um innern Frieden Es zeugt von gutem Geist find Weitblick der MännerJ in deren Händen jüdischen Krankenhäuser lag, d^ß sie Anlage durch eine Bettenzahl, der Gemeinde überstieg, der n fl iim» ii ii *) Seefigmajon: Vom Krankenhaus V. Zeitung Nr, 22/19:6. gemein herrschendein Gepflc genheit der interkonfessionellen Aufnahlme ‘Recht ung trigen,t tleichviel ob in den Satzünjgen ihren Häuser ’^aÄ-über Bestimmungen eingefügt wäre? oder nicht. Damit wurde auch unseren Schwertern e n reid es Feld -eröffnet zur Betätigung im .zllgemehen M tnsdien» dienst. Leider entspricht dir Zahl der jüdischen Schwestern, wie dje Tabelle zeigt, nicht-cem Bedarf der Anstalten, obwoh die größere i unter diesen sich durch Angliederung« ein;r staäi lieh anerkannten PlJegeschule der.Aushildung von Sdi Western widmen. Aber ein großer Teil der Ausgebildeten wird später in den Gemeinde- und Fürsbr; [edifenst gezogen. Vor ca. 40 Jahren wurce die [jüdische Sch vesternfrage von der Frankfurt-Loge eiügeleitet und gelöst und dann neben den entstandenen Vereinen von den Logen unter Führung der Großloge gefördert. Diese: Werk jetzt, durch richtige Auswahl und ‘ Zuführung .geeigneter PerSö tilichkeifen ' zu den V ereinerf zu stützen w äre ein£ würdige un 1 verdienstvolle AufgabederSchwes» ternlc gen.-! Die vopstehen» den Ausführungen häben sich nur mit den eigen liehen Kran kenh: usern befaßt. k , Aber diesesfcplleirrrur einen kleinen Ausschnitt aus den Instituten dar, d e von len Gemeinden getragen und in der Spitzenorginisatnn des »Bundes jüdischer Kranken- und Pflegeanstaltcn« zusammen gefaßt sind. Dazu gehören den größeren Gemeinden füunheilbare Kranke, die ca. 50 jüdischen Altersheime, die jüdischen Kinderheilstätten, die Kindeiheime und Mütter heime und die zahlreichen Genes mgs» i|nd Er holungsheime für Kinder und Erwachsene. Die großen Nöte unserer Zeit, den Vermögensschwund in Wohnungsnot, den wirtschaftlichen Niedergang des Mittel- und Handelsstandes Taben sich zu nächst bei Alten und Kindrrn atsgewirkt, und ihnen zunächst gilt unsere L ilfe. [Kein Wunder, t \ 'V 1f1 (• ■ J!; i j; im, i '• I , I1«' '■ '.t HKl‘!,Y|J.IK.lrU: v.i.'.M A..I1 I in t.m.ifi V YUil Ul; Ml u.V'iTkil ■ ttora tau ler Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde Berlin die iEtrichtung der schon bei der die das Bedürfnis n Deutschland all»! irr jü<j ischi :n Gemeinde. i ilfe. daß ein großer Teil der Gern :indesozial-fürsorgerische für absehbare Zeit mehreren Städten geplanten häuser leider nicht wie in Amerika und England fas; neuerdings in Leipzig, hodiher: Privatleute sie übernehmen. zu erwa hervc rgerufeti, durch der Inflation,J die Umlagen durch Maßnahmen aufgesogpn und die Ausf ihrun j det* früher in jüdis hen .Kränkenten fst, wenn , nicht ausnahmslos, ige Stiftungen reicher 161

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