Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 8 - August (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 105 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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■ I 1 ■ verlangen. Ja, es ist von hervorragender Seite klipp und klar ausgesprochen worden, die Logen müßten sich helfend'und schützend!vor die Religionsgemeinden stellen. Ich bitti, nicht mißverstanden zu werden. Ich denke nicht im ge? ringsten daran, hier etwa gegen Religion oder Oemeinde aufzutreten. Ich werfe n ur die Frage auf, ob es die Aufgabe unseres Ord :ns ist, eine Dependence der Synagogen zu werden. Die weitaus meisten Brüder sind schon' an sich religiös. Lasse man die wenigen, die es nicht oder im minderen Maße sind, gewahren! Das Gespenst der Intoleranz steht vorder tür. Es wird ins Haus treten, wenn Fragen wie die der Mischehe,deir Beschneidung und der religiösen Erziehung nicht rpit äußerster Zurückhaltung behan- und uit iirer Billigung ihre! Betät güng erheblich zi erweitern. Seide im Wesentlichen auf Kosten d :r Einzellagen. Es ist hier nicht der Ort, d es n iheren auszuführen, warum der Aroeit der Einze logen vor der Arbeit dir Verbaide abgesehen hier nur einer besteht bewährt, aussc bände hören wenig lließ prinzipiell |— natürlich von gewisser — der Vorzug zu geben estgestellt werden, daß gewissen Entleerung der Ich weiß auch nicht daß das Oeneralkotnitee so gut ich nach; den Vorschläge der Vef getildet wird. Ins Generalkömitee aucti ein paar eigenwillige Geister, bände prä: entiert zu werden. delt werden. (Auch in geringeren Fragen macht sich schlagsrecljt der Verbände müßte ein neuerdings eine inquisitorische Neigunggeltend, so in der Frage des Logenbesuchs.) Wie grötesk der Uebereifer sich mitunter gebärdet, ze gte sich auf dem Gebiete des Aystritts aus der Oemeinde: Hier wurde eine Bahnoestimmung angeregt und alsbaid stellte sich heraus, daß innerhalb des Kreises unserer Brüder derartige. Austritie bisher überhaupt nicht vorgekommen sind. Iaßt ’uns' zu dem Grundsatz zurückkehren, di ß jeder edeldenkende Israelit, der sich', aus irgerjd einem in unseren Orunde als zu uns zugehörig fühlt, ‘Reihen Platz finden kann! ln diesen Zusammenhang gehört dife Ueberbetonung des Jüdischen in der Wihl Vortragsthemata und ein Teil der C rühde, die meiner Anregung, von Logenwegen einen stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhang'mit unseren christlichen Mitbürgern zu suchen, in der Münchener Oeneralkomitee-Sitzung entgegengehalten worden sind. Ich erwähne :sie besonders, weil ich gerade bei dieser Gelegenheit den Zug der Entwicklung mit besonderer Schärfe zu erkennen vermochte. Bemerkenswert scheint mir auch c ie Tendenz] den in der Tiefe des1 Ordensideals liegenden Kampf gegen den Materialismus der Lebensh a 11 u n g zu einem Kampf gegen den Materialismus der Weltanschauung umztibiegen und dadurch unsere wesentlich auf praktische Betätigung gerichtete Organisation in dem wenig fruchtbaren Streit philosophischer Meinungen Stellung nehmen zu lassen. ln Bezug auf den organisatorischen Aufbau des Distrikts ist eine wachsende Tendenz wahrnehmbar, das Schwergewicht aus den Einzellogen zu verlegen. Neben die Großloge sind die Logenverbände getreten und suchen wie sie Hol fnung haben können, du ch die t/ep recht der einzelnen Logen lund e he stäilkeije Berücksich igüng vön Einzefpersönlichkcitei treten und es müßte daneben gar nichts au<- machm, cb dieser; oder jener Verband eine oder mehrere Wahlperioden komilee ur vertreten bleibt. wick die Beson lere Besorgnis für die v eitere ’ung c es Distrikts erregt ‘ ‘ immer Stützung selben^ Rahmen wie werden. Wogegen Entschiede! Vernich ähhliChes a n k e r t prinz piellen Stellungnahme gegenüber Dingrn mit einer gewissen Aengstlichkett aus Zeit, gäng aber Ausnahmen ist. Es soll die Ge rah r Einzelloge r ob es sich restlos Neben das /o - Vorschlag! - wi g<- die lang im Genera stärker wordene Logenverbände auf dem Ldgei und pekuniären Bruderhilfe. Aulch hiejr bitte nicht mißverstanden zu weiden. durch Kridgünd Inflation üm Hab-und. gekommenen älteren Brüder muß nitürtich Notwendigste getan werden, auch sonst, mu 3 die ron in Not geratenen Brüdern im Krie ge besorgt vor dem ich mich lheit wende, ist, En :- in mif schließlic i e Betätigung! dir Gebiete dir daß d erungseinrichtungen in, unserer Organisation - yer werden. Wir äind bsher.. ’ d ur unsere Gut das aber mit auerid dem Wege gegangen. Es daß wir hier Färbe bekennen. g ma ist iri manches geschehen, was sich schwer ücl:- chen lassen wird. Noch viel nefr' Werke.: Ein Ueberwuchern dieser Fürsorge fpr uns selbst, wie es über ,unseie eigentlichen Aufgaben einzutreten droht, niuß sehr bald unserm Distrikt ein-völlig veräncertes Gesicht geben. Der Grundsatz »Nichts füi urs selbst, alles fpr andere«, in dem Umfange, we er uns vor dem Kriege leitete, war in innersten Kerngesund und ihm "mehr als ä lern andern verdanken yrir unseren Aufstieg. Et liegt pahje, IC aller unf einer esen st höchsie Schon ist . i 105