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Der Orden Bne Briss · 1928-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928) · p. Seite 148

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 148 (sequence 10)
Language
German
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König Jechanja <Jojachin> erbaute Synagoge. Noch vor der Eroberung Aegyptens durch Kambyses wurde um das Jahr 52> von der Judensiedlung in Elephan« tine ein eigenes Bethaus erbaut, das auch den - Brennpunkt ihres bürgerlichen Lebens bildete. Der Tempel von Borion in Nordägypten und der Onrastempel zu Leontopolis, um nur einige der älreren Tempelbauten zu nennen, waren ebenso Völkshaus und Gotteshausin eineirf. Diese Tatsache erklärt den Namen dieser ältesten Temp’elsfatren Beth.ha-' kneseth »Versammlungshaus oder Synagoge « Der hebräische Name der politischen jüdischen Gemeinde war Cheber-ir »Stadtverband« oder it« als der Diaspora waren von Rechts wegen nicht Bürger ihres Wohnortes, sondern ihrer Heirnjat gemeinden Ihre Gemeinden galten I rechtlich Niederlassungen auswärtiger Handelsleute imir' eigener Verfassung und eigener Gerichtsbarkfeit. Audi nach dem unglüdTchen Ausgartge des jüjdi» sehen Krieges behielten die Juden des römischen Reiches —• und um solche handelte es sich in dieser Zek fast ausnahmslos — ihr Bürgerrecht und jdas Recht der Synagogenerrichtung. Ihre Gemeinde» - Verfassung war die der römischen Kollegien,) zu denen sie nach römischem Vereinsrecht ^gehörten.; Die bürgerliche jüdische Gemeinde setzte jsidi •-V V rI J -- Juliarjos i Aeltestenratsvorsteher svoaos ■/.s:txc — liegt hier i yj’tzz: nach schönem Zusammenleben |ir:a nivrwv. —- mit allen. <Block uurilo am 31. .12 IM am Boden «finer Tomba ä Sacrofagö gefunden Das Denkmal ist in das 2 bis 3. Jahrhundert nach Christi au setzen > Abi*edruckt aus: Nik Müller: Die Inschriften der jüdischen Katakombe am Monte Verdi zu Rom, herausgegeben von der 0£selIscha i zur t ..i Förderung der Wissenschaft des Judentums, Berlin Chaburah »Genossenschaft«, der .griechische Judaike »Judenschaft«, wozu Synodos oder Synagoge zu ergänzen ist. Dagegen war dey älteste, hebräische Name der Religionsgemeinde Edah. So nannte sich die bereits erwähnte Judengemeinde von Efephantine in den aus den Jahren 470 — 411 v. d. übl Z. stammenden Urkunden.. Nebeq Edah traten dann die Bezeichnungen Kehillah, Kahal, —ibbur und Kneseth für die, Religiorisgemeinde. Politische jüdische» Gemeinden waren mit dem Anwachsen -der Diaspora rings um das Mittelländische Meer, in, Kleinasien und in Babylonien an allen bedeutendere^ Handelsplätzen entstanden, die größten in Alexajrdria, Rom, Korinth, Athen, Antiodiia, Smyrna und Ephesus. Diese Juden in aus den Ortsansässigen <Bne h?»ir>, d. h. jden länger als ein Jahr an dem betreffenden Orte Wohnhaften, den Ortseinwohnern <Josdiebe ha|ir>, die mehr als dreißig Tage, aber noch kein J.thr ortsansässig waren,, und den Nichtansässigen zusammen, die erst kürzere Zeit an dem Orte wohnfen An der Spitze der_ bürgerlichen jüdischen Stadtgemeinde stand der Gemeinderat, der a\is d^ei, sieben, zehn oder zwölf Mitgliedern bestand, - die als* »Freibürger« (Batlanim), »Stadtbeste« (Tobe ha»ir> oejer »Pfleger« <Parnassim>, griedtsdi als Archöntes <jstadtherrn> oder Gerontes .(Stadt» älteste) bezeichnet wurden. Sie bestimmten die Höhe und Verteilung der Steuern, setzten Maß und Gewicht, Nahrungsmittelpreise und ortsübliche * 143 -

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