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Der Orden Bne Briss · 1928-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928) · p. Seite 143

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 143 (sequence 5)
Language
German
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So hat die jüdische Gemeirde Hem Judentum eine neue Grundlage geschaffen, poch ehe der jüdische Staat zusammi ngebrod en jwar. Weder, zu bringen, sich politisch tuszulebei die Existenz noch die Rechtslage der Gemeinden wurden von den verärderten E eziehungen Roms zum .jüdischen Volke Palästinas berührt, die alten Privilegien blieben weitet bestehet, der Jude genoß in seiner Gemeinde uni durch seine Gemeinde, auch ohne daß eine siaatliche Majht hinter ihm . stand, weiter die vor Jahrhun lernen gewährten Rechte. Diese gehörten so fest zum eisernen Bestand der römischen (Verwaltmg, daß auch die christlichen Kaiserjgrundsi tzlidi nid ts daran änderten/ der einzelne Jude wu de wohl allmählich zum Bürger minderen Rechts degradiert,! aber die Gemeinde behauptete ihre Privilegien weitet, vor allem wurden die Grundsätze der Glaubensfreiheit und der Zugehörigkeit aller Judenj zu ihr nicht angetastet. Wenn auch die antike Wj:lt zusammen« brach, wenn auch Christentum und Islam als neu geistige Mächte die St iatskunst fejteten, so galt doch die Organisation der Jude in ihren Gemeinden ah ein unVer brüchliches Recht — unc das umso in Gemeindeangelegenhei en' seine Gewicht zu werfen, sein t Tatkrafi mehr, als die beiden Tochterreligio terj in eliner Gemeinde, ih des Judentums diese Farm der Or4j von warm Mitfühlend :n! ganisation für ihre eigenen Gerne in J selten wohl die Dm. schäften übernommen hatten. Inj i i mußten häufi j Beruf der immer feindlicher wendenden V eil wonnene Gewohnheiten des Mittelalters blieb die Gemeinde' sie durften ih‘ innere: lieben weiter die privilegierteDaseinsfcjrmdes Juden] fortsetzen, menschlich blieben sie in sein Bollwerk und sein Schutz wi^j ihrer Heimat, sie wahrten sich die sein moralischer und gesellschaffliehet! - . _ * . seelische Kontinuität Die Ge» Halt. — Die Privilegien der Fürs enjj CgC Hejscterzunft SC *" meinde bracht« auch unter schwersten wurden in der Regen nicht efnJ Opfern, den Vertr ebenen Hilfe,, zelnen Juden, sondert! der Gemeinde erteilt/ loste Gefangene aus, .-wie se überhaupt nach und dank der Existenz I der Gemeinden erhielt nach alle Einrichtungen sozialen Bestands schuf: der einzelne Jude^ die Möglichkeit Und das Recht Krankenhäuser, Waisenhäuser/ Atersbeime und der Niederlassung und Erwerbstätigjkeit, erhielt er all die anderen zahlreiden In: titutionen der Schutz des Lebens urd des Eigentums, sowie Wohlfahrt, von denfn weiterh n die Rede Freiheit des Glaubens. Die Existenz! der Gemeinde sicherte ihm den notwendigen Rechtsschutz, sorgte für seine seelischen Bedürfnisse, gewährte ihm die Möglichkeit der Erziehung seiner Kjnder nach den Grundsätzen seiner Repgion. Werjjn eine Gefahr drohte, trat die Gemeinde oder ihr Vertreter in die Bresche, holten sie die wohlverjwahrten Privilegien hervor und forderten von den verantwortlichen Behörden Abwehr. Die Gemeinden oder ein Verband von Gerne nden sorgten durch Verfügungen für Einführung und Innjehaltung einer Anerkennung von Brauch von sein wird. Die Gemeinde war darum bemüht, das Leben so zu regeln, «M einzelne Jude wohl geborgen war. . Sie konnten darin, wje der. Stände- und der Wohlfahrtsstaat, des Guten tuviel ti in, [das gesamte Leben derart einengen und reglementieren, daß die s im Zeitalter sozialen Ordnung, für und Sitte. Die Gemeirde hob den einzelnen über .seine Vereinzelung hint us, gab ihm Gelegenheit, Wohlfahrt zur Plage wurce. A der Aufklärung der Indrvidu diÄmus empfand man diese Bevormundung strebte von der Gemeinde weg; das Zeitalter der Menschern echte / als Individuum Gleichberechtigung, Schutz der Gemeinde nicht mehr, verstieß sie. Es war eine kritis ms -Stimme zur/Geltung sie bot ihm Ersatz für das, was die Welt drajJfen ihm ver» ■> sagte. Es waren nicht die besten Elemente, die von der Gemeinde wegstrebteo, meist solche, die ihren Reichtum oder ihren Einfluß auf die Mächtigen der Erde ausnutzteit, um sb> von ihrem Anteil an den Steuern und änderet gemeinsamen Lasten zu drücken, öder die sich ül er die sozialen und moralischen Bestimmungen <Jetf Gemeinden hinwegsetzten. Sie verloren damit iifch den Rückhalt und die Zuflucht, webhe die jjesamtheit der Juden ap der Gemeinde hatte.! , Gewiß wurde die Gemeinde ai ic^i eine Qudlle des Leids für den Juden. Haß und Gewalt heftete sich an die Juden als Gruppe, für wirkliche .odervermeintliche Schuld eines einziger [üde;n. mußte die ganze Gemeinde büßen, Mißhandlung und Tod waren ihr Schicksal. Die Ueberlcbunden waren . oft gezwungen, zqm Wanderstabe 2 u greifen, aber sie haben im Leid Trost, nicht allein zu f>\eiben. /Und wenn sie Fuß fassen durften] so gesh ih~es wieder einem Kreis Sie wedv» gebung, sie lind Jiebgeäridern/, aber sidi als Es der verstärkte, Härte, und kam auch Jude erhielt tr_ brauchte den er vergaß und he Periode für 143

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