Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 9 - September (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 131 (sequence 7)
- Language
- German
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/ i "denn neben!, einer Einscl r« ibegebühr von 10.— oder 15.— Mk. müßte vcn den Beteiligten nach erfolgter Eheschließung ein« Gebühr von 1— 2°/0 der Mitgift eingezogen we den. Dafür werden alle Drucksachen und Antra jen portofrei erledigt. Wenn Ueberschüsse erziel werden sollten, so könnten diese zur Ausstatti ng armer Bräute und zur Gewährung zinsloser Darlehen an junge Eheleute zur Errichtung eines Gewerbes verwendet werden. > Aber das ist no:h Zukunftsmusik und Verwendung von Uebe sei üssen wird niemals zu ernster Sorge Anlaß geben. Heute gilt cs, das Werk ins Leben zu rufen. Man bedence den reichen Segen, de i ene jüdische Etievcrmittlungsstelle stiften kinn, wievie) Unglück < je abzustellen vermag. J; i, v eileicht kann durch sie dem Niedergang1 der deutschen Judenheit Einhalt geboten werde n. Man lasse das Ungläubige Lächeln, das sich fceim ersten Gedanken än eine planmäßige E hevi imittlung aufdrängt, beiseite und gehe err stha Ft daran, jedes rür und Wider zu prüfen: Si id wir aber von der Notwendigkeit dieser Eir richtung überzeugt, dann haben wir die jüdische Pflicht alles zu tun, um den Gedanke i in die Tat umzusetzen. * * ’ ’! Zusatzbemerkun^ von Br. Prof. Dr. Hanauer, Frankfurt a. M., tu obigem Aufsatz: Br. Basch hat sich uin die gemeinnützige Ehevermittlung die größten Verdienste erworben. Er hat zum ersten Male im größeren Maßstabö, ohne 'ein Vorbild zu habet, die Idee praktisch und mit Erfolg verwir dicht. Er war es auch, der, als ich das Problem einer jüdischen Ehe- * Vermittlungsstelle in d eser Zeitschrift im vorigen Jahre behandelte, es s ofort aufgriff lind ihm sein lebhaftes Interesse, zuurandle. Die von ihm gemachten reichen Erfahrunge n müssen daher'auch bei der Ausführung ier j idischen Ehevermittlungsstelle berücksich igt w erden. Darin, wie Br. Basch eie Notwendigkeit der jüdischen Ehevermittli ngss eile begründet, gehe ich natürlich völlig einig nit ihm. Aber die Methoden der. Magd« bürgt r Einrichtung lassen sich nicht ohne weite 'es ai f sie übertragen, wie Br. Basch selbst zu gibt,., vor allem, weil die Schichten, auf weide die Fürsorge sich erstrecken soll, in ihrer sozialen Gestaltung erheblich differieren, dort Kriegerwitwen jtnd Kriegsbeschädigte, hife1 Ang thörige der jüdischen Konfession schlechth n. 1 >ie Versorgung bei der Magdeburger Stelle sc Linie darauf erstreckt zu leint sich in erster haben, das zu vermitteln, was man als Einheirat bezeichnen kann. Eia Br. Basch auf Einzelheiten eingegapgen ist, möchte ich auch dazu Stellung nehmen. Der fTagebogen bildet natürlich die Grundlage des esamten Handelns. Ot man auch| bei der dischen Ehevermittlung »stelle Bewetrb :rlisten ufstellen soll, bedarf seht der Erwägung. Die Erhebung einer Elnschrübegebühr und den Abzug eines bestimmten 3rözentsatzes von der Mitgift möchte ich nicht befürwortend da dies zu sehr an das gewerb« mäßige Vermit ein erinnert und von der Inanspruchnahme pe Steile abschrecken würde. Nach meinen t|is!ierigen Erfahrungen wird überhai pt'da, wo eine große Mitgift vorhanden ist, die- Stelle kau^n in Anspruch genommen werdrn. Die Frau in, die sich an mich wandten, besitzen entweder eine kleine Mitgift oder überhaupt keine, d< meist i^ir Vermögen durch die nflation verlören oder Suf einen kleinen Rest zusr m'mengeschrumpft ist. frlier würde es aber vielleicl it-eine Härte bedeuten, wenn man diese kleine Mitgift noch besteuern wollte. Aber dennoch sollen diejenigen heran-; gezogen werden, welche die Stelle in ^r spruch| riehmen, weil, was nichts kostet, bejkanntljch! aiuch nicht gewertet wir!, und weiljcen Be-j Werbern durch Inanspruchnahme der Ze tungeh: c der'der Berufsvermittler ruch Kosten Entstehen vrürden. Aber die Besteuerung sollte nlicht eine; obligatorische sein, sonder i eine freiwillige,] a lerdings eine unter einem gewissen moralischen 2wang liegende. f Die Höhe der Bes,t{ uerung s oll dem Einzelnen je iia< h seinen Verna tnissen überlassen bleiben, sie soll nur in Betracht] kommen, wenn die Tätig<eit. der Vei'mittlungs stelle von Erfolg begleite T ur G armer sollen in die Kasse Bäute fließen. Demnach sollen nach meiner Auffassung die Kosten des Betriebes nicht von derjenigen aufgebracht werden, ^reiche sie in Anspruch nehmen, sie müssen Vie mehr von der Allgemeinheit getragen, werjdei, wie dies ^ei all6n gemeinnützigen Einrichtungen der Eall ist Handelt es sich hier cjoch um eine soi:he,ndie das gesamte deutsche . udentum auf $ tiefst« berührt,zu seiner Lebens- und Schicksals — 131 -- war. Diese Aussteuerun frage geworden ist. achtens am besten, durc Grundlage aufgebauten land erstreckenden Verejin. ni :ht, daß man durch ] ei zii ihen der Angelegenhei splittern könnte, wie Br. )as kann mei les Ei einen auf breiteste^ s ch über ganz E eutsch-f geschehen, icl glaüb^ i vereinsmäßiges Auf* die Sache leicht zer* Basch meint. Ich bin