Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 9 - September (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 127 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Art [He sa 1 arten; der Revolutionarismus wertigen Neid- und Rachegefühlbi begleitet sein und sich positiver fähig zeigen. Dort droht hochmütigunfruchtbare Selbstaf) Unvomehmheit und in seiner fruchtbares Demagogentum. here Synthese des, wie wir ethischen Wurzel . entwachsend und revolutionären Orundtrieb» eine der schon heut anzustrebc zu erfüllenden kulturellen Aufgal nen Judentums. Dazu helfen aber muß die vielberedete, vielgescholtene Und damit rühren wir gleich dere Hauptseite, Grundsaite d_4 sens: den Intellektualismus. -5- Im allgemeinen sieht man gerade mit günstigen Augen an, seine Gründe. Man kann auf dem Herzen haben — unc ihm Gerechtigkeit zollen und Ehren erweisen müssen. Es über„ die Gefahren der Bewußt! die im Uebermaß ja allerdings die Kunst zugleich verderbe i stellt der bewußte, geistige M späteren, höheren, 'verfeinerteh typus dar. — Ohne Bewußfl Kritik — und die haben wir Gerade über die Kritik ist uhe zusammengeschwätzt wordeji; Wert, ihre Notwendigkeit wird i nigen begriffen: man schimpft meint den Kritizismus oder (aber das ist ebensoweipig »Klassik« und »Klassizismuk riesige kritische Begabung, vor enorme, ebenso fruchtbare wleiv» ihm ganz eigentümliche S e | b das Judentum längst in Kons< starrt oder in Revolutiona i Die Gefahren der überzüchteter i Kritik — wer kennt sie niclpt sie leugnen? — Das Problem ist das Problem des jüdischen Mit bloßem »Abbau« (um zeitgi der jüdischen Ueberbewußthjei ist es nicht getan; die Lage jst wickelter . . . Eine Ueberzüch keit ist bekanntermaßen da gativ in gewissen .Unsicherheit sungen des Instinkts — und Idi :i Si * cann von luntern (Ressentiment) Gestaltung unijieblosigkeit uqd Schließung; hier gleichfalls unlebendige' höen, der gleichen n konservativen das ist gewiß nden und künftig ben des moder- Kritik — die jüdische Kritik! Nieder an die ans jüdischen We- I ihn heut ja nicht und das hat gewiß allerlei gegen ihn doch wird man die gebührenden wird viel zu viel heit gezetert — das Leben und kann. Sicher ^nsch gerade den Entwicklungsheit aber keine dringend nötig, redlich viel Unsinn ihr Wesen, ihr ftimer nur von wetuf die Kritik und r t die Kritikasterei dasselbe, wie . — Ohne seine allem ohne seine ^rhängmsvolle und s t k r i t i k wäre ervativismus ersmus verpufft. Bewußtheit und und wer möchte r jüdischen Kritik Intellektualismus, ejmäß zu sprechen), und Ueberkritik heikler und verung der Oeistigäußert sich neen und Entgleiin jener oft be- W eit leher ist es die Maßes, die gerade klagten Naturverkümmerung, Vernachlässigung des Sjnnlich-Körperlichen, die inzwischen ja im Sport aller Art schon ausgiebige, fast z j ausgiebige Korrektur erfahren hat. Um!gleich bei diesem zweiten Punkte zu bleib m : so wün$:hen's-, Wert auch die sehr zeitgemäße körperlicie Ertüchtigung sein mag: der Vorrang der jüdischen Geistigkeit, der seit Jahrhunderten Unser Ruhm und Stolz ist, soll. dadurch doch onpngetastet bleiben- Man kann auch dei praktischen Monismus übertreiben — und in Zeichen des allaufsaugenden Sports drohen wir ohnehin fortschreitender Verblödung ianhe mzufailen. Es ist Keineswegs nur die billigeWeisheii der goldener Mitte«,,immer, wieder S y n t h e sAusgleicl, Vereinigung rauf höherer Stufe zu fordern. Phibsopliie des k assischen einer überreizten und verwilderten Zeit bitter not tut: jehes Maß«s, das“ noch das Widerstrejbendste, ohne es zu verilachcn und abzubieger, in der Einheit des Wesens zusammenfaßt. Möge es dem Judentum von heut und n|iehr noch von morgen vergönnt sein, seine ajlte überragende Ceis igkeit, .Von Auswüchsen ijind -Gefahren berei:, mit junger, gesunder Köijperlichkei zu versöhnen! — Oie Fehler des Intellektualismus aber sollen uns r icht blind mache|n gegen d en unentt »eh liehen Und unersetzlichen! Weit der kritischen Be- . •> wußtheit. Man' wirft der Kritik ihre Ncgatlvität und Unproduktivität j vor. Aber d is ist ein jFehlurteil der Oberflächlichen, und Verärgerten. In \/ahrheit gibt es üfchts Positivere» und {Produktiveres als große) Kritik, ohne di: jede!Kultur, jede Gesellschaft einfach der Verc un pfung Und Erstarrung verfiele. Mau hat den gerade in seiner Bewußtheit so unbestechlichen und unermüdlichen jüdischen Geist oft als den — nicht immer .angenehm -- vorwärts!! eiben*, den Sporn und Stachel empfunden, cer »reizt und wirkt« — soll man goethisch fortlahren: »und muß als Teufel schaf en«? .'Was tut’s? Dieser Goethe’sche »Teufel« ist ja ga -kein Teufel (in gewissen Sinne i >t dies sogar die Schwäche der großen Dichting), sorde n das irgendwie selbst götliche Prinzip des vorwärts und [ aufwärts treibenden Ei itwicklun jsj;eistes. In diesem Sinne i»niephistop lelisch« mag sich der jüdische Oeist also ruhig sc leiten lass en Ohne »Mephisto« käme auch nichts Neues,, Besseres, Schöpferisches in die Weih Wenn' nai von Ausartungen absehen will, die'es natürlich immer und überall geben wird, wäie es Verleumdung des jüdischen Oeistcs, zu s igen, daß er nur - «7