Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 8 - August (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 103 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Alls der Werkstatt des Ordens. Uebersiclit über Geschehnisse und Fragen] Die Erkenntnis der Notwendigkeit, in einer Gemeinschaft, wie 'sie unser Orden darstellt, -für einander einzutreten, hat auch die'finanzielle Bereitwilligkeit geschaffen, die Umlage zu bewilligen, die in der Generalköniiteesitzung im Mai d. J. beantragt worden ist. Diese Umlage — von der Gesamtheit getragen — fließt der Gesamtheit wieder zu. Wenn ^ine Loge aus solchen Mitteln nichts für sich beansprucht und zu beanspruchen glaubt, ihren Anteil aber trotz einer gewissen Anstrengung ihrer Mitglieder beigesteuert hat, so darf sie sich — in einer Zeit starker Bedrängnis — zu den opferbereiten — und darum nach der Anschauung unseres Ordens — zu den glücklichen zählen *, es ist ihr erspart zu den notleidenden zu gehören. Aus dem Gebiet der mattriellen Sorgen wurden die Gemüter in das der geistigen durch die Frage geführt: kann man bei der vielfachen seelischen Not der Logen von einer Art Krankheit des Ordenslebens sprechen? Kann man angesichts der Fülle der Vorschläge für Themen zur Behandlung in der diesjährigen Großlogentagung auf eine Problemlösigkeit — Führerlosigkeit — Planlosigkeit — schließen? Die Krankheit ist nichts anderes als der Ausdruck der Gärung der Zeit,j wie sie sich naturgemäß auch in unseren Logen widerspiegelt, einer Uebergangszeit — mit ihren Schwächen und Vorzügen. Da mischt sich in den Elementen Gedrückte^ und Emporstrebendes, Veraltetes und Neues, Eiwartetes und Erhofftes. Da hat Leistung größere Erschwerung als in den Zeiten der Ruhe, da sind junge Kräfte, die sich durchsetzen wollen, die eine neüd Zeit für eine alte setzen wollen,! da sind ältere, die in dem Wirbel nur Jugend sehen, die ihr Ungestüm für etwas Neues ausgibt und Schrankenlosigkeit für Verantwortung in Freiheit austnünzf. Es ist nicht leicht, in solcher Zeit sich durchzusetzen. Im Wirtschaftlichen umdrängt versagen oft die Geistigen. Aber im Ganzen: sind nicht yiel mehr Oeistige in die Logen eingedrungen als in früheren Jahrzehnten? Und ist nicht das Ringen um Weltanschauungen, wie wir es jetzt in den Logen erleben, ein Ausdruck dafür? Wagen und Wollen, Ringen und Drängen — Gärung in allem — ja, aber Verwirrung und Planlosigkeit, also Chaos' und Niedergang — nein! Zu solcher Beantwottunj; gehört nicht •einmal besonders starker Optimistnus! — us solcher sjeelischen Elenientarverfassung f erklärt) sich auch cjie Fülle der gestellten, Graßj logentnemen. Wdnn map sie sämtlich äjeri prüft, Ifindet man in allen'den g leichen Grund-! gelangen wieder, pur die füllender Formulierung, j ist das zunächst Ajuffallehde, weil .jeder Antragj die Form'där Wandlung in seiner Juele \ sieht. N^jcKt: o b ich mich umstell:, ist tage. Sie i$t bereits von allen btjppt, : keine Frage! mehr, aber sieht ein( jeder; ein bißchen andiis, w i e ich rwartet werden. >sigkeit, ceine ein Drängen ülle von Antworten; darf er das ist keine Pitobleml: osigkeit, , söndern mehr .... _ zum F ihrerwillert, jzur Zielsetzung, Umstel ut W )zu cann sie in einem Ofden w e dem unsi igen anders führen als:)heraus aus tein materiellem Denken, Vertiefung im Oeistigen, Verankerung ffn Seiliscn-Gemütlichen — Brüderli :hkeit!‘‘ Etwas vom Rhythmus der Zeit, der in Seelen der einzelnen verschied:n widerk sp egelt sich auch) in der Anforderung an (die äuäere Form der fcu erwartend;n Großlo*:ntagung wieder. Die einen; wollen Feierlich keit, eip Fe: ttagsresumee der Ereignisse und W tudlupgen von vier jalfren, die andern Sachlichkeit, ein i*gt. Rechensch i fing dienen die Schlichtheit der Forfii, nüchternen bericht Natürlichkeit. I Der. straffen Zpsammenfassdr Bestret ungen, Richtlinien für die Logenverbäride zu sch iffen, wie sie bereits für die Oroßlo{;<:ntagung vom Jahre 1924 vom Hessischen Lof cnverband angestrebt jwurden. Al t Abwechslung. im Persönlichen - zie en die Wünsche, die ßeamteneinführangen durch auswärtige Expräsidenten vornehmen zu las: en. — .Die jüdisch-geistige Erfassung der Jugendlichen soll durch einen von der Großloge hers iszugebenden jüdischen Jugendkalender bew ritt ''Werder. *! ' -• . J D«s 3esamtar<ihiv der Deutschen Ju|e|i sofl von der Oroßlojge noch so lang liehe Förderung erfahren, bis es verband oder Reichsverband der — 103 —I ge wirtschkftvom Landjesüdischen Gemeinden übernommen werden wild..— i Eih Ausdruck; der Verbundenheit der. Di$trik e War die aius dem. KataGrophenfotids bereitg stellte .Spende für die Oifer 'der Erd* bedenk itaskrophe jni 11. Distrikt -