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Der Orden Bne Briss · 1928-06-01 · Nr. 6/7 - Juni/Juli (6.1928) · p. Seite 89

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 6/7 - Juni/Juli (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 89 (sequence 13)
Language
German
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schaffen, fortschrittlich Mittelpunkt zu werdet; redigiert. »FQr die wer für Berlin schreibt« selbstverständlich und t arum wie k uns solcher Aufruf heute ci, da Berlin weltstädtisch und zügle begann, zivilisierte ty'^lt schreibt, heißt es wörtlich. Wie an! Denn wir, was aus dem Lolalblatt, Mos tes zweitem großen Unternehmen neben dem Annoncenbüro, der geworden ist: ein in breitetes, politisch aucH sehr, stark wirkendes Organ, das in Berlin hälfte seiner V« Million Leser hatj ganzen Welt ver^ ins Ausland e|twa nur die die andere Hälfte außerhalb. Freilich hat es ziu allen Zeiten und besonders nach d«n letzten Kliege, wo die Leidenschaften }n ihrem Grunde aufgewühlt waren, offene Gegner, — zeitweilig sogar in unseren eigenen Reihen — gegen das »Tageblatt« gegeben; Der Verlag Mosse war klug genug, von dieser böses Blut machenden Richtung im wesentlichen wieder abgugehen, w e er es überhaupt glänzend verstanden hat, seiten Leserkreis erhalten undt wo Inhalt und Ai nur an Kunst — sich ■ gert hat. So auch im wurden der Berlii Oebiete es ging, zu sstattung des ie einzelnen iführung des |i n mondänen er Leserinnen wie Mode", dadurch zu steigern, daß man Blattes — denken wir Beilagen, an die ziemlich frühe C Tiefdruckverfahrens usw. — di Geschmack, namentlich auf den verschiedensten Sport, Kunst anpaßte. Ich sprach von dir Industr alisierung des Zeitungswesens durch Mosse un i, meine damit, um es mit einem gel iufigeren Fremdwort zu verdeutschen, eine Art Vertrustung, ein Vorgang, der natürlich nur in ein :r Weltstac t möglich ist und dort — nicht allenthalben zrm Segen der Theaterv andere Mosse gegründet oder Schon besehende seinem Unternehmen angeglieaert, wufc en Fachzeitschriften oder solche;bestimmien Charakters (wie die ehemalige Allgemeine Zeijti ng des Judentums) herausgebracht, würden F ij 1 ganzen zivilisierten Welt! errichte^, mit der Schaffung des »Rudolf dazu beitrugen, Brücken näch Uebefs :e zu schlagen. esen eingebürritungen von i a I e n in der die im Verein osse-Code« ftter, sei igsge Schließlich wurde als d Zweig das reine Verl mehr, ausgebaut, als de fachen Ausstellungskataloge dickleibigen Inseratenanpang handlich gestaltet, — die Adresjsl ücher u. a. m. zu nennen sind. Ein paar Zahlen mögen noch das' Wachsen von Rud. Mosses Gesamtwerk erhellen: 1870 zählte 'es 201 naheliegender Chäft immer en Früchte die manigdurch ihren freilich sehr unkaufmännische 247 Angestellte, 1895 25 Jahren 1375.' Der dies Riesenwerk eines fnit .und i o misch mutet Leute wissen na :h abermals der Zeit rhächtig - 'erstarkten Wirtschafts« und Verkehrs e rganismus schuf und es selbst 5 Ja hrzehnte. lang riit väterlicher Liebe bietreut hat, w ir persönjich snspruchslos und tiajtte — ein Kont'ast, -den r lan gerade bei bedeutenden Männer i of findet - s üßer ,der Arbeit nur eine Passion, die Jagd. Ihr obzuliegen fuhr er an einem F ühherbsttage von seinem Oute hinaus und hierbei hat der ' ’od ihm die Augen ^ugedrückt. Was Mosse war, habe ich in großen Zügen an : »einem Werke :^zeigen versucht; wer er war, enteisen die vielen Ziele sozialer' Schöpfungen, ’^tie, auch wenn sie seinen Namen nicht tragen, ihm und seiner milden Hand;ihr Entstehen verdanken. Derjenige den man seit langen neben Mosse :;u nennen gewohnt; ist (der dritte Ist Scherl, bleibt aber hier außer Belang) ist Leopold Ullstein, dessen 100. Geburtstagkuf den Herbst 1926 fiel. Er war dpr Sohn-eines Papiergroßliändlers, der als solcher die Vossische Zeitung belieferte, und machte sich, schon um 48 herum in Berlin selbstständig. Er hatte bald einen großen Kundenkreis, darunter der Verleger des zu dem jungen fanden. Auch — 89 - Kladderadatsch, .den wir schon Mosse in Beziehungen stehend Ullstein wurde von den hochgehendeili Wogen r ach 1870 umporgetragen. Zunächst noch in der Papierbranche bleibend, tritt er —. und hier finden wir genau die gleiche Entwicklung wie bei Sonnemann — in die Gemein depolit k Berlins ein, wo er u. a. die Beteiligung dei Stadt in öffentlichen Unternehmungen fordert. Um - d esen Ge« danken Nachdruck zü verleihen, braucht er ein Organ und übernimmt 1877 die kurzzuvcrgegründiete »Berliner Zeitung«, diesomit dirGrunds ock seines Weltunternehmens gewo'den ist. Dieses ausgesprochene bürgerlich-demokratische Blatt hatte Erfolg und zog als ersten Schritt zur Expansion, begünstigt zweifellos di rch das Aufblühen des Unternehmens h iosse,* c ie Gründ jng | der »Berliner A b e-r d p o s t « 1887 n ich sich. Ihr lag die Verjags dee zu Orilnde, von Berlin als politischem Kriegsschauplatz erster C rdnnng die Provinz; viel räscher alp bisher n it Lesestoff zu versehen, den A jparat des schon vorhandenen und eirigeführten Blattes für das ii :ue Blatt auszunützen. Also wieder ein Novum ir der Geschichte der; Presse uird weiterhin eine n :ue Stufe der Entwicklung, wenn, sich Ullstein, dir damals bereits 2; Druckere en besitzt, entschließt, die von ihm viele Juhre auf fremde

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